Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte September 2004
Energiepreise im Schnitt um 7,3 Prozent gestiegen
Heizöle verteuerten sich um 25,0 Prozent
Die Energiepreise für private Haushalte waren laut einer Aussendung der Energieverwertungsagentur (E.V.A.) im September 2004 im Schnitt um 7,3 Prozent höher als im September 2003 (Wert des Vormonats: 9,1 Prozent). Im selben Zeitraum betrug die Teuerung (VPI) 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August 2004 sanken die Energiepreise um 0,9 Prozent. Beim gesamten Warenkorb kam es im Vergleich zu August 2004 zu keiner Änderung. Der von der Energieverwertungsagentur auf Datenbasis der Statistik Austria erstellte E.V.A.-Energiepreisindex beträgt nunmehr 106,3, der VPI liegt derzeit bei 108,5.
Die Mineralöle waren im September 2004 um durchschnittlich 12,2 Prozent teurer als im September des Vorjahres, gegenüber August 2004 sanken die Preise um 0,8 Prozent. Im Detail: Heizöl Extra Leicht (Haushaltsmenge 3000 Liter) wurde im Zwölfmonatsabstand um 25,0 Prozent teurer, im Vergleich zum August 2004 sanken die Preise um 0,5 Prozent. Bei Normalbenzin beträgt die Teuerung im Vergleich zum September 2003 7,6 Prozent, bei Superbenzin stiegen die Preise um 7,4 Prozent und bei Diesel um 14,5 Prozent. In Relation zu August 2004 sanken Normalbenzin um 3,0 Prozent, Superbenzin um 3,1 Prozent und Diesel um 1,4 Prozent.
Gas verteuerte sich im Vergleich zum Zeitpunkt vor einem Jahr um 4,0 Prozent, im Vergleich zum Vormonat August blieben die Preise unverändert. Die E.V.A. weist jedoch darauf hin, dass es aufgrund der Preisbindung von Erdgas an Erdöl an den internationalen Märkten in den nächsten Monaten zu Preisanstiegen kommen wird.
Strom verteuerte sich im Vergleich zu September 2003 um 2,1 Prozent, verglichen mit dem Vormonat August blieben die Preise unverändert.
Die Preise für feste fossile Brennstoffe (Kohle) stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2003 um 23,5 Prozent, im Vergleich zu August 2004 stiegen sie um 0,4 Prozent.
Brennholz wurde im Vergleich zum Zeitpunkt vor einem Jahr um 0,2 Prozent teurer. Verglichen mit August 2004 stiegen die Preise um 0,1 Prozent.
Bei der Fernwärme betrug die Steigerung – verglichen mit September des Vorjahres – 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August blieben die Preise konstant.
Ohne Teuerung der Energiepreise hätte sich der Verbraucherpreisindex gegenüber September 2003 um 1,7 Prozent erhöht, heißt es in der Aussendung der E.V.A.


