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Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur für private Haushalte August 2005

Energiepreise steigen weiter an

Der von der Österreichischen Energieagentur auf Datenbasis der Statistik Austria erstellte Energiepreisindex für private Haushalte ist im August 2005 sowohl gegenüber dem Vormonat (+ 1,3 %) als auch gegenüber August 2004 (+ 9,1 %) angestiegen. Damit liegt die Steigerungsrate des Energiepreisindex deutlich über der Steigerungsrate des gesamten Verbraucherpreisindex, der gegenüber dem Vormonat um 0,2 % bzw. gegenüber August 2004 um 2 % zulegte. Treibende Kraft bei der steigenden Entwicklung des EPI ist der Rohölpreis.

Veränderungen zum Vorjahr (August 2004)

Über den Zeitraum der letzten 12 Monate zeigte sich ein durchschnittlicher Anstieg der Energiepreise um 9,1 %. Während die leitungsgebundenen Energieträger (Fernwärme +1,5 %, Strom +2,4 %, Gas +4,8 %) und auch die festen Brennstoffe (Kohle und Brennholz um durchschnittlich +1,6 %) eher geringfügig angestiegen sind, waren bei den Preisen für Mineralölprodukte weiterhin höhere Zuwächse festzustellen. Der Benzinpreis stieg um 11 % (Normal) bzw. 10,6 % (Super) an. Beim Preis für Dieselkraftstoff gab es eine Zunahme um 19 %, beim Heizölpreis sogar um 24,4 %.

Veränderungen zum Vormonat (Juli 2005)

Die kurzfristigere Betrachtung gegenüber dem Vormonat zeigt ausschließlich bei den Preisen für die Mineralölprodukte Veränderungen. Die Preise für die leitungsgebundenen Energieträger (Fernwärme, Strom und Gas) und für die festen Brennstoffe (Kohle und Holz) haben sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Dagegen haben die Preise bei den Mineralölprodukten weiter zugelegt. Die Preise für Benzin sind gegenüber Juli 2005 um 3,7 % (Normal) bzw. 3,4 % (Super) angestiegen, der Preis für Diesel um 2,7 % und der Heizölpreis um 1,2 %.

Der Rohölpreis als treibender Faktor

Die derzeitigen energiepolitischen Diskussionen stehen ganz im Zeichen des Rohölpreises. Wie in Grafik 1 zu erkennen ist, gab es seit Jänner 2004 einen starken Anstieg des Rohölpreises (monatliche Durchschnittswerte). Im August 2005 liegt der Rohölpreis um 107 % über dem Niveau von Jänner 2004 und hat sich damit mehr als verdoppelt. Dementsprechend haben sich auch die durchschnittlichen Preise für Mineralölprodukte in Österreich entwickelt. Im Vergleichszeitraum kam es zu einem markanten Preisanstieg bei Diesel (+40 %), Benzin (+28 %) und Heizöl (+41 %).

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gedruckt am: 17.05.2012