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Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur für private Haushalte Oktober 2005

Energiepreisindex geht leicht zurück

Erstmals seit Mai zeigt der von der Österreichischen Energieagentur auf Datenbasis der Statistik Austria erstellte Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte eine leicht rückläufige Tendenz. Zwar liegt der EPI noch immer um rund 11,4 % über dem Wert von Oktober 2004, gegenüber dem Vormonat ging er aber um 0,7 % zurück. Die Preise der einzelnen Energieträger entwickelten sich sehr unterschiedlich.

Benzin und Dieseltreibstoff

Nach den starken Steigerungen in den letzten Monaten entspannten sich die Preise im Bereich Benzin und Dieseltreibstoff leicht. Zwar liegen sie weiterhin deutlich über den Werten des Vorjahres (Normalbenzin + 15,1 %, Superbenzin + 14,9 %, Dieseltreibstoff + 17 %), aber im Vergleich zum Vormonat sanken sie. Der Preis für Dieseltreibstoff reduzierte sich um 1,8 %, die Preise für Normal- und Superbenzin sanken sogar um 3,4 % bzw. 3,2 %.

Strom

Der Preis für Strom veränderte sich gegenüber September 2005 nicht, befindet sich aber um 1,9 % über dem Wert des Vorjahres. Diese Steigerung geht auf eine Erhöhung von Gründgebühr und Nacht-Arbeitspreis zurück.

Raumwärme

Bei der Raumwärme kommt es zu den eingangs erwähnten unterschiedlichen Preisentwicklungen. Beim Heizöl ähnelt die Tendenz jener von Benzin und Dieseltreibstoff. Zwar liegt der Preis für Heizöl um 28,9 % über dem des Vorjahres, aber aus kurzfristiger Perspektive ist ein Rückgang von 1,8 % gegenüber September 2005 festzustellen. Ebenso im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen (- 1,9 %) ist der Preis für feste fossile Brennstoffe (Kohleprodukte), der sich damit um 0,8 % über dem Vorjahreswert befindet.

Im Gegensatz dazu verteuerte sich Brennholz um 1,1 % gegenüber dem Vormonat und um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr. Gestiegen ist der Preis für Fernwärme (+ 2,4 % gegenüber dem Vormonat, + 5,7 % gegenüber Oktober 2004). Die wesentlichste Preissteigerung im Vergleich zum Vormonat ist beim Gas festzustellen. Gegenüber September erhöhte sich der Gaspreis um 4,4 %. Damit liegt er bereits um 11 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist damit zu erklären, dass die Koppelung der Erdgaspreise an die Preisentwicklung von Erdöl und Erdölprodukten erst mit einer Zeitverzögerung von einigen Monaten wirkt. Da Fernwärme vorwiegend aus Heizöl und Erdgas erzeugt wird, gibt es auch hier Nachzieheffekte.

Rohöl

Der vorübergehende Rückgang der Preise für Mineralölprodukte ist auf die leichte Entspannung am Rohölmarkt zurück zuführen. Nach den Höchstständen im Sommer gingen die Rohölpreise zuletzt stärker zurück. Insgesamt lagen sie Ende Oktober um knapp 12 % unter dem Höchstwert von Ende August diesen Jahres.

Der gesamte Verbraucherpreisindex, der im Vergleich zum Vormonat konstant blieb, liegt um 2 % über dem Wert von Oktober 2004.

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gedruckt am: 09.02.2012