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Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur für private Haushalte September 2005

Energiepreise steigen weiter an
Höchste Wachstumsrate bei Heizöl Extra Leicht

Der von der Österreichischen Energieagentur auf Datenbasis der Statistik Austria erstellte Energiepreisindex für private Haushalte ist im September 2005 sowohl gegenüber dem Vormonat (+ 4,6 %) als auch gegenüber September 2004 (+ 15,14 %) angestiegen. Damit liegt die Steigerungsrate des Energiepreisindex deutlich über der Steigerungsrate des gesamten Verbraucherpreisindex, der gegenüber dem Vormonat um 0,4 % bzw. gegenüber September 2004 um 2,4 % zulegte.

Benzin und Dieseltreibstoff

Im September legten die Preise für Benzin und Dieseltreibstoff weiter zu. Der Preis für Normalbenzin war um 7,6 % höher als im August. Im selben Zeitraum stieg der Preis für Super95 ebenso um 7,6 %, und der Preis für Dieseltreibstoff erhöhte sich um knapp 4 %.

Noch deutlicher kommt der Anstieg der Preise bei Benzin und Dieseltreibstoff bei einem Jahresrückblick zum Ausdruck. Im Vergleich zum September 2004 stiegen die Preise für Normalbenzin und Super95 um 23,1 % bzw. 22,8 %. Der Preis für Diesel lag um 25,5 % über dem Wert von vor 12 Monaten.

Bei einer wöchentlichen Betrachtung der Tankstellenpreise ist jedoch festzustellen, dass nach dem Höchststand der Preise für Diesel und Benzin Mitte September (KW 36 bzw. KW 37) in den darauf folgenden Wochen ein Trend nach unten abzulesen ist (vgl. Abbildung 1). Diesem Trend der sinkenden Treibstoffpreise ging ein Rückgang des Rohölpreises voraus.

Strom

Nachdem der Strompreis seit Februar 2005 relativ konstant (fallweise mit einer leicht fallenden Tendenz) blieb, ging er im September 2005 erstmals wieder nach oben. Gegenüber dem Vormonat legte der Strompreis um 0,5 % zu und gegenüber September 2004 um 3,1 %. Da die Grundgebühr konstant geblieben ist, lässt sich der Anstieg des Strompreises auf höhere Arbeitspreise zurückführen (sowohl in der Nacht als auch am Tag).

Raumwärme

Mit dem Beginn der Heizsaison ist ein Anstieg der Energiepreise zu beobachten. Während die Außentemperaturen konstant sinken, sind selbst bei zuletzt relativ unveränderten Preisen wie bei Gas, Fernwärme und Strom Tendenzen nach oben festzustellen.

Der Gaspreis, der sich seit April 2005 nicht verändert hatte, legte im September um 1,4 % zu und befindet sich nun 6,23 % über dem Niveau von September 2004. Der Preis für Fernwärme war seit Februar 2005 völlig konstant, stieg aber im September um knapp 3 % und liegt um 4,1 % über dem Wert von September 2004. Wie beim Strom stiegen auch bei Gas und Fernwärme die Arbeitspreise.

Die höchsten Wachstumsraten verzeichnet weiterhin das Heizöl. Der Preis stieg gegenüber dem August 2004 um 12,6 % und liegt im September 2005 um knapp 40 % über dem Niveau des Vorjahres.

Auch bei den festen Brennstoffen gab es im September 2005 einen leichten Preisanstieg. Brennholz stieg um 0,8 % gegenüber August und um 2,6 % gegenüber September 2004, und der Kohleindex (bestehend aus Briketts, Koks und Steinkohle) liegt um 1,5 % über dem Wert des Vormonats und um 1,7 % über dem Wert des Vorjahres.

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gedruckt am: 09.02.2012