http://www.energyagency.at//energien-in-zahlen/energiepreisindex/epi-monatsberichte/2006/februar-2006.html

Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur für private Haushalte Februar 2006

Energiepreise steigen weiter

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte zeigt im Jahr 2006 nach oben. Der Anstieg vom Jänner setzt sich fort. Der Energiepreisindex liegt im Februar 2006 um 1,3 % über dem Niveau des Vormonats und um 10,9 % über dem Wert des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 1,2 %.

Benzin und Dieseltreibstoff

An den österreichischen Tankstellen stiegen die Treibstoffpreise auch im Februar an. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich Normalbenzin um 2,5 %, Superbenzin um 2,2 % sowie Diesel um 2 %. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Benzin um mehr als 16 %, und der Preis für Diesel legte um mehr als 17,5 % zu.

Strom

Eine Erhöhung des durchschnittlichen Arbeitspreises (Tagstrom) brachte mit sich, dass der Strompreis gegenüber Jänner 2006 um 0,3 % zulegte. Diese Erhöhung bewirkte einen Anstieg von rund 0,2 % im Vergleich zum Februar 2005.

Raumwärme

Auch die Kosten für Heizmaterial stiegen im Februar weiter an. So verteuerte sich der Heizölpreis gegenüber Jänner um 1,6 %. Er liegt damit um rund 24 % über dem Wert von Februar 2005. Der Preis für Fernwärme stieg im Februar um 0,9 % gegenüber Jänner und um 6,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für feste fossile Brennstoffe sanken gegenüber dem Vormonat um 0,1 % und liegen damit um 2,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Preis für Brennholz stieg um 0,5 % im Vergleich zum Jänner 2006 und um rund 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Lediglich die Gaskunden durften sich im Februar darüber freuen, dass der Preis gegenüber dem Vormonat zumindest konstant blieb. Der Gaspreis befindet sich jedoch um durchschnittlich 6 % über dem Niveau von Februar 2005.

Rohöl

Die anhaltend hohen Energiepreise vom Februar sind auf zwei Faktoren zurückzuführen. Einerseits sorgte der strenge Winter weiterhin für eine erhöhte Nachfrage nach Heizmaterial, was die Preise ankurbelte. Andererseits zeichnete der hohe Rohölpreis, der auch im Februar durchschnittlich über US-$ 60,- pro Barrel (vgl. Abbildung "Rohölpreis (UK-Brent) von Dezember 2004 bis Februar 2006") lag, dafür verantwortlich, dass die Energiepreise weiter stiegen.

gedruckt am: 07.09.2010