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Österreichischer Strompreisindex - ÖSPI©

Die Österreichische Energieagentur veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI©) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen.

Die Österreichische Energieagentur berechnet monatlich, für das Folgemonat, den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI).

Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Österreichischer Strompreisindex für August 2010

Für den Monat August 2010 beträgt der Österreichische Strompreisindex 95,85 (Basisjahr 2006 = 100).

Laut den Berechnungen der Österreichischen Energieagentur sinkt der ÖSPI im August 2010 gegenüber dem Vormonat um 0,2%. Im Vergleich zum Niveau des Vorjahres vermindert er sich um 10,6%. Für Grundlast wird gegenüber dem Vormonat ein Steigerung um 0,2% und gegenüber August 2009 eine Verminderung um 8,9% erwartet. Bei Spitzenlast erwartet man im Monatsvergleich eine Veränderung von minus 1,1%. Im Jahresvergleich sinkt der Preis für Spitzenlast um 14,3%.

Aktuelle Entwicklung des ÖSPI

Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex bis August 2010
(Zeitreihe Mai 2003 bis August 2010)
[Quelle: EEX Strompreisbörse; Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Berechnungsmethode ÖSPI©

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI©) wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX in Leipzig berechnet.

ÖSPI - Überblick 2008

Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex im Jahr 2008
(Zeitreihe Jänner 2008 bis Dezember 2008)
[Quelle: EEX Strompreisbörse; Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Grundlage des ÖSPI© sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.

Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI© zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Basis für den Strompreisindex (Basisjahr 2006 = 100).

Der ÖSPI© bildet nur die reine Energiekomponente ab, die einen Anteil von etwa 35% bis 40% am gesamten Strompreis hat. Die restlichen 60% bis 65% entfallen auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen - wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger - werden im ÖSPI© nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI© lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten.

Mit dem ÖSPI© kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Anfragen bezüglich des Österreichischen Strompreisindex richten Sie bitte an die Pressestelle der Österreichischen Energieagentur (pr(at)energyagency.at).

gedruckt am: 29.07.2010