http://www.energyagency.at//energietechnologien/aktuelle-projekte/energieforschung.html

Energieforschungserhebung - Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich 2009 bis 2011

Jährliche Erfassung durchgeführter Forschungsprojekte

Die Mitgliedschaft bei der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet Österreich zur jährlichen Erfassung aller in Österreich durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Energiebereich.

Die Österreichische Energieagentur erhebt seit 2003 die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich. Diese beziehen sich auf Fördermittel bzw. Forschungsaufträge:

  • der Bundesministerien, 
  • des Klima- und Energiefonds,
  • der Länder, 
  • des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF), 
  • der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG), 
  • der Kommunalkredit Public Consulting (KPC),
  • des Austrian Wirtschaftsservice (aws),

sowie auf die mit Bundes- und Landesmitteln finanzierte Eigenforschung an,

  • außeruniversitären Forschungseinrichtungen, 
  • Universitätsinstituten, 
  • und Fachhochschulen.

Die Daten werden von der Österreichischen Energieagentur ausgewertet und dabei auch auf Plausibilität geprüft. Mit dem Auftraggeber Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) werden die vorliegenden Ergebnisse diskutiert.

Highlights der Erhebung 2009 (publiziert im Feber 2011) - deutliche Ausrichtung auf Erneuerbare und Energieeffizienz

  • Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich 2009:  92,3 Millionen Euro
  • Steigerung um 30 % bzw. 21,1 Millionen Euro verglichen mit 2008
  • Bundesministerien 27 Millionen Euro, davon 80 % BMVIT
  • Klima- und Energiefonds auch 2009 die Erhebungseinheit mit den meisten Ausgaben (30,8 Millionen Euro), geringfügige Steigerung zu 2008
  • FFG wickelte 2009 62,7 Mio. Euro ab. FFG-Basisprogramme hat Ausgaben innerhalb eines Jahres auf 9,6 Millionen verdreifacht.
  • Die Ausgaben des Wissenschaftsfonds (FWF) für energiebezogene Grundlagenforschung belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro, deutlich weniger als in den Jahren zuvor.
  • Die aws Austria Wirtschaftsservice nannte 2009 erstmals energiebezogene F&E-Ausgaben von 1,6 Millionen Euro, weitere Projekte in ähnlichen Umfang wurden im Rahmen von Programmen für die Bundesministerien vergeben.
  • Ausgaben der Bundesländer: 8,3 Millionen Euro. Wien mit fast der Hälfte der Ausgaben Spitzenreiter.
  • Universitäten: 7,1 Millionen Euro. Hauptanteil TU Wien und Graz
  • Außeruniversitären Forschungseinrichtungen: 5 Millionen Euro, mehr als die Hälfte der Aufwendungen durch AIT – Austrian Institute of Technology
    Fachhochschulen: 1,6 Millionen Euro an Eigenmitteln für F&E

Themen

  • 40,6 % der Ausgaben fielen auf den Sektor „Energieeffizienz“, der damit 2009 den Bereich „erneuerbare Energieträger“ mit 35,3 % überholte. Diese beiden Themenbereiche stellen weiterhin klar die Prioritäten der öffentlich finanzierten Energieforschung in Österreich dar
  • die Bereiche mit den größten Ausgaben sind dabei Bioenergie mit 20 Mio. Euro sowie F&E-Fragestellungen mit Bezug zu energieeffizienten Gebäuden (Planung, Materialien, Heizen, Lüften, Klimatisieren, Beleuchtung etc.) mit rund 15 Mio. Euro.
  • Mehr als drei Viertel der Mittel wurden dabei für angewandte Forschung eingesetzt, für experimentelle Entwicklung 16 %. Grundlagenforschung machte 5 % aus.
  • Im Rahmen dieser Erhebung wurden an die 900 Projekte bzw. Aktivitäten mit Bezug zur Energieforschung erfasst und ausgewertet.

Im Bericht (Langfassung) finden sich detaillierte Auswertungen nach:

  • Themengebieten, 
  • Institutionen: Bund, Länder, Fördergeber, Unis & FHs, Außeruniv. Forschung, 
  • internationaler Vergleich, 
  • Anteil der Energieforschungsausgaben im Vergleich zu anderen Indikatoren (BIP, Forschungsausgaben)
  • EU-Rückflüsse aus den versch. F&E-Programmen (7RP, IEE, RFCS) , 
  • Abschätzung der Ausgaben der Privatindustrie (auf Basis von Daten der statistik austria).

Diese jährliche Erhebung stellt nicht nur eine internationale Verpflichtung dar, sondern erlaubt es auch, die Bedeutung der Energieforschung für Österreich herauszuarbeiten sowie Schwerpunktsetzungen zu gestalten und zu überprüfen. Auch sollen bestimmte Trends rechtzeitig erkannt werden.

Die vorliegende Erhebung orientiert sich an den Vorgaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie an den Standards des Frascati-Manuals (OECD).

Aktuelle Veröffentlichung der Forschungserhebung

Das BMVIT hat im Feber 2011 die Energieforschungserhebung 2009 auf der Webseite des Impulsprogramms NACHHALTIGwirtschaften publiziert.

Projektdaten

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Projektleiter

Andreas Indinger, Österreichsiche Energieagentur

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gedruckt am: 04.02.2012