Energieforschungserhebung - Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich 2006 bis 2008
Jährliche Erfassung durchgeführter Forschungsprojekte
Die Mitgliedschaft bei der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet Österreich zur jährlichen Erfassung aller in Österreich durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Energiebereich.
Die Österreichische Energieagentur erhebt seit 2003 die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich. Diese beziehen sich auf Fördermittel bzw. Forschungsaufträge:
- der Bundesministerien,
- der Länder,
- des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung (FWF),
- der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG),
- sowie auf die mit Bundes- und Landesmitteln finanzierte Eigenforschung an,
- außeruniversitären Forschungseinrichtungen,
- Universitätsinstituten,
- und Fachhochschulen.
Die Daten werden von der Österreichischen Energieagentur ausgewertet und dabei auch auf Plausibilität geprüft. Mit dem Auftraggeber Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) werden die vorliegenden Ergebnisse diskutiert.
Highlights der Erhebung - deutliche Ausrichtung auf Erneuerbare und Energieeffizienz
- Öffentlichen Mittel betrugen 2006 ca. 42,4 Millionen Euro
- Steigerung gegenüber 2005 um über 40 % - 2006 war nominal gesehen ein all-time-high für energiebezogene F&E in Österreich, kaufkraftangepasst wurden nicht einmal die Niveaus der späten 70'er sowie der frühen 80'er Jahre erreicht
- Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) wickelte 2006 21 Millionen Euro ab
- Erneuerbare (hier die Bioenergie) und Energieeffizienz sind nach wie vor die Schwerpunkte
- Bundesländer: wie immer große Unterschiede, traditionell liegt die Steiermark vorne
- An den Unis setzt sich der leichte Aufwärtstrend der letzten Jahre fort
- An den Fachhochschulen etabliert sich langsam eine Energieforschungsszene
- Österreich ist trotz der enormen Steigerung nur EU15-Schnitt, teilweise weit entfernt von den "F&E-Stars" wie FIN, Japan, S, CH, NL, DK, (BIP-bezogen)
Im Bericht (Langfassung) finden sich detaillierte Auswertungen nach:
- Themengebieten,
- Institutionen: Bund, Länder, Fördergeber, Unis & FHs, Außeruniv. Forschung,
- internationaler Vergleich,
- EU-Rückflüsse aus den Rahmenprogrammen (Daten von PROVISO),
- ABschätzung der Ausgaben der Privatindustrie (auf Basis von Daten der statistik austria).
Diese jährliche Erhebung stellt nicht nur eine internationale Verpflichtung dar, sondern erlaubt es auch, die Bedeutung der Energieforschung für Österreich herauszuarbeiten sowie Schwerpunktsetzungen zu gestalten und zu überprüfen. Auch sollen bestimmte Trends rechtzeitig erkannt werden.
Die vorliegende Erhebung orientiert sich an den Vorgaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie an den Standards des Frascati-Manuals (OECD).
Aktuelle Veröffentlichung der Forschungserhebung
Das BMVIT hat im Mai 2008 die Energieforschungserhebung 2006 auf der Webseite des Impulsprogramms NACHHALTIGwirtschaften publiziert.
Projektdaten
Auftraggeber | |
|---|---|
Projektleiter | Andreas Indinger, Österreichsiche Energieagentur |


