Fernwärmesanierung Mongolei
Zahlreiche städtische Fernwärmesysteme in der Mongolei sind in den vergangenen Jahren schlecht gewartet und kaum erneuert worden. Das Projekt zielt auf die Wiederherstellung kleiner (0,8 bis 2,5 MW) Fernwärmesysteme in ausgewählten Städten ab, wobei sich zugleich die Luftqualität und die Wärmeversorgung für die Bevölkerung verbessern sollen. Schwerpunkte der Arbeit der Österreichischen Energieagentur betreffen die Möglichkeit des Einsatzes erneuerbarer Energieträger und die Anrechnung von entsprechenden Investitionsprojekten als CDM-Projekte.
Sanierung des Fernwärmeheizwerkes in Uliastai
Im Zuge des Projektes wurde das Fernwärmeheizwerk in Uliastai saniert. Die im Oktober 2008 abgeschlossene Sanierung beinhaltete unter anderem die Installierung von 3 neuen Kesseln sowie 3 hocheffizienter Energiesparpumpen einschließlich einer Wasserenthärtungsanlage. Die Ergebnisse sind beachtlich:
- Rückgang des Kohleverbrauchs um 60 %;
- Rückgang des Stromverbrauchs der Anlage um 45 %;
- Erhöhung der Effizienz bei der Wärmebereitstellung um 70 %.
Zusätzlich wurden mögliche Managementsysteme für einen kosteneffizienten Betrieb der Anlage untersucht. Ein passendes System wurde ausgewählt und implementiert.
Auch Tarifmodelle – unter Einbeziehung der lokalen sozialen Bedürfnisse – und Eigentümermodelle wurden untersucht.
Einsatz erneuerbarer Energiequellen und die Anwendung von CDM für Fernwärmesanierungsprojekte
Erneuerbare Energiequellen spielen bislang eine untergeordnete Rolle für die Energiebereitstellung in der Mongolei. Um zu zeigen, dass dennoch ein gewisses Potenzial an erneuerbareren Energiequellen (insbesondere zur Wärmebereitstellung) vorhanden ist, wurde ein Bericht erarbeitet.
Weiters wurde geprüft ob sich Fernwärmesanierungsprojekte für CDM eignen. Dazu wurde im August 2009 auch ein CDM Workshop – unter Federführung der Österreichischen Energieagentur – abgehalten. Die Untersuchungs- sowie Workshopergebnisse wurden in einem Bericht festgehalten.
Capacity Building und Bewusstseinsbildende Aktivitäten
Im Zuge einer „Study Tour“ reisten mongolische Politiker und Energieexperten nach Österreich und Deutschland. In Österreich stand vor allem die Diskussion über erneuerbare Energieträger und die Besichtigung von Ökoenergieanlagen im Vordergrund.
Um auch Bewusstsein über energiesparende Maßnahmen in der lokalen Bevölkerung zu schaffen, werden im Rahmen des Projektes beispielsweise Informationsveranstaltungen abgehalten und unterschiedlichste Informationsbroschüren verteilt.
Projektdaten
Auftraggeber | EU-ASIA PRO ECO II PROGRAMME |
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