Competitiveness and Innovation Framework Programme
Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation
Im Herbst 2006 beschloss die EU die Gründung eines Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP – Competitiveness and Innovation Framework Programme). In CIP, das von 2007 bis 2013 läuft und mit Finanzmitteln von 3,6 Milliarden Euro ausgestattet ist, wurden eine Reihe EU-weiter Initiativen zu einem einzigen, umfassenden Programm zusammengefasst, mit der Zielsetzung, die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern.
Mit CIP werden Innovationsmaßnahmen in Unternehmen und in der Industrie (insbesondere bei KMUs) unterstützt, wobei vor allem die Markteinführung innovativer Technologien, Technologietransfer und Vernetzung die Schwerpunkte der Aktivitäten bilden. CIP möchte dazu beitragen, mehr Investitionen in innovative und effiziente Technologien zu generieren und die Kluft zwischen einer erfolgreichen Demonstration innovativer Technologien und ihrem Markteintritt zu schließen. Thematisch sollen u. a. effiziente Energienutzung, erneuerbare Energiequellen, Umwelttechnologien sowie eine bessere Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützt werden.
Zielsetzungen
- Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, insbesondere von KMUs
- Förderung aller Formen von Innovationen, einschließlich Ökoinnovationen
- Beschleunigte Entwicklung einer wettbewerbsfähigen, innovativen und alle Bereiche der Gesellschaft einschließenden Informationsgesellschaft
- Verbesserung der Energieeffizienz und der Nutzung neuer und erneuerbarer Energiequellen in allen Bereichen einschließlich Verkehr
Programmstruktur
CIP - Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (2007-2013) | ||
|---|---|---|
CIP-Teilprogramm | CIP-Teilprogramm | CIP-Teilprogramm |
Maßnahmen:
| Maßnahmen:
| Maßnahmen:
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Budget: 2,166 Mrd. Euro | Budget: 728 Mio. Euro | Budget: 727 Mio. Euro |
Teilprogramm "Intelligente Energie– Europa" (IEE)
Das Programm "Intelligente Energie – Europa (IEE)", dessen erste Phase mit 2006 ausgelaufen ist, ist in CIP integriert worden. Es bildet dort einen der drei CIP-Programmpfeiler. Die thematische Schwerpunktsetzung liegt in der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energiequellen sowie in der Steigerung der Energieeffizienz und zielt auf eine raschere Umsetzung energiepolitischer Rahmenbedingungen in diesen Bereichen ab.
Relevante Maßnahmenbereiche sind:
- Verbesserung der Energieeffizienz und rationelle Nutzung der Energiequellen
- Förderung neuer und erneuerbarer Energiequellen und Diversifizierung der Energieversorgung
- Verbesserung der Energieeffizienz und Förderung der Nutzung neuer und erneuerbarer Energiequellen im Verkehrswesen
Teilprogramm "Unternehmerische Initiative und Innovation"
Dieses Teilprogramm führt Tätigkeitsfelder des bisherigen Mehrjahresprogramms für Unternehmen und unternehmerische Initiative, Maßnahmen zur Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit, Öko-Innovationen (einschließlich Umwelttechnologien) sowie Teile des Programms LIFE-Umwelt zusammen.
Ziel ist es, Unternehmen (insbesondere KMUs) bei Innovationen zu unterstützen, indem es Zugang zu Kapital und zu den Unterstützungsnetzen für Unternehmen (Euro Info Center/EIC und Innovation Relay Center/IRC) bietet. Weiters sollen durch Vernetzungsaktivitäten und durch Informationsaustausch über Best-Practice-Beispiele die Voraussetzungen für Innovation in Unternehmen verbessert werden.
Teilprogramm "Unterstützung der Politik für Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT)"
Dieses Teilprogramm verfolgt das Ziel, den IKT-Märkten Impulse zu liefern und die Verbreitung bzw. Qualität elektronischer Dienstleistungen in Europa voranzutreiben. Die Unterstützung umfasst Aktivitäten im Zusammenhang mit innovativen IKT-Dienstleistungen, mit der Entwicklung digitaler Inhalte sowie mit der Verbesserung der Sicherheitsaspekte im Bereich von IKT-Anwendungen.
Administration
Die sehr unterschiedliche inhaltliche Ausrichtung der Teilprogramme und der betroffenen Zielgruppen bringen es mit sich, dass die konkrete Umsetzung eigenständig in den Teilprogrammen erfolgt, jedoch teilprogrammübergreifend einheitliche Prinzipien gelten. Das bedeutet, dass jedes Teilprogramm von einem eigenen Verwaltungsausschuss, in dem die EU-Mitgliedstaaten vertreten sind, bei der strategischen Ausrichtung und v. a. bei der Erstellung der jährlichen Arbeitsprogramme unterstützt wird. In den jährlichen teilprogrammspezifischen Arbeitsprogrammen werden die Zielsetzungen auf die operative Ebene heruntergebrochen. Folglich beinhalten die Arbeitsprogramme die für die Durchführung erforderlichen Maßnahmen, die thematischen Prioritäten, die Zielsetzungen und Bewertungskriterien, die zur Erreichung der Ziele der spezifischen Teilprogramme und des CIP als Ganzes beitragen, die Regeln für die Teilnahme und die Kriterien für die Auswahl und die Bewertung der Maßnahmen.
Außerdem wurde die "Intelligent Executive Energy Agency" (IEEA), die ausschließlich für die Administration von IEE verantwortlich war, in eine "Executive Agency for Competitiveness and Innovation" ausgebaut und in Folge mit dem Management und der Abwicklung zentraler Teile von CIP und der spezifischen Teilprogramme betraut.
Betreuung des CIP-Teilprogramms "Intelligente Energie– Europa" (IEE) in Österreich durch die Österreichische Energieagentur
Die Betreuung und Begleitung des CIP-Teilprogramms "Intelligente Energie – Europa" (IEE) wird auf österreichischer Seite von der Österreichischen Energieagentur, Mag. Gunda Kirchner und Mag. Andrea Jamek im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend durchgeführt. Für weitere Informationen zu "Intelligente Energie– Europa" (IEE) steht die Österreichische Energieagentur wie bisher zur Verfügung.


