http://www.energyagency.at//energiewirtschaft/aktuelle-projekte/intelligente-energie-europa/elena.html

Förderung für nachhaltige Energieprojekte in Gemeinden durch die EU-Initiative "ELENA"

Die europäische Initiative "ELENA" – "European Local Energy Assistance", die von der Europäischen Kommission gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) ins Leben gerufen wurde, unterstützt Gemeinden bzw. lokale und regionale Verwaltungsstellen bei der Umsetzung nachhaltiger Energieprojekte bzw. bei der Erreichung ihrer 20-20-20 Klima- und Energieziele.

Finanzierungen im Rahmen von ELENA decken einen Teil der Kosten der technischen Hilfe, die notwendig ist, um Investitionsprogramme der lokalen und regionalen Verwaltungsstellen für nachhaltige Energieprojekte vorzubereiten, durchzuführen und zu finanzieren.

Solche technische Hilfe betrifft z.B.:

  • Machbarkeits- und Marktstudien, 
  • die Strukturierung von Programmen, 
  • Geschäftspläne, 
  • Energieprüfungen, 
  • Vorbereitungen für Vergabeverfahren 

- kurz, alles was notwendig ist, damit die nachhaltigen Energieprojekte der Städte und Regionen eine Finanzierung aus EIB-Mitteln erhalten können.

Die Förderschwerpunkte 2010 umfassen:

  • Energieeffizienz- und Erneuerbaren-Maßnahmen in privaten und öffentlichen Gebäuden sowie Sozialwohnungen inkl.:
    • Thermische Gebäudesanierung
    • Erneuerbaren-Anwendungen in Gebäuden
    • Straßen- und Verkehrsbeleuchtung
    • Sanierung, Ausbau und Schaffung von Fernwärme- und –kältenetzen
    • Dezentrale KWK-Systeme.

  • Maßnahmen im Bereich Öffentlicher Verkehr mit dem Ziel der Steigerung der Energieeffizienz und der Verwendung erneuerbarer Energieträger. Diese beinhalten:
    • Energieeffiziente Busse und Hybrid-Busse
    • CO2-arme bzw. elektrische Antriebssysteme bzw. Investitionen zur Erleichterung der Einführung von Elektroautos
    • Investitionen zur Einführung neuer Energieeffizienzkonzepte zur Verbesserung der Frachtlogistik im urbanen Raum.

  • Maßnahmen im Bereich lokale Energieinfrastruktur inkl. Smart grids:
    • Informations- und Kommunikationstechnologien
    • Infrastruktur für Energieeffizienz
    • Intermodaler Transport
    • Tankstelleninfrastruktur für alternative Antriebe

Zielgruppe der Initiative sind lokale und regionale Stellen der öffentlichen Verwaltung, ebenso wie andere Stellen der öffentlichen Verwaltung und  Zusammenschlüsse von öffentlichen Verwaltungsstellen.

Antragsverfahren

Das Ansuchen um Förderung muss bei der Europäischen Investitionsbank gestellt werden.

Das Antragsverfahren gliedert sich in zwei Stufen:

  1. Kurzbeschreibung des geplanten Vorhabens (z.B. Art des Vorhabens, Durchführungskonzept), voraussichtliche Projektkosten und Zeitplan für das Programm sowie Betrag, Umfang und wichtigster Bedarf, der durch die beantragte technische Hilfe abgedeckt werden soll.

  2. Einreichung des Förderantrags (nach positiver Rückmeldung zu Punkt 1): Download der Einreichunterlagen 

Die für die Initiative im Jahr 2010 bereitgestellten Mittel belaufen sich auf 15 Mio. Euro und werden aus dem Programm Intelligente Energie-Europa zur Verfügung gestellt. Sie werden nach dem Prinzip "first come – first serve" verteilt.

Der Förderzuschuss beträgt bis zu 90% der förderfähige Kosten für die technische Hilfe, die notwendig ist, um nachhaltige Energieprojekte vorzubereiten und durchzuführen.
Die Projekte müssen eine Hebelwirkung mit Faktor 25 aufweisen, d.h. pro 1 Euro Förderzuschuss müssen 25 Euro investiert werden.

Das Investitionsvolumen der nachhaltigen Energieprojekte soll mindestens 50 Mio. Euro betragen. Die Initiative richtet sich daher an Kommunen bzw. Zusammenschlüsse von Kommunen, die Investitionsprogramme in großem Maßstab planen.

Weitere Informationen zu dieser Initiative finden Sie auf der Website der Europäischen Investitionsbank bzw. können Sie unter elena(at)eib.org anfordern.

Auch die Österreichische Energieagentur berät Sie gerne zu dieser Initiative. Bei Fragen wenden Sie sich an Frau Mag. Andrea Jamek.

gedruckt am: 07.09.2010