Österreichischer Strompreisindex - ÖSPI©

Strompreisindex der Österreichischen Energieagentur im Juni 2016 weiterhin rückläufig

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Strompreisindex (ÖSPI) erreicht im Juni 2016 51,82 Punkte (Basisjahr 2006 = 100). Der Index für Grundlast wurde mit 53,62, jener für Spitzenlast mit 47,99 Punkten errechnet.

Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur sinkt der ÖSPI im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,5 %, während im Jahresvergleich ein Rückgang von 21 % erwartet wird.

Der Grundlastpreis sinkt gegenüber dem Vormonat um 4,5 % und im Jahresvergleich um 21,1 %. Beim Spitzenlastpreis wird im Monatsvergleich ein Nachlassen von 4,3 % und im Vergleich zu Juni 2015 ein Rückgang von 21 % erwartet.

Allgemein 

Die Österreichische Energieagentur veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI©) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen.

Die Österreichische Energieagentur berechnet monatlich, für das Folgemonat, den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI). Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Methodik

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX[1] in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 von 54,88 Euro pro Megawattstunde ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex von Mai 2003 bis Juni 2016 steht auf http://www.energyagency.at/fakten-service/energie-in-zahlen/strompreisindex/chart-strompreisindex.html zum Download bereit. Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und Spitzenlast, sind ebenfalls auf der Website der Österreichischen Energieagentur angeführt.

[1] European Energy Exchange


Rückfragehinweis
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-110
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at

Aktuelle Entwicklung des ÖSPI

Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex bis Juni 2016 [Quelle: EEX Strompreisbörse; Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.