Österreichischer Strompreisindex - ÖSPI©

Die Österreichische Energieagentur veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI©) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen.

Die Österreichische Energieagentur berechnet monatlich, für das Folgemonat, den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI). Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Strompreisindex (ÖSPI) der Österreichischen Energieagentur sinkt auf 10-Jahrestief im November

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Strompreisindex beträgt für November 2014 68,42 Index Punkte (Basisjahr 2006 = 100), was dem niedrigsten Stand seit November 2004 entspricht. Der Index für Grundlast wurde mit 70,71, jener für Spitzenlast mit 63,57 errechnet.

Laut den Berechnungen der Österreichischen Energieagentur ging der ÖSPI im November 2014 gegenüber dem Vormonat um 0,7 % zurück. Im Vergleich zum November des Vorjahres wird ein Rückgang von 10,6 % erwartet. Damit setzt sich die seit Jahresbeginn 2012 anhaltende rückläufige Entwicklung auch im November weiter fort. Die Grundlast wird gegenüber dem Vormonat um 0,6 % und im Jahresvergleich um 10,5 % absinken. Bei Spitzenlast erwartet man im Monatsvergleich ein Nachlassen von 1 %, während im Vergleich zu November 2013 ein Rückgang von 10,7 % errechnet wurde.

Weiterhin deutlich erkennbar ist die Abbremsung der monatlichen Rückgangsraten im Vergleich zum Vorjahr. Ging der ÖSPI über Jänner-November 2013 im Schnitt um 2 % zurück, sank er im gleichen Zeitraum dieses Jahres um 0,9 %. Gegenüber November 2013 ergab sich auch eine Abbremsung von über neun Prozentpunkten.

Aktuelle Entwicklung des ÖSPI

Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex bis November 2014
[Quelle: EEX Strompreisbörse; Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Berechnungsmethode ÖSPI©

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI©) wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX in Leipzig berechnet.

Grundlage des ÖSPI© sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.

Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI© zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Basis für den Strompreisindex (Basisjahr 2006 = 100).

Der ÖSPI© bildet nur die reine Energiekomponente ab, die einen Anteil von etwa 35% bis 40% am gesamten Strompreis hat. Die restlichen 60% bis 65% entfallen auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen - wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger - werden im ÖSPI© nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI© lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten.

Mit dem ÖSPI© kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Anfragen bezüglich des Österreichischen Strompreisindex richten Sie bitte an die Pressestelle der Österreichischen Energieagentur.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.