Österreichischer Strompreisindex - ÖSPI©

Die Österreichische Energieagentur veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008 auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI©) als unabhängiges Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen.

Die Österreichische Energieagentur berechnet monatlich, für das Folgemonat, den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI). Der ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Strompreisindex (ÖSPI) der Österreichischen Energieagentur sinkt weiter im September 2014

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Strompreisindex beträgt für September 69,26 (Basisjahr 2006 = 100), der niedrigste Stand seit Mai 2005. Der Index für Grundlast wurde mit 71,39, jener für Spitzenlast mit 64,75 errechnet.

Laut den Berechnungen der Österreichischen Energieagentur entwickelt sich der ÖSPI im September 2014 weiterhin rückläufig – gegenüber dem Vormonat um 1,3 %. Die seit Jahresbeginn 2012 anhaltende rückläufige Entwicklung setzt sich damit auch im September 2014 weiter fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wird ein Rückgang von 13,8 % vorliegen. Die Grundlast wird gegenüber dem Vormonat um 1,3 % und im Jahresvergleich um 14,2 % absinken. Bei Spitzenlast erwartet man im Monatsvergleich ein Nachlassen von 1,4 %, während im Vergleich zum September des Vorjahres ein Rückgang von 12,9 % errechnet wurde.

Über die ersten neun Monate ist eine Abbremsung der Änderungsraten im Vergleich zu 2013 erkennbar. Sank der ÖSPI im Zeitraum Januar-September 2013 um durchschnittlich 1,9 %, ging er in der gleichen Periode dieses Jahres um 1 % zurück.

Aktuelle Entwicklung des ÖSPI

Entwicklung des Österreichischen Strompreisindex bis September 2014
[Quelle: EEX Strompreisbörse; Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Berechnungsmethode ÖSPI©

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI©) wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX in Leipzig berechnet.

Grundlage des ÖSPI© sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises.

Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI© zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Basis für den Strompreisindex (Basisjahr 2006 = 100).

Der ÖSPI© bildet nur die reine Energiekomponente ab, die einen Anteil von etwa 35% bis 40% am gesamten Strompreis hat. Die restlichen 60% bis 65% entfallen auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen - wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger - werden im ÖSPI© nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI© lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten.

Mit dem ÖSPI© kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Anfragen bezüglich des Österreichischen Strompreisindex richten Sie bitte an die Pressestelle der Österreichischen Energieagentur.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indices beteiligten Experten haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.