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Health - Länderübergreifende Informationsdrehscheibe: Energie- und Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen

Große Krankenhäuser verbrauchen oft soviel Energie wie kleinere Städte. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 40% dieser Energiekosten schon mit teils sehr geringen Investitionskosten eingespart werden können. Außerdem entsteht durch den hohen Anteil an Einmalartikel im medizinischen Bereich sehr viel Abfall, der nur allzu oft falsch und teuer entsorgt wird.

Ziel des Projektes "Health" ist es, eine grenzüberschreitende Informationsdrehscheibe aufzubauen, um Energie- und Ressourceneffizienz in den Krankenhäuser im Grenzgebiet Österreich/Ungarn zu forcieren. Durch Erfahrungsaustausch, Benchmarking, Benchlearning, Training und Wissenstransfer der beteiligten Krankenhäuser soll dieses Ziel erreicht werden.

Im Rahmen des Projekts werden in drei österreichischen und in drei ungarischen Krankenanstalten die Bereiche Wissens- und Qualitätsmanagement, Energiemanagement und Ressourcenmanagement untersucht und spezifische Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Die Projektergebnisse werden durch eine Vielzahl an Kommunikations- und Disseminationsaktivitäten an alle Einrichtungen des Gesundheitswesens wie Geriatriezentren, Kuranstalten, Ambulanzen, etc. verbreitet.

Projektmodule

Das Projekt "Health" läuft von Oktober 2009 bis September 2012. In dieser Zeitspanne werden die folgenden Projektmodule bearbeitet:

  • Wissens- und Qualitätsmanagement: Durch Harmonisierung und Qualitätsverbesserung der Aus- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe sollen vorhandene Ressourcen gebündelt und dadurch nachhaltig und grenzüberschreitend gestärkt werden.
  • Energie: Ziel ist es, das Energieeffizienzpotenzial, dass bei gleich bleibender Qualität der Versorgung von Krankenhäuser erwartet werden kann, aufzuzeigen. Es wird der Frage nachgegangen, durch welche technischen und organisatorischen Maßnahmen eine Reduktionen an Endenergie und CO2-Emissionen erreicht werden kann und welche Amortisationszeiten für die verschiedenen erarbeiteten Maßnahmen angesetzt werden können.
  • Ressourcenmanagement: Durch die Erarbeitung von Maßnahmen und Konzepten zur Abfallvermeidung soll eine Reduzierung von gefährlichen und ungefährlichen Spitalsabfallmengen sowie des Trinkwasserverbrauchs und eine Steigerung der Altstoffmengen erreicht werden.
  • Know-how Transfer & Kommunikation: Durch qualitativ hochwertige Kommunikations- und Disseminationsaktivitäten sollen die Projektergebnisse intern (innerhalb des Krankenhauspersonal) als auch extern (innerhalb der Krankenanstalten) bestmöglich verbreitet werden.

Zu erwartende Projektergebnisse

Die Österreichische Energieagentur ist zentral in das Modul Energie eingebunden. Im Rahmen dieses Projektmoduls werden von der Österreichischen Energieagentur und der Ressourcen Management Agentur das Otto Wagner Spital, das Krankenhaus Hietzing und die Krankenanstalt Rudolfstiftung untersucht.

Im ersten Schritt wird durch Besprechungen mit technischen Referatsleitern und Technikern, durch die Sichtung verfügbarer Anlagendaten, sowie durch Energieaudits der derzeitige Energieverbrauch der verschiedenen Anlagenkomponenten (Ventilatoren, Beleuchtung, Kältemaschinen, medizinische Geräte etc.) in den drei Krankenanstalten erhoben. Hierzu werden in Abstimmung mit den technischen Direktoren und Referatsleitern spezifische Referenzobjekte der Krankenanstalten für eine detaillierte Erhebungen ausgewählt. Dadurch wird eine Datengrundlage geschaffen, durch welche es möglich wird auf die derzeitige Verteilung des Energieverbrauchs in den Spitäler zu schließen.

Im zweiten Schritt wird das Energie- und CO2-Reduktionspotenzial der drei Krankenanstalten ermittelt. Hierzu wird ein gewichteter Maßnahmenkatalog erarbeitet, durch welchen sowohl mögliche Energieeffizienzmaßnahmen, als auch damit verbundenen Energie- und CO2-Einsparungen in den betrachteten Wiener Krankenanstalten aufgezeigt werden.

Um weiteren Institutionen zukünftig die Möglichkeit zu geben, die im Projekt gewonnen Erkenntnisse bestmöglich umzusetzen, wird im Rahmen des Projektes für die Projektmodule Wissens- und Qualitätsmanagement, Energie und Ressourcenmanagement ein Handbuch erstellt. Dieses Handbuch wird die Projekthintergründe beleuchten, ausgewählte Best-Practice Beispiele aufzeigen und den Weg von der Datenerfassung bis zur Umsetzung der Ergebnisse umfassend und nachvollziehbar darstellen.

Der methodische Ansatz des Projekts "Health" basiert auf der ÖNORM EN 16001 "Energiemanagementsysteme", dessen Ziel es ist Organisationen beim Aufbau von Systemen und Prozessen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Dadurch kann gewährleistet werden, dass Krankenanstalten mit geringem Aufwand eine entsprechende Zertifizierung erlangen können, falls dies angestrebt wird. Schließlich geht es darum durch die Implementierung eines Energiemanagementsystems in Krankenanstalten eine langfristige Reduzierungen der Kosten und der Treibhausgasemissionen bei gleich bleibender Qualität der Versorgung zu ermöglichen.

Projektdaten

Auftraggeber

Europäische Union - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

MA 27 – Stadt Wien

Kontakt

Projektpartner

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gedruckt am: 21.05.2012