TABULA - Typology Approach for Building Stock Energy Assessment
Aufbau einer Gebäudetypologie zur energetischen Beurteilung des Gebäudebestandes
Eine Gebäudetypologie setzt sich zusammen aus verschiedenen Modellgebäuden, die bestimmte Gebäudekategorien in unterschiedlichen Baualtersklassen repräsentieren. Diese Modellgebäude veranschaulichen welche Energieeinsparpotenziale bestehen. Ist die Anzahl der Gebäude in den Kategorien und welcher Teil dieser Kategorie bereits energetisch saniert wurde bekannt, so ist es möglich die Gebäudetypologie als Modell zur Bestimmung des Energieeinsparpotentiales im gesamten Gebäudebestand zu nutzen.
Ziele
Das EU-Projekt TABULA sieht vor, ein auf europäischer Ebene abgestimmtes Konzept für eine solche Gebäudetypologien zu entwickeln. Die Daten zur Typologie sollen dabei von den internationalen Partnern ermittelt und in ein gemeinsames Webtool eingepflegt werden. Für einige Länder wird dieses Instrument damit erstmals zur Verfügung stehen. Länder, die bereits Typologien besitzen, wollen diese methodisch verbessern (z.B. durch regionale Erweiterungen und Erstellung einer Anlagentypologie), mit aktuellen Statistiken hinterlegen und so zu einem strategischen Werkzeug weiterentwickeln. Die Österreichische Energieagentur wird zusätzlich eine Erweiterung der Typologie auf Nicht-Wohngebäude erarbeiten.
Herangehensweise
Die folgenden Arbeitsschritte sind geplant:
- Verständigung auf eine harmonisierte Struktur für nationale Gebäudetypologien,
- Beschaffung (bzw. Aktualisierung) von typischen Daten von Gebäuden und Häufigkeiten,
- Entwicklung und Test eines einheitlichen Webtools, das als öffentliche Datenquelle für Szenario-Analysen allen ExpertInnen Europas zur Verfügung stehen wird.
Darstellung Beispielgebäude mit Energiebedarfswerten und Sanierungspotenzialen
(Quelle: IWU, Deutschland)
Nutzen
Mit der Unterstützung dieses Tools können Impulsberatungen ebenso vereinfacht werden, wie Potenzialanalysen. Zudem bietet die Typologie die Möglichkeit Endkunden den § 5 EAVG („…,so gilt zumindest eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart.“) näher zu bringen und für eventuell erforderliche Sanierungen zu sensibilisieren.
Zu Projektende findet eine internationale Konferenz in Wien statt.
Das Projekt wird im Rahmen des EU-Förderprogramms IEE (Intelligent Energy Europe) durchgeführt. Koordinator ist das IWU (Institut Wohnen und Umwelt, Deutschland).
Die weiteren Projektpartner kommen aus den Ländern Griechenland, Slowenien, Italien, Frankreich, Irland, Belgien, Polen, Bulgarien, Schweden, Tschechien und Dänemark.
Projektlaufzeit: Juni 2009 bis Mai 2012
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Projektdaten
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