Energiepartnerschaft Rumänien
Die Zusammenarbeit mit Rumänien im Rahmen der Energiepartnerschaft begann im Oktober 2004 mit den „Österreichischen Energietagen“ in Bukarest, die von der Österreichischen Energieagentur im Auftrag des Lebensministeriums organisiert und abgehalten wurden.
Zielsetzung der Energiepartnerschaft
Die Arbeit in der ersten Phase der Energiepartnerschaft, die von 2004 bis 2006 dauerte, knüpfte an frühere gemeinsame Projekte sowie an die Energietage in Bukarest an. Die Zielsetzung dieser Energiepartnerschaft besteht darin, die Nutzung erneuerbarer Energieträger und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Rumänien zu fördern und einen Wissenstransfer in diesem Bereich zu initiieren. Im Wesentlichen konnte in dieser Phase ein Überblick über die rumänische Energielandschaft geschaffen werden.
Die zweite Phase der Energiepartnerschaft mit Rumänien begann 2007 zeitgleich mit dem Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union. Rumänien erlebte in den ersten beiden Jahren seit seinem EU-Beitritt ein starkes Wirtschaftswachstum das auch mit zusätzlichem Energiebedarf verbunden ist, weshalb die Nutzung erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz in Rumänien von steigender Bedeutung sind.
Aufgrund der Größe und heterogenen Struktur Rumäniens war es erforderlich, geeignete Partner, Regionen und Unternehmen zu identifizieren, die für den angestrebten Wissenstransfer in Frage kommen. Der Schwerpunkt der Arbeit in der Phase 2 lag deswegen im Strukturaufbau. Im Zuge mehrerer Arbeitstreffen mit verschiedenen Behörden, Organisationen, potentiellen Partnern und Unternehmen wurden Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Energiepartnerschaft erörtert.
Wissenstranfer
Darüber hinaus wurden rumänische Techniker in Österreich in den Bereichen Biomasse und thermische Solaranlagen geschult und anhand von Machbarkeitsstudien wurden die Möglichkeiten für wirtschaftlich sinnvolle und energieeffiziente Anwendungen in der Wärmeversorgung identifiziert. Der Einsatz thermischer Solaranlagen, die Verwendung von Biomasse als Brennstoff und Contracting als Finanzierungsmodel wurden anhand konkreter Anwendungsfälle dokumentiert. Eine Kurzstudie bietet darüber hinaus einen kompakten ersten Überblick über den Wärmemarkt in Rumänien im Jahr 2009.
Mittlerweile haben bereits einige österreichische Firmen aus dem Energiebereich Niederlassungen in Rumänien aufgebaut und sind an weiteren Projekten interessiert.
Die Zusammenarbeit mit der rumänischen Energieagentur ARCE wird in der nächsten Phase weiter vertieft werden. Dazu wurden bereits konkrete gemeinsame Projekte identifiziert, die einen intensiven Wissenstransfer auf institutioneller Ebene ermöglichen werden.
Das eröffnet der Energiepartnerschaft mittel- und langfristig neue Möglichkeiten, eventuell auch größere Projekte zu initiieren, die eine Beispielwirkung für die Nutzung erneuerbarer Energien und effizienter Energiesysteme in Rumänien haben können.
Projektdaten
Auftraggeber | Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft |
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Projektleiter | Günter Pauritsch, Österreichische Energieagentur |
Projektteam |
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Projektpartner | Romanian Agency for Energy Conservation, ARCE |


