PAN
Die Organisation und Anzahl der Stellplätze sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum hat großen Einfluss auf die Erreichbarkeit und Lagegunst von Standorten. Eine ausgewogene Parkraumbereitstellung (z.B.: Parkplätze auf privatem Grund, kostenpflichtige Parkplätze, Garagenparkplätze, Firmenparkplätze, etc.) ist eines der wirksamsten Instrumente, den Verkehr auf Ortsstrukturen abzustimmen. Dabei geht es jedoch nicht nur um Stellplätze für Pkws, sondern auch für Fahrräder und motorisierte Zweiräder.
Laut einer Richtlinie der Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr ist es anzustreben, bei der Parkraumorganisation den öffentlichen Straßenraum von Kfz-Stellplätzen frei zu halten. Der sich aus der Nutzung des Standorts ergebende Bedarf an Stellplätzen soll demnach in Garagen befriedigt werden, die im Durchschnitt etwa gleich weit von den Quellen bzw. Zielen entfernt sind wie die nächste Haltestelle des öffentlichen Verkehrs.
Die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Parkraumorganisation und der Anzahl der Stellplätze sowie dem Mobilitätsverhalten und der Erreichung verkehrs-, umwelt- und siedlungspolitischer Ziele erfolgt in drei Phasen.
1. Phase: Den Ausgangspunkt bildet die Analyse der Stellplatzverpflichtungen in den Landesgesetzen der österreichischen Bundesländer sowie weiterer relevanter Richtlinien.
2. Phase: Im Rahmen einer Literatur- und Internetrecherche wird der Zusammenhang zwischen dem Stellplatzangebot und dem Mobilitätsverhalten bzw. der Verkehrsmittelwahl untersucht. Dabei werden Standorte und Untersuchungsgebiete mit sehr niedrigem Stellplatzangebot („autofreie Siedlungen“ etc.) mit Standorten mit sehr hohem Stellplatzangebot (z.B. Einkaufszentren an der Peripherie) verglichen.
3. Phase: Darauf aufbauend wird untersucht, welchen Beitrag eine effiziente Parkraumorganisation zur Erreichung verkehrs-, umwelt- und siedlungspolitischer Ziele leisten kann.
Im Rahmen des Projekts wird ein Kompendium der gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien zu Anzahl und Organisation der Stellplätze im motorisierten Individualverkehr und im Radverkehr in Österreich und für ausgewählte internationale Beispiele erstellt. Des weiteren werden - an offiziellen verkehrs-, umwelt- und siedlungspolitischen Zielsetzungen orientierte - Vorschläge für eine Reform der österreichischen Stellplatzverordnungen und eine effiziente Parkraumorganisation ausgearbeitet.
Projektlaufzeit: Februar - April 2011
Projektdaten
Auftraggeber | |
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Projektleiter | Paul Pfaffenbichler, Österreichische Energieagentur |
Projektteam | Robin Krutak, Österreichische Energieagentur |
Projektpartner |


