PRĂ–LL: "Ă–sterreichische Energietage in Slowenien" unterstĂĽtzen Exportinitiative fĂĽr Umwelttechnologie
Celje/Wien, 17. Mai 2006 – Österreich hat in Europa eine Spitzenposition bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien und kann daher auch entsprechende Anlagen mit hoch entwickelter Umwelttechnologie anbieten. Ziel der Exportinitiative Umwelttechnologie ist es, österreichische Unternehmen bei ihren Exportanstrengungen zu unterstützen. Darüber zeigt Österreich, dass eine nachhaltige Energiezukunft nicht nur ein Schlagwort ist, sondern auch praktikable Lösungen bereit stehen. Dies erklärte Umweltminister Josef Pröll anlässlich der "Österreichischen Energietage in Slowenien" am 17. und 18. Mai in Celje.****
Heute und morgen treffen im slowenischen Celje Vertreter von 28 österreichischen Unternehmen, Netzwerken und Finanzierungsinstitutionen mit 130 slowenischen Interessenten – mehrheitlich Firmenvertretern und Vertretern der regionalen und lokalen Verwaltung – zusammen. Ziel der "Österreichischen Energietage in Slowenien" ist es, im Bereich Erneuerbare Energie und Energieeffizienz die Zusammenarbeit österreichischer Firmen mit slowenischen Firmen, Gemeinden, und Projektwerbern zu fördern und Impulse für die Realisierung gemeinsamer Projekte zu setzen. Den Rahmen der Veranstaltung bildet die alle zwei Jahre stattfindende Messe ENERGETIKA.
Slowenien deckt derzeit 11,7 % seines Primärenergiebedarfs aus erneuerbaren Energieträgern. Der im Jahr 2004 verabschiedete Nationale Energieplan sieht vor, diesen Anteil bis zum Jahr 2010 auf 12 % zu heben. Im Bereich Elektrizität hat sich das Land im Rahmen der entsprechenden EU-Richtlinie verpflichtet, bis zum Jahr 2010 33,6 % des Elektrizitätsbedarfs aus Erneuerbaren Energiequellen zu decken. Im Jahr 2004 betrug dieser Anteil knapp 30 %: Kohle und Nuklearenergie machen derzeit jeweils rund 35 % der Stromproduktion aus, Wasserkraft rund 28 %. Neben kleinen Anteilen von Öl und Gas trägt Biomasse mit knapp einem Prozent bei.
Slowenien verfügt – ähnlich wie Österreich – neben der Wasserkraft insbesondere auch über große Potenziale bei Holzbiomasse. Diese Potenziale für den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energiequellen müssen verstärkt genutzt werden, um die genannten Ziele zu erreichen und die Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu erfüllen.
Angesichts stark steigender Energiepreise treten Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Nutzung alternativer Energiequellen immer mehr in den Vordergrund. Durch langjährige österreichische Bestrebungen nach einer sauberen Energieerzeugung hat sich eine Spezialisierung auf erneuerbare Energien, wie dem Einsatz von Biomasse, Windenergie und Solartechnik, entwickelt. Die Energietage in Celje bilden eine ideale Plattform, um österreichisches Know-how in diesen Bereichen vorzustellen und gemeinsame Projekte bei der Bewältigung der zusehends schwieriger werdenden Energiesituation zu planen.
Von Rahmenbedingungen bis zu konkreten Projektvorhaben
Die "Energietage in Slowenien" bieten ein zweitägiges Seminar und die Möglichkeit zu bilateralen Gesprächen. Nach einer Einführung über die Rahmenbedingungen für Projekte in Slowenien gilt der Hauptteil des Seminars den Präsentationen der Unternehmen und der Vorstellung von Projektvorhaben. Parallel dazu steht den Teilnehmern ein Raum für Gespräche zur Verfügung, um mögliche Kooperationspartner kennen zu lernen und künftige gemeinsame Projekte zu besprechen. Dazu Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die die Energietage von österreichischer Seite organisiert: "Dieses Veranstaltungskonzept hat sich bereits mehrfach als äußerst erfolgreich erwiesen, um österreichischen Firmen den Markteintritt zu erleichtern sowie potenzielle Partner beider Länder in einem fachlich fokussierten Rahmen zusammen zu bringen."
Biomasse und Biogas bilden die inhaltlichen Schwerpunkte des Seminars. Weitere Themenblöcke sind der Kraft-Wärme-Kopplung gewidmet, sowie der Solarenergie, wobei hier sowohl thermische Solarenergie als auch Photovoltaik vertreten sind. Ein Block über energieeffiziente Gebäude – Gebäudedämmung und Sanierung ebenso wie Passiv- und Niedrigenergiehaus – ergänzt das Programm. Zur Frage der Finanzierung stellt von österreichischer Seite Raiffeisen Leasing innovative Finanzierungsformen im Bereich Ökoenergie und energieeffiziente Sanierung vor, während von slowenischer Seite die Finanzierungsmöglichkeiten durch den slowenischen Umweltfonds erläutert werden.
Breites Teilnehmerspektrum: Von GE Jenbacher ĂĽber Austrotherm bis hin zum Netzwerk Ă–ko-Energie Steiermark
Das Spektrum der teilnehmenden österreichischen Firmen, die in einer eigens produzieren Broschüre präsentiert werden, reicht von Anlagenherstellern – von Biomassekesseln, Gasmotoren, Wärmetauscher, Biogasanlagen und Solaranlagen – über Dämmstoffhersteller bis hin zu Anbietern von Wärmedienstleistungen und Planern. Ebenso breit gestreut sind die Unternehmen und Projektwerber aus Slowenien.
Zusätzlich wurde der Ansatz von Netzwerken, Clustern und Technologieplattformen berücksichtigt. Unter anderem nutzen das Netzwerk Öko-Energie Steiermark und die slowenischen Technologie-Plattformen für Photovoltaik und für Bau die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches.
Veranstalter und Auftraggeber
Die "Österreichischen Energietage in Slowenien" werden von der Österreichischen Energieagentur im Auftrag des Österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft durchgeführt. Realisiert wird die Veranstaltung mit kompetenten Partnern vor Ort – namentlich dem Energy Efficiency Centre am Institut "Jožef Stefan" sowie der österreichische Außenhandelsstelle in Ljubljana.
Kontakt und weitere Information:
Veranstalter im Auftrag des Ă–sterreichischen Bundesministeriums fĂĽr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft:
RĂĽckfragehinweis
Ă–sterreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Pressestelle
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-194
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