Klimageräte - Echte Abhilfe gegen Sommerhitze oder schafft Kühlung nur noch mehr Wärme?
Wien, 14. Juni 2007 - Dass hoher Energieverbrauch direkte Auswirkungen auf den Klimawandel hat, ist unbestritten. Besondere Ironie dabei: Wer mit viel Stromverbrauch kühlt, leistet erst recht einen Beitrag zur Erwärmung des Klimas.
Was also tun, wenn es wirklich heiß wird?
Die Österreichische Energieagentur nennt einfache, aber effektive Maßnahmen, die Abhilfe schaffen:
- Eine erste Empfehlung: Einfach Außenrollos anbringen. Vorhänge bzw. Innenjalousien sind schlecht geeignet, um das Aufheizen der Wohn- bzw. Arbeitsräume zu vermeiden. Sobald die Sonnenstrahlung einmal ungefiltert durch das Fenster eingestrahlt ist, ist die Wärme im Raum.
- Auch jeder zusätzliche Schattenspender in den sonnigen Bereichen – wie Bäume, Pergolas, vorgezogene Dachkanten – leistet wichtige Dienste.
- Zusätzlich zur Sonnenbestrahlung von außen heizen auch manche Geräte den Innenraum auf. Die Wärme, die Glühlampen an den Raum abgeben, kann durch den Einsatz von Energiesparlampen wesentlich reduziert werden. Beim Betrieb von Fernseher und PC wird ebenfalls zusätzliche Wärme frei, die erst recht wieder gekühlt werden muss.
- Wer in der kühlen Nacht gut durchlüftet, kann tagsüber die Fenster geschlossen halten und lässt die Hitze außen vor.
- Ventilatoren können die Lufttemperatur zwar nicht reduzieren, erzeugen durch den Luftstrom aber zumindest eine subjektive Erleichterung. Sie sind in der Anschaffung erheblich günstiger als Raumklimageräte, benötigen auch deutlich weniger Strom und können daher durchaus eine interessante Alternative darstellen.
Worauf ist bei der Wahl eines Klimageräts zu achten?
Dennoch muss niemand unnötig schwitzen. Wer trotz dieser Maßnahmen eine Raumkühlung durch Klimageräte als notwendig erachtet, findet dank der breiten Auswahl an Produkten unterschiedlicher Systeme bestimmt ein passendes. Doch Klimagerät ist nicht gleich Klimagerät. Deshalb gilt es, bei der Auswahl des Geräts auf die Energieeffizienz zu achten. Schließlich zeigt die Erfahrung, dass Klimageräte durchschnittlich 10 bis 12 Jahre in Verwendung sind und da lohnt es sich schon, den Stromverbrauch zu berücksichtigen. Ein unbedachter Kauf hat dementsprechend langfristige Konsequenzen. Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, empfiehlt sich daher vor dem Kauf ein Blick ins Internet: Auf topprodukte.at finden Kaufinteressierte die effizientesten, am österreichischen Markt erhältlichen Klimageräte.
Welches System ist "cool"?
Einschlauch-Geräte. Vielfach angeboten werden im Handel mobile Klimageräte, die mit einem Schlauch für die Warmluft-Abgabe nach draußen ausgestattet sind. Es liegt auf der Hand, dass diese Lösung nicht empfehlenswert sein kann: Um die Wärme mittels Abluft-Schlauch nach draußen zu führen, muss ein Fenster geöffnet werden. Das Gerät saugt warme Innenraum-Luft an, um einerseits abgekühlte wieder abzugeben und andererseits die warme mittels Abluft-Schlauch nach draußen zu blasen. Der so erzeugte leichte Unterdruck im Raum bewirkt eine Luftströmung von warmer Außenluft nach innen. Konsequenz: Rund ein Drittel der in den technischen Daten angegebenen Kühlleistung geht verloren, der Raum kann auf diese Weise nicht effektiv gekühlt werden.
Zweischlauch-Geräte. Besser funktionieren sogenannte Zweischlauchsysteme, wobei in einem Schlauch Außenluft angesaugt und im zweiten die Wärme nach außen transportiert wird. Um ein deutlich besseres Ergebnis als bei Einschlauch-Geräten zu erzielen, ist aber ein fixer Durchlass für beide Schläuche in der Außenwand Voraussetzung.
Bei der Anschaffung von Ein- oder Zweischlauch-Geräten empfiehlt es sich auch, die Geräuschentwicklung zu bedenken und das Gerät vor dem Kauf zu testen.
Split-Geräte. Eine deutlich bessere Lösung – hinsichtlich Energieeffizienz und Geräuschentwicklung – sind sogenannte Split-Geräte. Sie verfügen über ein Außengerät, das den (lauten) Verdichter enthält, und ein Innengerät mit Verdampfereinheit und Ventilator. Beide Teile sind mit der Kühlmittel-Leitung verbunden. Mobile Splitgeräte haben eine flexible Kühlmittel-Leitung, die auch durch einen Fenster-Spalt geführt werden kann. Besser ist natürlich eine luftdichte Durchführung durch die Außenmauer, die mobile Verwendung ist dann aber wieder stark eingeschränkt. Bei Wohnungen könnte es allerdings in Anbetracht der durch die sichtbaren Außengeräte beeinträchtigten Fassadengestaltung zu Einwänden seitens der Hausverwaltung kommen. Eine vorher eingeholte Einverständniserklärung schützt vor heissen Diskussionen.
Energieeffizienz-Label unterstützt bei Kaufentscheidung
Für Klimageräte, die im Haushaltsbereich bzw. häufig auch im Dienstleistungssektor Verwendung finden (Kühlleistung bis zu 12 kW) ist das Energieeffizienz-Label der EU verpflichtend vorgesehen. Das Label bietet u. a. Informationen zur Effizienz des Gerätes (Klasse A: sehr sparsam, Klasse G: nicht sparsam), die Kühlleistung, den durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch (für 500 Betriebsstunden) und Angaben zur Geräuschemission.
Händler sind verpflichtet, Raumklimageräte mit diesem Label zu versehen. Auch bei der Produkt-Darstellung im Internet müssen die zentralen Daten wie Energieeffizienzklasse angegeben werden. Auch wenn sich manche (noch) nicht daran halten, hat der Konsument ein Recht auf diese Informationen und sollte auf jeden Fall nachfragen.
Webtipp
Auch www.geizhals.at als Kooperationspartner von topprodukte.at unterstützt Konsumenten bei der Suche nach den energieeffizientesten Raumklimageräten. Durch eine entsprechende Kennzeichnung in den Produktlisten von www.geizhals.at können Endverbraucher die auf topprodukte.at gelisteten energieeffizientesten Geräte auf einen Blick erkennen und sich so schnell und einfach für ein Topprodukt entscheiden.
Die Informationsplattform für energieeffiziente Geräte topprodukte.at listet die effizientesten Raumklimageräte, die für den Wohn- bzw. Bürobereich geeignet sind. Außerdem listet topprodukte.at derzeit mehr als 2.200 energieeffiziente Produkte aus den Bereichen Beleuchtung, Büro, Haushalt, Heizung/Warmwasser, Mobilität, Kommunikation und Unterhaltung. topprodukte.at ist ein Service im Rahmen von klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums, und wird von der Österreichischen Energieagentur gemanagt.
Weitere Informationen: www.topprodukte.at
Rückfragehinweis
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Pressestelle
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-194
E-Mail: pr(at)energyagency.at



