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Umweltminister Pröll kürt die energieeffizientesten Gemeinden

European Energy Award an 12 österreichische Effizienz-Vorbildgemeinden verliehen

Wien, am 21. Juni 2007 - Gestern Abend fand im Kavalierhaus Klessheim, Salzburg, die feierliche Auszeichnung der energieeffizientesten Gemeinden Österreichs mit dem European Energy Award statt. Drei Salzburger und sieben Vorarlberger Gemeinden wurden für ihre vorbildlichen und zukunftsorientierten Leistungen hinsichtlich der Energieeffizienz auf kommunaler Ebene mit dem European Energy Award silber belohnt. Die beiden Vorarlberger Gemeinden Mäder und Zwischenwasser erhielten die höchste Auszeichnung, den European Energy Award gold, von Umweltminister Josef Pröll und dem Vizepräsidenten des European Energy Award, Dr. Adolf Gross.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des European Energy Award gold an die beiden Vorarlberger Gemeinden Mäder und Zwischenwasser. Mäder verfügt über ein ehrgeiziges Energiekonzept, in dessen Rahmen bereits engagierte Pilotprojekte wie die Ökohauptschule und eine 100 % energieeffiziente Straßenbeleuchtung umgesetzt wurden. Zwischenwasser setzt auf ein flächendeckendes Tempo-30-Geschwindigkeitslimit und die Einbindung der Bürger in die Effizienzmaßnahmen. Beide Gemeinden haben hoch motivierte e5-Teams, die die Umsetzung energierelevanter Aktivitäten voran treiben und andere Gemeinden, sowohl regional als auch international, hinsichtlich einer nachhaltigen Energiepolitik unterstützen.

Die Vorarlberger Gemeinden Bürs, Nüziders, Altach, Dornbirn, Ludesch, Feldkirch und Wolfurt erhielten für ihre Beiträge zu einer zukunftsorientierten und klimaverträglichen Energienutzung in ihren Gemeinden den European Energy Award silber. Die Salzburger Preisträger Elixhausen, Grödig und Neumarkt am Wallersee wurden für ihre nachhaltigen Maßnahmen im Bereich der kommunalen Energieeffizienz ebenfalls mit dem European Energy Award silber ausgezeichnet. Auch Landesrat Ing. Erich Schwärzler, Vorarlberg, und Landesrat Sepp Eisl, Salzburg, freuten sich über die Auszeichnung ihrer Gemeinden und gratulierten den Gemeindevertretern.

In seinem der Auszeichnung folgenden Vortrag betonte Umweltminister Josef Pröll, dass beim Klimaschutz alle an einem Strang ziehen müssen. Weiters bemerkte er, dass die Forcierung Erneuerbarer Energieträger, Energiesparen und die Verbesserung von Energieeffizienz in Zukunft immer wichtiger wird. "Die Länder und Gemeinden haben hier eine hohe Vorbildwirkung und können bei der Energieeffizienz, beim Beschaffungswesen oder beim Mobilitätsmanagement einen wesentlichen Beitrag leisten", so Pröll. "Wenn wir den Klimaschutz als Chance begreifen, kann Österreich insgesamt profitieren. Von mehr Arbeitsplätzen in der Bauwirtschaft, im regionalen Handwerk und in Umwelttechnik-Unternehmen, von mehr Lebensqualität durch weniger Verkehrslärm und durch saubere Luft in Städten und Gemeinden und eine intakte Umwelt", betonte der Umweltminister abschließend.

Als Vizepräsident des European Energy Award und Obmann von e5 Österreich sieht Dr. Adolf Gross im European Energy Award eine ganz besondere Auszeichnung: "Gemeinden, die mit dem European Energy Award ausgezeichnet werden, nehmen Klimaschutz ernst und sind ein Vorbild, wie man Energiepolitik konkret und erfolgreich umsetzt. Der European Energy Award unterstützt sie mit seinen Partnern dabei."

In seinem Gastvortrag hob Dr. Ralf Schüle vom Wuppertal Insitut hervor, dass kommunaler Klimaschutz nicht nur unter dem Gesichtspunkt der erzielten Emissionsreduktion zu bewerten ist. Es müssen auch weitere Aktivitäten wie die Qualitätssicherung von Klimaschutzmaßnahmen und die Kommunikation bzw. Vernetzung mit Marktakteuren in Betracht gezogen werden. Ebenso wichtig sind die Integration bestehender Maßnahmenpakete und Angebote z.B. für Endverbraucher. Er unterstrich, dass der European Energy Award ein wirkungsvolles Instrument ist, um Klimaschutz vor Ort als sozialen Prozess zu organisieren, der durch Transparenz, Integration, Qualitätssicherung und konzeptionelle Einbettung charakterisiert ist.

Der European Energy Award und e5, das Programm für energieeffiziente Gemeinden

Der European Energy Award wird an Gemeinden verliehen, die den effizienten Umgang mit der wertvollen Ressource Energie und die Nutzung erneuerbarer Energieträger in den Vordergrund stellen. Das Programm wurde ins Leben gerufen, um einen einheitlichen, objektiven Standard des Bewertungssystems zu gewährleisten und ein europaweit anerkanntes Markenzeichen zu schaffen. e5, das Programm für energieeffiziente Gemeinden in Österreich, funktioniert nach dem gleichen Prinzip und fungiert als Trägerprogramm des European Energy Award in Österreich. Beiden Programmen dient ein umfangreicher Maßnahmenkatalog als Grundlage für die Evaluierung energierelevanter Aktivitäten durch unabhängige Experten, der sich die teilnehmenden Gemeinden in regelmäßigen Abständen unterziehen müssen. Dem Umsetzungsgrad entsprechend werden die Gemeinden mit bis zu fünf "e" oder auf europäischer Ebene mit dem European Energy Award silber (entspricht drei "e") oder gold (entspricht fünf "e") ausgezeichnet. Der European Energy Award unterstützt mehr als 400 europäische Gemeinden erfolgreich, einen aktiven und kontinuierlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Am e5 Programm nehmen bereits 55 österreichische Gemeinden aus den Bundesländern Kärnten, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg teil.

e5 ist ein Programm im Rahmen von klima:aktiv, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Als Geschäftsstelle von e5 koordiniert die Österreichische Energieagentur die österreichweiten Aktivitäten. Zentrale Ziele sind die Verbreitung des Programms in weitere Bundesländer, die Erhöhung der Anzahl der Gemeinden österreichweit, die Qualitätssicherung der Programminhalte und die Koordinierung mit der europäischen Ebene.

Weitere Informationen:
www.e5-gemeinden.at
www.european-energy-award.org

Rückfragehinweis
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Pressestelle
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-194
E-Mail: pr(at)energyagency.at

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gedruckt am: 21.05.2012