>HTTP/1.1 200 OKDate: Fri, 10 Jul 2020 16:52:40 GMT Server: Apache X-Powered-By: PHP/5.6.25 Content-Language: de Cache-Control: private, no-store Content-Length: 23915 Keep-Alive: timeout=5, max=99 Connection: Keep-Alive Content-Type: text/html; charset=utf-8 Energie-Handbuch  - Österreichische Energieagentur

Energie-Handbuch

Die Österreichische Energieagentur arbeitet gemeinsam mit ihren Auftraggeberinnen und Auftraggebern daran, Antworten für die klimaneutrale Zukunft zu entwickeln: Ziel ist es, das Leben und Wirtschaften so auszurichten, dass kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Neue Technologien, Effizienz sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind und Wald stehen im Mittelpunkt der Lösungen. Dadurch wird für uns und unsere Kinder das Leben in einer intakten Umwelt gesichert, die ökologische Vielfalt erhalten und die Unabhängigkeit von Kohle, Öl, Erdgas oder Atomkraft gewährleistet. Das ist die missionzero der Österreichischen Energieagentur.

Diese Antworten für die klimaneutrale Zukunft sollen in einer Sprache formuliert sein, die verständlich ist, Handlungen auslöst und Verhalten ändert.

Gerade in der Energiebranche gibt es etablierte und vermeintlich positive Begriffe, die aber völlig falsche Assoziationen, Gedankenbilder und letztlich Handlungen auslösen. Das liegt daran, dass die Bedeutung von Wörtern und Begriffen von ihren Deutungsrahmen (Frames) abhängt. Die Menschen verstehen also – in vielen Fällen auch unbewusst – einen Begriff abhängig davon, wie er mit Themen, Ereignissen und auch Gefühlen verknüpft ist. Dieses Phänomen wird als Framing bezeichnet.

„Erderhitzung“ statt „Erderwärmung“

Ein ganz konkretes Beispiel für Framing aus der Energiebranche ist „Erderwärmung“. Wärme ist ein positiv besetzter Begriff. Wir empfinden warmen Sonnenschein als angenehmer als kalten Wind. Aber auch im übertragenen Sinn greift das Konzept: Wir erwärmen uns für eine gute Idee, wir freunden uns mit warmherzigen Menschen an oder unser Herz erwärmt sich, wenn wir kleine Kinder sehen. „Globale Erwärmung“ ist also denkbar ungeeignet, wenn man auf Gefahren und dringende Handlungsnotwendigkeiten ausgelöst durch einen weltweiten Temperaturanstieg hinweist. Ein treffenderer Begriff ist daher „Erderhitzung“. Ebenso ist es besser, statt von „Dekarbonisierung“ eher vom „Ende der Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas“ zu sprechen; „Klimakatastrophe“ löst andere Gefühle aus – etwa das der Dringlichkeit – als „Klimawandel“.

Aus diesem Grund haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Energieagentur in zahlreichen Workshops gemeinsam mit Sprache und Begrifflichkeiten auseinandergesetzt und neue Wordings entwickelt. Das Ergebnis ist das Energie-Handbuch.

Feedback willkommen: Gemeinsam Begrifflichkeiten weiterentwickeln

Das Energie-Handbuch ist nicht nur ein internes Tool der Österreichischen Energieagentur, sondern es steht öffentlich zum Download bereit. Wenn auch nicht alle Aspekte übernommen werden können, so soll das Energie-Handbuch auch für andere Unternehmen und Organisationen, die daran arbeiten, die Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas zu beenden, eine Hilfestellung sein.

Um so rasch wie möglich eine klimaneutrale Zukunft zu erreichen, gilt es zusammenarbeiten – und auch die Sprache spielt dabei eine Rolle.

In diesem Sinne freuen wir uns über Ihr Feedback und Ihre Anregungen (framing@energyagency.at) und möchten damit in Zukunft auch gerne eine überarbeitete, zweite Auflage des Energie-Handbuches veröffentlichen.

Energie-Handbuch | PDF


Podcast Petajoule

Framing: Wie kommunizieren wir Energiezukunft?

 

Hier finden Sie den Pressetext zum Energie-Handbuch.

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