Auf dem Weg zur Serienreife

10 Jahre österreichische Beteiligung am IEA-Programm Advanced Fuel Cells

Wien, 26.2.2014 – Brennstoffzellen (BZ) sind eine Energieumwandlungstechnik, die neben den ökologischen Vorteilen einen höheren Wirkungsgrad als herkömmliche Technologien aufweist; zudem arbeiten sie nahezu geräuschlos und sind durch den modularen Aufbau leicht skalierbar. Die Einsatzbereiche umfassen portable Anwendungen zur Stromversorgung von elektronischen Kleinverbrauchern wie Laptops oder Smartphones, mobile Anwendungen als Fahrzeugantrieb im Transportsektor und stationäre Anwendungen wie die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) oder die dezentrale Stromerzeugung.

Vielversprechende Pilotprojekte zur energetischen Gebäudeversorgung durch Brennstoffzellen laufen derzeit in Japan und Deutschland; in Hwasung City, Südkorea, liefert seit Herbst 2013 der weltgrößte Brennstoffzellen-Park (knapp 59 MW) Strom und Fernwärme in die Netze. Für den Marktdurchbruch der Brennstoffzelle als Baustein zukunftsfähiger Energiesysteme bedarf es aber einer ausreichenden Versorgung mit nachhaltig gewonnenem Wasserstoff (als „Brennstoff“) und geringerer Gestehungskosten. Nationale wie internationale Forschung, Institutionen, Hersteller und Energieversorger treiben die Entwicklung voran.

Auf internationaler Ebene stellt das Implementing Agreement on Advanced Fuel Cells der Internationalen Energieagentur das zentrale Netzwerk für die weitere Brennstoffzellenentwicklung dar. Österreich trat diesem Programm 2004 bei und wird dort durch die Österreichische Energieagentur und das Labor für Brennstoffzellen am Institut für Chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik der TU Graz vertreten. Konkret arbeitet Österreich an den Tasks 22 (Polymerelektolyt-BZ), 25 (Stationäre Anwendung von BZ) und 27 (BZ für portable Anwendungen) mit. Neben 10 weiteren europäischen Ländern nehmen heute auch Australien, Japan, Kanada, Korea, Mexiko und die USA am IA AFC teil. „Durch die Integration österreichischer Spitzenforschung in internationale Forschung und Technologieentwicklung werden Zukunftstechnologien vorangetrieben. Der Transfer von internationalem Know-how nach und in Österreich bietet hervorragende Chancen für die heimische Wissenschaft und Wirtschaft“, betont DI Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Österreichische Top-Unternehmen wie AVL, Fronius, Magna Steyr, Plansee, Vaillant Austria, aber auch das steirische Jungunternehmen proionic genießen im Brennstoffzellensegment Weltruf.

Forscher, Hersteller und EVUs geben sich optimistisch und erwarten den baldigen Durchbruch der Brennstoffzelle. Im Rahmen des IEA Implementing Agreement on Advanced Fuel Cells haben die Österreichische Energieagentur und die TU Graz am 27. Februar 2014 zum Workshop „Brennstoffzellen: Markteinführung, Markthemmnisse und F&E Schwerpunkte“ nach Graz eingeladen. Eine Expertenrunde aus Wissenschaft und Wirtschaft informierte und diskutierte über Stand und Perspektiven.

Ansprechpartner zum Implementing Agreement Advanced Fuel Cells in der Österreichischen Energieagentur:
Manuel Mitterndorfer, MSc
E-Mail: manuel.mitterndorfer@energyagency.at
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-157

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