Energiepreise für Haushalte im November kaum verändert

• Geringes Plus bei Heizenergieträgern von 0,5%
• Leichter Rückgang bei Superbenzin von 1,1%
• Energie weiterhin billiger als im Vorjahr

Wien, 5. Jänner 2021 – Im November sank der Energiepreisindex (EPI) für Haushalte um 0,1 %. Die Energiepreise wirkten damit leicht dämpfend auf die allgemeine Teuerungsrate (VPI), die ein Plus von 0,2 % aufwies. Im Jahresvergleich lag der EPI weiterhin um mehr als 8 % unter dem Vorjahreswert. Hauptursachen dafür sind die zu Jahresanfang stark gesunkenen Preise für Erdölfolgeprodukte wie Treibstoffe und Heizöl. Beim Verbraucherpreisindex kam es hingegen zu einem leichten Anstieg von 1,3 %. Dieser Wert läge bei 2 %, würde man die Entwicklung der Energiepreise nicht einbeziehen. „Das illustriert die Bedeutung der Entwicklung der Energiepreise für das allgemeine Preisniveau und damit für das Haushaltsbudget der Österreicherinnen und Österreicher“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Während Energie also günstiger wurde, lassen sich in anderen Bereichen jedoch Preissteigerungen beobachten. Wesentlichen Einfluss auf die Inflationsrate haben etwa die Mieten, die laut Statistik Austria im Vergleich zum Vorjahr um immerhin 5,6 % gestiegen sind. Aber auch Nahrungsmittel verteuerten sich insgesamt um 2,7 %. Und neue Kraftwagen waren im November um 4,8 % teurer als vor einem Jahr.

Kleiner Preisanstieg bei Heizöl, Preise für Superbenzin geben nach

Die Preise für Heizöl haben sich im November nach dem deutlichen Rückgang im Oktober stabilisiert. Im Monatsvergleich steht ein Plus von 0,5 %. Im Jahresvergleich blieben die Preise für Heizöl aber um ganze 31 % billiger und damit ungewöhnlich günstig.
Für Diesel waren im Monatsvergleich zwar keine Änderung zu beobachten. Im Jahresvergleich lagen die Preise aber mit einem Minus von 16,8 % deutlich unter dem Niveau von November 2019. Die Preise für Superbenzin befanden sich im November um 1,1% unter dem Wert von Oktober 2020. Im Jahresvergleich November 2020 - November 2019 lagen die Preise um 15,2 % niedriger.  

Preise für Holzpellets und Brennholz steigen gering

Die Preise für biogene Energieträger wie Brennholz oder Holzpellets stiegen leicht, blieben aber unter dem Vorjahresniveau. Die Brennholzpreise stiegen im Monatsvergleich um 0,5 %. Gegenüber November 2019 zeigte sich ein Minus von 1,3 %. Holzpellets wurden im Monatsvergleich ebenfalls um 0,5 % teurer. Im Jahresvergleich waren sie jedoch um 0,9 % günstiger.

Gas-, Strom- und Fernwärmepreise bleiben gegenüber Oktober 2020 stabil

Die Haushaltspreise für Strom, Fernwärme und Gas sind im Monatsvergleich gleich geblieben. Die Fernwärmepreise sanken im Jahresvergleich um 1,6 %. Auch die Gaspreise lagen um 2,1 % niedriger als im Vorjahr. Die Preise für Strom hingegen sind um 5,0 % gestiegen. Diese Preissteigerung im Jahresvergleich ist neben höheren Energiekosten zu einem Teil auf gestiegene Netzentgelte zurückzuführen (Details zur Zusammensetzung des Strompreises bietet diese Grafik.)


Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die klimaneutrale Zukunft: Ziel ist es, unser Leben und Wirtschaften so auszurichten, dass kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Neue Technologien, Effizienz sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind und Wald stehen im Mittelpunkt der Lösungen. Dadurch wird für uns und unsere Kinder das Leben in einer intakten Umwelt gesichert und die ökologische Vielfalt erhalten, ohne dabei von Kohle, Öl, Erdgas oder Atomkraft abhängig zu sein. Das ist die missionzero der Österreichischen Energieagentur.

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Rückfragehinweis
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
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