Energiepreisindex Dezember 2019: Preise für Haushaltsenergie bleiben gleich

• Im Monatsvergleich keine Preisänderung bei Strom, Gas oder Fernwärme, leichtes Minus bei Treibstoffen
• Brennholz- und Pellets-Preise im Monats- und Jahresvergleich leicht gestiegen, aber preisstabilste und nachhaltige Form des Heizens

Video Energiepreisindex Dezember 2019



Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.




Wien, 10. Februar 2020
– Der Energiepreisindex (EPI) blieb gegenüber dem Vormonat November unverändert, das allgemeine Preisniveau (VPI) stieg um 0,7 %. Damit wirkten die Kosten für Haushaltsenergie dämpfend auf die allgemeine Teuerungsrate. Im Jahresvergleich legte die allgemeine Teuerungsrate um 1,7 % zu, während der EPI auf ein leichtes Minus von 0,1 % kam. Treibstoffe, Heizöl und Erdgas waren im Dezember 2019 etwas günstiger als im Jahr zuvor. Die Preise von Strom, Fernwärme und erneuerbaren Brennstoffen stiegen dagegen im Jahresvergleich an.
„Im Dezember waren generell nur geringe Preisbewegungen zu beobachten. Es gab eine leichte Entspannung bei den Treibstoffen, während die Preise für Brennholz oder Pellets leicht gestiegen sind. Dennoch zeigt sich klar, dass diese nachwachsenden Brennstoffe langfristig eine sehr preisstabile Form des Heizens darstellen“, stellt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, fest. Das Aus für alle Heizölkessel bis spätestens 2035, wie es im türkis-grünen Regierungsabkommen festgehalten ist, sei daher nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll (Grafik „CO2-Emmissionen der unterschiedlichen Heizsysteme“). Denn bei Heizöl schwanke der Preis massiv (siehe Grafik unten) und die heimischen Hausbesitzer seien daher beim Heizen mit diesem Brennstoff besonders abhängig von internationalen Märkten, Krisen oder Spekulationen. Darüber hinaus sei auch die thermische Qualität eines Gebäudes bedeutend, die sich sowohl auf die CO2-Emissionen als auch auf Heizkosten auswirkt: In beiden Fällen sinken diese bei einem thermisch sanierten Gebäude im Schnitt um über 50 Prozent (Grafik „Energiekostenvergleich thermisch saniertes versus unsaniertes Gebäude“).

Preise für Treibstoffe gaben im Dezember nach

Die Treibstoffpreise sanken im Dezember 2019 gegenüber dem Vormonat leicht, bei Superbenzin waren es 0,1 %  und Diesel 0,2 %. Im Jahresvergleich lag der Preis für Diesel um 3,4 % niedriger als im Dezember 2018. Der Preis für Superbenzin ist im selben Zeitraum um lediglich 0,4 % gefallen. Der Heizölpreis stieg im Monatsvergleich um 0,5 %, während er im Zeitraum Dezember 2018 – Dezember 2019 um 0,9 % fiel.

Nachwachsende Brennstoffe etwas teurer als vor einem Monat

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich mit 0,3 % leicht an. Gegenüber Dezember 2018 zeigte sich ein Plus von 3,7 %. Der Preis für Holzpellets ist im Monats- sowie im Jahresvergleich um 0,7 % gestiegen.

Fernwärmepreis im Monatsvergleich stabil

Im Monatsvergleich blieb der Preis für Fernwärme unverändert. Im Jahresvergleich legte er um 1,7 % zu.

Keine Preisänderung bei Strom und Gas im Dezember

Gas und Strom blieben im Monatsvergleich jeweils unverändert. Im Jahresvergleich fiel der Gaspreis um 1,0 %, der Strompreis zeigte ein Plus von 1,7 % (ein Schwerpunkt zum Thema Strom findet sich in diesem Energiepreisindex).

Weitere Informationen

Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur

https://www.energyagency.at/fakten-service/heizkosten.html

Grafik CO2-Emmissionen der unterschiedlichen Heizsysteme

Grafik Energiekostenvergleich thermisch saniertes versus unsaniertes Gebäude

 

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative Bundes – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.


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Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: www.twitter.com/at_AEA

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