EPI steigt im Jahresschnitt um 5,5%

Im Jahr 2012 zeigen sich die Energiepreise volatiler als im Jahr davor, jedoch auf höherem Niveau.

Im Jahresdurchschnitt 2012 legte der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2011 um 5,5 % zu.

Insgesamt lag der EPI im Dezember 2012 mit 1,2 % geringfügig über dem Niveau vom Jänner 2012. Seinen höchsten Wert erreichte der EPI im September 2012 mit 120,2. Im Jahresdurchschnitt 2012 erhöhte sich der EPI um 5,5 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2011. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Jahresdurchschnitt 2012 um 2,5 % gegenüber 2011. Bereinigt man den VPI um die energierelevanten Positionen, würde der VPI im Jahresdurchschnitt um 2,1 % ansteigen.

Größter Anstieg bei Heizöl

Der EPI spiegelt die Schwankungen vor allem bei Heizöl, Superbenzin und Diesel wider. Den größten Beitrag zum Anstieg des EPI lieferte dabei Heizöl mit einem Plus von 8,4 %. Die Preise für Treibstoffe (Diesel und Eurosuper) stiegen im Jahresdurchschnitt um 6,1 % bzw. 6,7%.

Rohölpreis zeigt im Jahr 2012 Volatilität

Der Rohölpreis, der zu Jahresanfang 2012 bei 110,7 $/Barrel lag, stieg im 1. Quartal auf 125,5 $/bbl und ging bis Juni 2012 stark zurück auf 95,2 $/bbl. Danach folgte eine steigende Entwicklung bis August. Bis zum Jahresende verzeichnete der Rohölpreis im Monatsdurchschnitt eine ziemlich stabile, leicht rückläufige Tendenz. Im Dezember 2012 entsprach das Preisniveau mit 109,5 $/bbl in etwa wieder dem zu Jahresbeginn.

Die absoluten Ausgaben der österreichischen Haushalte für Energie

Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur (auf Basis der Konsumerhebung der Statistik Austria) betrugen die Ausgaben der österreichischen Haushalte für Energie im Jahr 2012 aufgrund der Preis- und Mengenentwicklungen mehr als 12,7 Mrd. Euro. Dies bedeutet durchschnittliche monatliche Ausgaben für Energie von 288 Euro pro Haushalt im Jahr 2012. Mehr als 50 % davon wurden für Verkehr (Benzin und Dieseltreibstoff) ausgegeben. Rund 26 % der energetischen Haushaltsausgaben entfielen auf Raumwärme und Warmwasser und 22 % auf Strom. Die Ausgaben der Haushalte für Energie blieben im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr 2011 nahezu unverändert.

Energiepreise für private Haushalte – Jahresrückblick 2012 (pdf)