Jahresrückblick: Haushaltsenergie war 2019 um 1,1 % teurer

• Treibstoffe im Jahresvergleich billiger
• Heizölpreis stark von Weltpolitik getrieben


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zu den Entwicklungen des Energiepreisindex im Jahr 2019. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.


Wien, 26. März 2020
– Der Energiepreisindex (EPI) legte 2019 weiter zu und stieg gegenüber 2018 um 1,1 %. Im selben Zeitraum nahm der Verbraucherpreisindex (VPI) um 1,5 % zu. Die Energiepreise wirkten im Jahresvergleich also leicht preisdämpfend.
„2019 war für den Rohölmarkt ein sehr ereignisreiches Jahr“, stellt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, fest. „Politische Spannungen, Handelskrieg und Säbelrasseln im Nahen Osten haben die Rohölpreise stark beeinflusst. Die Auswirkungen dieser internationalen Konflikte spüren die Konsumentinnen und Konsumenten von Heizöl, Diesel und Superbenzin auch bei uns.“


(Bitte klicken Sie auf die Grafik „Weltpolitik im Heizöltank“, um sie in höherer Auflösung zu erhalten.)

Weltpolitik im Tank

Sowohl die Preise von Treibstoffen als auch von Heizöl hängen wesentlich vom Rohölpreis ab. „Wer mit Öl heizt, holt sich die geopolitischen Unsicherheiten in den Heizöltank. Denn der Heizölpreis folgt über weite Strecken und oft sogar ohne größere zeitliche Verzögerung dem Rohölpreis“, gibt Traupmann zu bedenken. Die Abbildung oben zeigt den engen Zusammenhang zwischen Rohölpreis (Brent, €/bbl, linke y-Achse) und Heizölpreis (€/Liter, rechte y-Achse) am Beispiel des Jahres 2019.

Leichter Preisrückgang bei Treibstoffen und Heizöl

2019 lagen Superbenzin mit 2,0 %, Diesel mit 1,2 % und Heizöl mit 1,4 % unter den Werten des Vorjahres. „Diese erdölbasierten Energieträger haben einen starken Einfluss auf den Energiepreisindex. Im Jahr 2020 erreichen sie gemeinsam ein Gewicht von 50 Prozent im EPI“, erklärt Traupmann.
Strom folgt mit 27 %; Gas, biogene Brennstoffe und Fernwärme haben einen geringeren Einfluss.

Strompreise höher

Der Strompreis stieg im Zeitraum 2018–2019 um 3,9 %. Grund für den Anstieg im österreichischen Durchschnittspreis war eine Reihe von Preiserhöhungen im Jahr 2019. Dem vorausgegangen waren die Strompreiszonentrennung im Oktober 2018 und gestiegene Primärenergiepreise (z. B. CO2-Zertifikate), welche auch die Stromgroßhandelspreise (Details Stromgroßhandelspreise im ÖSPI) anstiegen ließen.

Gas etwas teurer

Gas wurde im Jahresvergleich um 1 % teurer.

Plus bei Brennholz und Pellets

Der Preis von Brennholz stieg im Jahresvergleich um 5,9 % an. Es bestehen allerdings große regionale Unterschiede und die Daten beziehen sich vorwiegend auf über Baumärkte vertriebene Mengen.
Die Preise für Holzpellets sind im Jahresvergleich 2018–2019 um 1,9 % gestiegen.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative Bundes – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.


Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: www.twitter.com/at_AEA

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