Österreich stellt Weichen für Smart Metering

Der European Smart Metering Landscape Report 2012 ist erschienen. Finnland liegt rechtlich und bei der praktischen Einführung von Smart Metering weit voran. Aber auch Österreich wird das europäische Spitzenfeld in naher Zukunft erreichen.

Mit der "Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung" vom April 2012 ist der Fahrplan für Smart Metering in Österreich festgelegt. Bis 2015 sollen 15%, bis 2017 17% und bis 2019 95% der Kunden mit Smart Metern ausgestattet sein. Wo steht Österreich damit im Vergleich zu den anderen EU-Staaten? Welche vorbildhaften Projekte und Dienstleistungen gibt es europaweit bereits? Diese Fragen beantwortet der im Rahmen des EU-Projektes Smart Regions von der Österreichischen Energieagentur soeben publizierte European Smart Metering Landscape Report 2012. Er beschreibt den Status quo und die gegenüber dem ersten Smart Metering Landscape Report vom Februar 2011 erzielten Fortschritte. Betrachtet werden wiederum die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die konkrete Marktdurchdringung von Smart Metern. Auf Basis eines gegenüber dem Vorjahr modifizierten Bewertungsverfahrens  ergeben sich grob betrachtet fünf Fortschrittscluster, mit Finnland, Italien und Malta an der Spitze der "Dynamic movers".

Österreich hat seit der letzten Erhebung wesentliche Fortschritte bei den rechtlichen Rahmenbedingungen erzielt. So wurden mit der "Intelligente Messgeräte-Anforderungsverordnung 2011" die Voraussetzungen geschaffen, das volle Potenzial von Smart Meter-basierten Dienstleistungen auszuschöpfen.

Die Einführung von Smart Metern wird häufig mit dem Kundennutzen und der Möglichkeit des Energiesparens begründet. Der intelligente Stromzähler allein reicht dafür aber nicht aus.  Es gibt jedoch in Europa schon eine ganze Reihe von Projekten, die sich der Entwicklung von entsprechenden Dienstleistungen widmen. Gute Beispiele dafür gibt es etwa in Deutschland oder in Großbritannien.

Der European Smart Metering Report 2012 ist eine unverzichtbare Informationsquelle für alle, die sich mit der Smart Meter-Entwicklung vertieft auseinander setzen wollen. Der Bericht kann von der Smart Regions-Projektwebsite oder direkt hier herunter geladen werden.

Um Smart Meter als Grundlage für energieverbrauchsrelevante Dienstleistungen geht es auch bei einer Veranstaltung der  Österreichischen Energieagentur am 29. November in Wien. Informationen und Anmeldung zum Workshop "Smarte und effiziente Energiewelt durch intelligente Zähler?" finden Sie hier.

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