ClimateMOBIL

Untersuchte die Wirksamkeit von regionalen Mobilitätsmanagements auf Klimaschutz und Energieeffizienz in ländlichen Regionen

Mobilitätsmanagement und Klimaschutz in Regionen

Das Projekt "ClimateMOBIL – Mobilitätsmanagement und Klimaschutz in Regionen" untersuchte die Wirksamkeit von regionalen Mobilitätsmanagements auf Klimaschutz und Energieeffizienz in ländlichen Regionen. Das Thema "Mobilität" ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erreichen der nationalen und internationalen Klimaschutzziele, wurde bisher aber im regionalen Kontext zu wenig berücksichtigt.

Die Ausgangslage

Gerade der Verkehrsbereich, der seit den 1990er Jahren den höchsten Anstieg des CO2 – Ausstoßes zu verzeichnen hat, wird einer der wesentlichen Schlüssel zum Erreichen der hochgesteckten nationalen und internationalen Klimaschutzziele sein. Dazu bedarf es eines intelligenten Mobilitätsmanagements, das im besten Fall sowohl Maßnahmen impliziert, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen als auch Effizienzsteigerungen im motorisierten Individualverkehr. Ohne tiefgreifende Ansätze bei der Mobilität kann auch bei allen sonstigen Bemühungen, etwa bei Industrie und Haushalten, eine Einsparung an Ressourcen nicht erreicht werden. Gerade im ländlichen Raum wird die Bedeutung des motorisierten Individualverkehrs aber entsprechend hoch bleiben, hier kann Mobilitätsmanagement vor allem bei Verkehrsvermeidung, Verkehrssparen und Effizienzsteigerung ansetzen, Schlagworte dazu sind Carsharing, Fahrgemeinschaften, Forcierung der Elektromobilität und andere Initiativen.

Das Projekt im Detail

Beim Forschungsprojekt "ClimateMOBIL – Mobilitätsmanagement und Klimaschutz in Regionen" ging es vor allem darum, einen Brückenschlag zwischen den Themen "Klimaschutz", "Mobilität" und "Region" zu erreichen, der bisher unterrepräsentiert war. ClimateMOBIL erarbeitete aus der Praxis heraus Empfehlungen für die Zukunft des Mobilitätsmanagements in Regionen und setzt einen notwendigen Know-How-Transfer zwischen den bestehenden Projekten in Gang. Wenn es damit gelingt, möglichst vielen weiteren Regionen dieses Erfolgsmodell mit auf den Weg zu geben, kann eine auf vielen Ebenen nachhaltige Entwicklung sichergestellt werden.

Die Schwerpunkte von ClimateMOBIL betrafen folgende Arbeitspakete, die ineinander griffen und aufeinander aufbauten:

  • Mobilitätsmanagement in und für (Energie-)Regionen: Umfassende Analyse bestehender Beispiele von Mobilitätsmanagement im In- und Ausland, Differenzierung von Best-Practice-Beispielen, SWOT-Analyse, Vergleich anhand einer auszuarbeitenden Vergleichsmatrix, AkteurInnenanalyse
  • Instrumente der Mobilitätsbewertung
  • Instrumente des Mobilitätsmanagements
  • Kommunikation mit den Stakeholdern: Praxispartner, ExpertInnenpool

Das Projekt misste dem Know-How-Transfer zwischen den Regionen eine tragende Rolle bei, der die bisher weitgehend isolierte Betrachtungsweise ablösen und einen entscheidenden Mehrwert bieten sollte.

Gerade der ländliche Raum mit seinen dezentralen Strukturen ist für Mobilitätsmanagement ein besonders fruchtbarer Boden, denn hier tritt die Problematik der Abhängigkeit von einzelnen Verkehrsträger stärker auf als in Ballungsräumen.

Schwerpunkt

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes war die Aktionsforschung mit Pilotregionen/Projektregionen, also in Kooperation mit existierenden Strukturen und Modellen als Praxispartner. Gemeinsam mit ihnen wurden aus der Praxis heraus Strategien und zukunftsorientierte Modelle für regionale Mobilitätsmanagements erarbeitet, die sich auch auf Klimaschutz und Energieeffizienz positiv auswirken.

Das Ergebnis des Projektes

Die Formulierung und Argumentation eines Empfehlungspapier im Sinne eines Leitbildes/Leitfadens bzw. standardisierten Leistungskataloges für erfolgreiches Mobilitätsmanagement, das einen erkennbaren Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz leisten kann, ist das Ergebnis des Projektes.

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