Data-Scientist trifft auf Energy-Expert: Österreichische Energieagentur erweitert Portfolio

• ExpertInnen der Österreichischen Energieagentur setzen auf grafenbasierte Netzwerkanalyse in der Energieforschung
• Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) visualisiert Aktivitäten der Internationalen Energieagentur (IEA)
• Projekt zeigt Schwerpunkte der internationalen Energieforschung und bringt neue Erkenntnisse
• Daten sind Open Source und können von WissenschaftlerInnen kostenfrei für weitere Forschung verwendet werden, Österreichische Energieagentur stellt Anleitung zur Verfügung

Wien, 25. Juli 2018 – Seit mehr als 40 Jahren findet bei der Internationalen Energieagentur (IEA) auch Forschung und Entwicklung in Sachen Energie statt. In rund 40 Programmen des IEA-Energie-Technologienetzwerks arbeiten WissenschaftlerInnen oft technologie- oder sektorübergreifend zusammen. „Es ist kein einfaches Unterfangen, den Überblick über rund 40 hochspezialisierte, weltweit tätige Netzwerke von ForscherInnen und Forschern zu bekommen. Doch es ist natürlich notwendig, um thematische Schwerpunkte aber auch Lücken oder Überschneidungen zu identifizieren und so schließlich zu neuen Erkenntnissen zu gelangen“, erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die Herausforderungen bei diesem Projekt.    

Die Österreichische Energieagentur wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) beauftragt, die Daten zu sammeln, zu analysieren und zu visualisieren. Dabei war es wichtig, die Fachkenntnis der EnergieexpertInnen in Sachen Daten, Situation und Zusammenhänge mit dem Know-how neuer Technologien sowohl bei Auswertung als auch Visualisierung zu kombinieren. „Grafenbasierte Daten statt der ‚klassischen‘ Tabellen in Datenbanken erlauben einerseits innovative Darstellungen, liefern aber auch ein besseres Verständnis der internen Strukturen und Zusammenhänge eines Netzwerkes“, erklärt Traupmann die Herangehensweise, die in der Energieforschung noch neu ist. 

Ergebnisse sind Open Source

Ein weiterer Aspekt des innovativen Projekts: Die Ergebnisse sind Open Source, können also kostenfrei von WissenschaftlerInnen auf der ganzen Welt über das Internet bezogen und für weitere Forschungsarbeiten genützt werden. Der Endbericht ist gleichzeitig auch eine Anleitung zur Nutzung der öffentlich verfügbaren Datenbank.

Vielfältige Daten in grafenbasierter Datenbank zusammengeführt

Die ExpertInnen der Österreichischen Energieagentur haben im Rahmen des Auftrags ein Portfolio von 35 Methoden entwickelt, mit dem die 185 identifizierten Aktivitäten beschrieben werden konnten. Zusammengeführt wurden alle Daten in einer grafenbasierten Datenbank, die rund 500 sogenannte „Nodes" und über 5.700 „Beziehungsinformationen“ enthielt. Diese Daten wurden qualitativ und quantitativ ausgewertet. Die Interpretation dieser Auswertungen lieferte neue Erkenntnisse.

Die Ergebnisse

  • Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im Bereich der angewandten Forschung.
  •  Die Technology Collaboration Programmes (TCPs) der IEA unterstützen insbesondere Entscheidungsfindungen in der Politik und im rechtlichen Bereich, aber auch die Entwicklung von Tests, Normen und Standards. TCPs sind auch sehr aktiv bei Fragestellungen, bei denen es darum geht, Technologien in den Markt zu bringen und diese dort zu verbreiten.
  • Zahlreiche Anstrengungen wurden unternommen, das Verhalten der KonsumentInnen – und wie dieses beeinflusst werden kann – zu untersuchen. Ein blinder Fleck blieben jedoch die Möglichkeiten, wo und wie KonsumentInnen aktiv im Energiesystem agieren können (z. B. als sogenannte Prosumer). Datenschutz – eine zentrale Fragestellung bei der Digitalisierung des Energiesystems – stand jedoch in keiner der 2017 laufenden Aktivitäten im Zentrum.
  • Der Industriebereich wurde als derjenige Endverbrauchssektor identifiziert, in dem – gemessen an seinen Forschungsausgaben, aber auch an seinem Energiebedarf – vergleichsweise wenig Aktivitäten der TCPs liefen.

Die Ergebnisse wurden in der Internationalen Energieagentur im März 2018 präsentiert und diskutiert. Dabei wurde auch die Frage erhoben, ob entsprechende Kommunikationsstrukturen in und zwischen den TCPs und Arbeitsgruppen etabliert sind, um die Ergebnisse – aber auch die investierten öffentlichen Mittel – effektiv zu nutzen.
Die österreichischen Beiträge zum Energie-Technologie-Netzwerk der IEA werden im Rahmen des Programms „Forschungskooperation Internationale Energieagentur“ des BMVIT finanziert. Die hier vorgestellte Analyse wurde im Rahmen dieses Programms durchgeführt.

Download Bericht
https://nachhaltigwirtschaften.at/de/iea/technologieprogramme/mapping-of-iea-tcps.php

Download Daten
http://documents.energyagency.at/index.php/s/1xDodz26z5BybW8

oder
http://documents.energyagency.at/index.php/s/1xDodz26z5BybW8/download

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die drei strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie lauten: visionzero, ein Strategieprozess für eine fossilfreie Zukunft sowie die Transformation des Energiesystems mit den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Der Schwerpunkt Energieintelligenz dreht sich um das intelligente und effiziente Energiesystem der Zukunft. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: https://twitter.com/at_AEA

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