e-Radl: Frischluft tanken und das Auto für zwei Wochen gegen ein kostenloses E-Bike tauschen

Im Burgenland startet die Österreichische Energieagentur im Auftrag des Klima- und Energiefonds das Projekt e-Radl: AutofahrerInnen können kostenlos auf E-Bikes umsteigen und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ziel ist es, klimafreundliche Mobilität zu fördern. Der Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs stellt hochwertige Testräder zur Verfügung, die Mobilitätszentrale Burgenland ist Ansprechstelle vor Ort. Anmeldungen ab 11. März 2019 unter www.eradl.at #eRadl

Wien, 11. März 2019 – Verkehr ist für mehr als ein Drittel des heimischen Endenergieverbrauchs verantwortlich und dabei größtenteils von Erdöl abhängig. Um eine saubere, nachhaltige und fossilfreie Energiezukunft in Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen zu realisieren, braucht es einen Wandel in der Mobilität. Aus diesem Grund hat der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), im Burgenland das Projekt „e-Radl – Frischluft tanken“ gefördert. „Frischluft statt Benzin tanken. Das Projekt e-Radl hat das Ziel, Pendlerinnen und Pendlern die Vorteile der E-Mobilität zu vermitteln und so eine nachhaltige Änderung von Mobilitäts­gewohnheiten im Sinne der Klima- und Energiestrategie #mission2030 zu erreichen“, erklärt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Von der PendlerIn zur E-PendlerIn: Alltag ohne Auto

Im Rahmen des Projekts „e-Radl – Frischlufttanken“ (in Social Media #eRadl) haben Burgenländerinnen und Burgenländer die Möglichkeit, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und gleichzeitig zu erleben, wie der Alltag ohne Auto ist. Sie können zwei Wochen statt mit dem Auto kostenlos mit dem E-Bike unterwegs sein. Die einzige Voraussetzung dafür: Das Auto (Benziner oder Diesel) muss stehen bleiben, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben symbolisch den Autoschlüssel ab. Dank der Zusammenarbeit mit dem Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs stehen hochwertige Testräder zur Verfügung, die teilnehmenden Händlerinnen und Händler bieten den Interessierten kompetente Betreuung und Beratung. Die Mobilitätszentrale Burgenland als dritter Partner des Projekts ist die direkte Ansprechstelle für Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Burgenland.

Das Burgenland: optimale Voraussetzungen für „e-Radl“

„Das Burgenland bringt für das Projekt  e-Radl die besten Voraussetzungen mit: Ein hoher Anteil an Berufspendlerinnen und -pendlern und eine Stromgewinnung, die zu 100 Prozent auf erneuerbarer Energie basiert. 2017 hat das Burgenland darüber hinaus rund 40 % mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt, als es selbst verbraucht“, betont Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die das Projekt leitet und wissenschaftlich begleitet. Derzeit beträgt im Burgenland der werktägliche Radverkehrsanteil sechs Prozent.

Es gibt somit noch viel Luft nach oben. E-Bikes, in der Fachsprache Pedelecs genannt, bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind ohne Anstrengung und mit viel Vergnügen zu fahren, auch Parkplatzprobleme gibt es keine. „Im Rahmen des Projekts „e-Radl“ erheben wir mit wissenschaftlichen Methoden, ob Menschen ihr Mobilitätsverhalten ändern, wenn sie die Möglichkeit haben, E-Bikes einfach und kostenlos zu nutzen“, so Traupmann weiter. Darüber hinaus habe ‑ dem Energieexperten zufolge ‑ ein höherer Elektrifizierungsgrad auch weitere positive Folgen für das burgenländische Energiesystem in einer fossilfreien Zukunft: Denn eine breitflächige Nutzung von elektrisch betriebenen Transportmitteln könnte dazu beitragen, dass der im Land erzeugte Strom auch tatsächlich regional genutzt wird, und darüber hinaus könnten durch angepasstes Ladeverhalten unerwünschte Netzbelastungen abgefangen werden.

Mit Kooperation zur erfolgreichen Umsetzung

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts sorgt die Kooperation mit der Mobilitätszentrale Burgenland und dem Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ). Gerade wenn es darum geht, Menschen zum Mitmachen einzuladen, ist ein Netzwerk vor Ort ein wichtiges Erfolgskriterium: „Wir sind die zentrale Anlaufstelle für klimafreundliche Mobilität im Burgenland. Gerade im Bereich der aktiven Mobilität, wie dem Radfahren, arbeiten wir intensiv mit Gemeinden und Betrieben zusammen, um die Burgenländerinnen und Burgenländer mehr zum Radfahren im Alltag zu motivieren“, erklärt Christine Zopf-Renner, Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland und zugleich Radverkehrsbeauftragte des Landes Burgenland. Die Sportartikelerzeuger sorgen dafür, dass durch die Bereitstellung hochwertiger E-Bikes der Komfort und Fahrspaß der Teilnehmenden an der Aktion nicht zu kurz kommt. Zudem steht der Sportfachhandel als Service- und Anlaufstelle als wichtiger Multiplikator ‑ auch über das Projekt hinaus ‑ zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass wir als Partner bei diesem Projekt mit dabei sind und sind überzeugt, dass E-Bikes auch oder gerade für Pendlerinnen und Pendler eine ökologische und gesunde Alternative zum Auto sind“, erklärt Geschäftsführer Michael Nendwich vom VSSÖ. 

Anmeldungen ab 11. März 2019 unter www.eradl.at

Die Anmeldung zu „e-Radl – Frischluft tanken“ ist vom 11.03.2019 bis 14.06.2019 möglich. Vom 08.04.2019 bis 28.06.2019 können Burgenländerinnen und Burgenländer dann für jeweils  zwei Wochen das Freiheitsgefühl des E-Bike-Fahrens kennenlernen und genießen. Im Rahmen der Aktion stehen insgesamt 16 E-Bikes zur Verfügung, wodurch die maximale Teilnehmerzahl auf 96 Personen beschränkt ist.  Alle Details sind auf der Webseite www.eradl.at  zu finden, in sozialen Medien kommt der Hashtag #eRadl zum Einsatz.

Über das Projekt „e-Radl – Frischluft tanken“

Hinter dem Projekt „e-Radl“ steht ein Team aus insgesamt drei Partnern: die Österreichische Energieagentur, die Mobilitätszentrale Burgenland und der Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ). Die Österreichische Energieagentur ist für die allgemeine Abwicklung der Aktion sowie die wissenschaftliche Begleitung zuständig. Die Mobilitätszentrale unterstützt bei der Öffentlichkeitsarbeit und ist der direkte Ansprechpartner für Interessierte und TeilnehmerInnen im Burgenland. Der VSSÖ ist für die Koordinierung der teilnehmenden Händlerinnen und Händler verantwortlich. Das Projekt „e-Radl – Frischluft tanken“ wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms  „Elektromobilität in der Praxis“ unterstützt.
www.eradl.at #eRadl

Über den Klima- und Energiefonds

Der Klima- und Energiefonds versteht sich als Impulsgeber und Innovationskraft für klimarelevante und nachhaltige Energie- und Mobilitätstechnologien. Er unterstützt Ideen, Konzepte und Projekte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Mobilität, Marktdurchdringung und Bewusstseinsbildung. Bereits seit seiner Gründung 2007 entwickelt er Strategien zur Forcierung der Mobilitätswende und setzt diese über seine Programme um. Zugleich spiegeln die geförderten Projekte aber auch die Vielfalt der Maßnahmen, die gesetzt werden müssen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Die technische Weiterentwicklung von E-Mobilität,  bildet dabei eine wichtige Säule. Die andere, ebenso wichtige Säule besteht darin, eine Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, in der nachhaltige Mobilität fördert wird und die Umsetzung von Projekten, die E-Mobilität im Alltag erlebbar machen.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.


Presseanfragen

Österreichische Energieagentur                  Klima- und Energiefonds
Mag. Klaus Kraigher, MAS                            Mag. Katja Hoyer
Tel.: +43 1-586 15 24-174                            Tel.: +43 1 585 03 90-23
E-Mail: pr@energyagency.at                       E-Mail: katja.hoyer@klimafonds.gv.at
Web: www.energyagency.at                       Web: www.klimafonds.gv.at
Twitter: twitter.com/at_AEA                        Twitter: twitter.com/klimafonds

Bitte beachten Sie die datenschutzrechtlichen Informationen für die Verarbeitung Ihrer Daten. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung und Cookie-Policy