Energieagentur empfiehlt: Winter-Check für Haus und Wohnung

Noch sind sonnige und herrliche Herbsttage zu erwarten, doch die Temperaturen liegen bereits tiefer und der Winter steht in zwei Monaten vor der Tür. Rechtzeitig gibt die Österreichische Energieagentur wichtige Tipps für den Winter-Check für Haus und Wohnung.

Dabei stehen Empfehlungen im Vordergrund, die nicht viel kosten, aber viel an Heizkostenersparnis bringen. Schnellentschlossene können außerdem noch bis 30. September 2013 den Konjunkturbonus des Sanierungsschecks 2013 beantragen.

Mit wenigen Handgriffen viel an Heizkosten sparen

"Die Heizsaison steht vor der Tür. Wer jetzt die Zeit nutzt und sich richtig darauf vorbereitet, kann im Winter einiges an Energiekosten sparen – und hilft somit der Umwelt und der eigenen Urlaubskasse", so DI Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Experten der Energieagentur haben jene Bereiche lokalisiert, die einfach umzusetzen sind und erhebliche Heizkostenersparnisse bringen.

Folgende drei Maßnahmen werden von der Österreichischen Energieagentur als Winter-Check empfohlen:

Tipp 1:  Fenster- und Türenservice
Zugluft bei geschlossenen Fenstern ist ein sicherer Indikator, dass viel Energie verschwendet wird. Die Energieagentur empfiehlt, die korrekten Einstellungen von Fenstern und Balkontüren zu überprüfen oder überprüfen zu lassen. Weiters sollten die Dichtungen kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden. Vor allem bei Wohnungen oder Häusern mit alten Fenstern ist die Erneuerung von Dichtungen oft eine einfache – aber sehr wirksame – Maßnahme zur Senkung von Heizkosten. Bei Mietwohnungen wird empfohlen, sich vor Investitionen mit der Hausverwaltung abzusprechen, wer die Kosten trägt.

Tipp 2:  Geschoßdecke dämmen
Da warme Luft nach oben steigt, entweicht bei ungedämmten Ein- oder Zwei-Familien-Häusern viel Wärme durch die oberste Geschoßdecke. Die Energieagentur empfiehlt, Geschoßdecken jetzt – rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison – zu dämmen, um dieses große Heizkosten-Einsparungspotenzial zu nutzen. Diese Maßnahme ist auch für Selbermacher einfach zu erledigen und äußerst wirksam. Heute steht bereits eine Vielzahl an hochwertigen Dämmmaterialien zur Verfügung, von herkömmlichen bis zu Naturdämmstoffen gibt es eine breite Palette an Möglichkeiten für jedes Budget.

Tipp 3:  Heizungs-Check
Nach einer längeren heizfreien Periode sollten unbedingt die Heizleitungen entlüftet werden. Darüber hinaus empfiehlt die Energieagentur die Überprüfung der Heizungseinstellungen. Diese sollten individuell an das Leben in der Wohnung oder im Haus angepasst werden, um überflüssiges und zu starkes Heizen zu vermeiden. Es wird empfohlen, rechtzeitig einen Termin für die Thermenwartung zu vereinbaren, da es zu Beginn der kalten Jahreszeit oft zu längeren Wartezeiten für Überprüfungstermine bei Installateuren kommen kann. Bei alten oder veralteten Heizanlagen macht es in vielen Fällen Sinn, auch über einen Tausch der Heizanlage nachzudenken. Wer auf Heizanlagen mit erneuerbaren Energieträgern umstellt, kann hierfür Förderungen beantragen.

Förderungen für Schnellentschlossene: Konjunkturbonus beim Sanierungsscheck 2013

Wer sich schnell für Maßnahmen der thermischen Sanierung entscheidet, kann noch bis zum 30. September 2013 den Konjunkturbonus im Rahmen des Sanierungsschecks für Private 2013 beantragen (Nähere Informationen: KPC, Kommunalkredit Public Consulting). Bei dieser befristeten Förderungsaktion im Rahmen der Sanierungsoffensive werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind, gefördert. Förderungsfähig sind die Dämmung von Außenwänden und Geschoßdecken, die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, sowie die Umstellung von Wärmeerzeugungssystemen auf erneuerbare Energieträger. Die Förderungssumme beträgt bis zu 20 % der förderungsfähigen Kosten oder maximal 5.000 Euro. Die Förderaktion läuft bis 31.12.2013. Wer den Konjunkturbonus beantragen will, der bis zu 30 % der förderungsfähigen Kosten oder maximal 9.000 Euro ersetzt, muss dies bis zum 30. September 2013 erledigen.

Neben dieser Bundesförderung steht eine Vielzahl an Landesförderungen für den Umstieg auf Heizanlagen mit erneuerbaren Energieträgern zur Verfügung. Nähere Informationen gibt es auf der Website der Österreichischen Energieagentur unter "Förderungen".

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency:
Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umwelt¬schutz sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme, führt gezielte Informations- und Öffentlichkeits¬arbeit durch und entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt klima:aktiv – die Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Bauen & Sanieren, Energiesparen, Erneuerbare Energie und Mobilität.

Rückfragehinweis
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Mag. Agnes Sieberth
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-125
E-Mail: pr(at)energyagency.at

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