Energiepreisindex: Energiepreise klettern im Dezember auf Jahreshöchststand

• Haushaltsenergie so teuer wie zuletzt im August 2015
• Heizöl, Superbenzin und Dieselkraftstoff auf höchstem Stand seit Sommer 2015
• Strompreise weiterhin niedriger als im Vorjahr

Wien, 30. Jänner 2018 – Der Energiepreisindex (EPI) der Österreichischen Energieagentur war im Dezember 2017 mit 0,2 % nur geringfügig höher als im Vormonat, erreichte damit aber den höchsten Stand des Jahres 2017. Ein ebenso hohes Niveau gab es zuletzt im August 2015. Im Vergleich zum Dezember 2016 zahlten Österreichs Haushalte um 1,7 % mehr für Energie.

„Treibstoffe, Heizöl sowie feste Brennstoffe waren im Dezember 2017 wie schon im Vormonat teurer als vor einem Jahr und haben damit den EPI maßgeblich beeinflusst“, erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Die folgende Tabelle zeigt die Preisveränderungen der im EPI angeführten Energieträger.

 
Datenquelle: Statistik Austria, Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Monatsvergleich um 0,4 %, gegenüber Dezember 2016 lag der VPI um 2,2 % höher. „Nachdem Energie im Vormonat noch ein Inflationstreiber war, hatten die Energiepreise im Dezember keinen Einfluss auf die allgemeine Teuerungsrate“, so Traupmann.

Heizölpreise ziehen im Dezember weiter an

Im Monatsvergleich lag der Heizölpreis um 0,8 % höher. Der Heizölpreis erreichte im Dezember damit den höchsten Stand seit Juli 2015.

Gegenüber dem Dezember 2016 war Heizöl um 3,7 % teurer, nachdem der Abstand zum Vorjahresmonat im November noch 10,9 % betragen hatte. Für eine 3.000-Liter-Tankfüllung musste man im Dezember um 66 Euro mehr zahlen als vor einem Jahr. Im November lagen die Mehrkosten sogar bei rund 230 Euro.

Treibstoffe: Super und Diesel auf höchstem Stand seit Sommer 2015

Im Monatsvergleich war Super um 0,4 % günstiger und Diesel um 0,4 % teurer.

Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die Treibstoffpreise im Dezember um 5 % höher. Im Detail bedeutet das: Superbenzin war um 3,2 % teurer, Dieselkraftstoff um 6,2 %. Beide Treibstoffe liegen damit auf dem höchsten Stand seit Juli bzw. August 2015 (siehe Abbildung 1). Eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel war daher um 1,40 Euro bzw. Super um 1,70 Euro teurer als im Dezember 2016.

Trotz der Preisanstiege der letzten Monate blieb der Preisvorteil gegenüber dem EU-Durchschnitt aber weiterhin bestehen: Eine 50-Liter-Tankfüllung Superbenzin kostete in Österreich im Dezember durchschnittlich rund 8 Euro weniger, bei Dieselkraftstoff fällt der Unterschied für dieselbe Menge mit rund 5 Euro etwas geringer aus.


Abbildung 1: Entwicklung der Treibstoffpreise (Basisjahr 2015 = 100)
Datenquelle: Statistik Austria, Berechnungen: Österreichische Energieagentur

Fernwärme und Gas teurer als im Dezember 2016, Strom billiger

Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich bei den Fernwärmepreisen ein Plus von 0,2 %, gegenüber dem Vorjahresmonat liegt Fernwärme um 2,7 % höher.

Strom- und Gaspreise blieben im Dezember zum zehnten Mal in Folge unverändert. Im Jahresvergleich war Gas um 0,7 % teurer, Strom um 4,8 % günstiger.

Feste Brennstoffe gegenüber Vorjahr um 4 % teurer

Im Vergleich zum Vormonat zog der Preis für Brennholz und Pellets um 0,8 % an, jener von Holzbriketts um 1,9 %.

Gegenüber dem Dezember 2016 waren feste Brennstoffe insgesamt um 4,3 % teurer. Das Preisniveau für Brennholz lag um 4,9 % und jenes für Holzpellets um 3,8 % höher. Die Preise für Holzbriketts verbuchten sogar ein Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen dabei auf der visionzero, ein Strategieprozess für eine fossilfreie Zukunft, der Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

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Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher MAS
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
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