Energiepreisindex Februar: Energiepreise leicht gesunken

• Im Monatsvergleich keine Veränderungen bei Strom und Gas, Preise von Heizöl und Treibstoffen gesunken
• Im Jahresvergleich Fernwärme teurer als vor einem Jahr, Strom und Gas billiger

Wien, 07. Mai 2018. Österreichs Haushalte zahlten im Februar 2018 um 0,2 % mehr für Energie als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Jänner fiel der Unterschied zum Vorjahr mit 0,6 % allerdings noch höher aus. Im Monatsvergleich war der Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur mit minus 0,6 % jedoch rückläufig.

Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, beschreibt die Marktlage im Februar: „Gegen Ende der Heizsaison können wir vor allem bei Heizöl bereits einen Preisrückgang beobachten, auch bei den Treibstoffpreisen ist eine leichte Entspannung zu sehen. Der Handelspreis für Rohöl lag im Februar um durchschnittlich 4 $ pro Barrel unter dem Jänner-Wert.“ Die folgende Tabelle zeigt die im EPI angeführten Energieträger.

Veränderungen der Energiepreise

Heizöl billiger

Im Monatsvergleich ist der Heizölpreis im Februar um 3,6 % gesunken. Im Jänner stieg der Preis im Vergleich zum Dezember 2017 noch um 3,3 % an. Betrachtet man den Vorjahresmonat ist der Preis zwar um 0,5 % gestiegen, dieser Wert liegt jedoch deutlich unter der Preisdifferenz von 3,7 % im Jänner. Eine 3.000 Liter-Tankfüllung kostete im Februar rund 3 Euro weniger als vor einem Jahr. Im Jänner waren es hingegen noch rund 80 Euro mehr als im Vorjahr.

Treibstoffe: Super und Diesel im Vergleich zum Vormonat günstiger

Im Monatsvergleich sank der Dieselpreis um 1,3 %, der Benzinpreis ging mit 0,5 % weniger deutlich zurück. Für die Treibstoffpreise gesamt bedeutet das ein Minus von 1 %.
Im Jahresvergleich stiegen die Treibstoffpreise im Februar um 1,0 % an. Im Jänner betrug der Anstieg noch 1,7 %. Im Detail bedeutet das: Bei Superbenzin ging der Preisanstieg im Jahresvergleich von 1,2 % im Jänner auf 0,4 % im Februar zurück. Bei Diesel sank das Plus von 2,0 % im Jänner auf 1,3 % im Februar.
Im Vergleich zum EU-Durchschnitt liegt Österreich immer noch günstig: Eine 50 Liter-Tankfüllung Superbenzin kostete in Österreich im Februar durchschnittlich rund 8,80 Euro weniger, bei Diesel fiel der Unterschied für dieselbe Menge mit rund 6,5 Euro etwas geringer aus.

Fernwärme teurer als vor einem Jahr, Strom und Gas billiger

Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Preis von Fernwärme um 1,7 % an. Der Vergleich zum Vormonat zeigte keine Veränderung.
Anders zeigt sich das Bild bei Strom und Gas: Bei Strom gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Preisrückgang von 0,4 %, bei Gas eine deutliche Reduktion um 5,9 %, die auf Netztarifsenkungen zurückzuführen ist. Im Monatsvergleich gab es keine Änderungen.

Feste Brennstoffe gegenüber Vorjahr um 5,2 % teurer

Die Preise für feste Brennstoffe lagen im Februar um 5,2 % höher als im Vorjahresmonat. Dafür waren vor allem der um 6,6 % höhere Preis für Brennholz und der um 5,6 % höhere Preis für Holzbriketts verantwortlich. Auch die Kosten für Holzpellets (+1,4 %) stiegen im Jahresvergleich an. Im Monatsvergleich lag der Preis für Brennholz um 1,3 %, jener für Pellets um 0,3 % und jener von Holzbriketts um 0,2 % höher.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen dabei auf der visionzero, ein Strategieprozess für eine fossilfreie Zukunft, der Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

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Rückfragehinweis:

Mag. Klaus Kraigher MAS
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
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