Energiepreisindex Juni 2018: Preisabstand zum Vorjahr wächst weiter

• Heizöl bereits um 27 % teurer als im Juni 2017
• Dieselkraftstoff (16 %) und Superbenzin (12 %) mit kräftigem Plus
• Insgesamt ist Haushaltsenergie um 7,5 % teurer als vor einem Jahr
• Treibstoffe im Urlaubsländer-Vergleich in Österreich relativ günstig

Wien, 7. August 2018 – Österreichs Haushalte zahlten im Juni 2018 um 7,5 % mehr für Energie als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat Mai stieg der Energiepreisindex (EPI) um 1,1 %. „Im Juni zeigte der Energiepreisindex gegenüber dem Vormonat zwar eine geringere Steigerung als noch im Mai. Gegenüber dem Vorjahr legten Heizöl und Treibstoffe aber weiter zu: So stieg bei Heizöl der Preisabstand gegenüber dem Vorjahresmonat von 21 % im Mai auf 27 % im Juni. Das schlägt natürlich auch auf die allgemeine Preissteigerung durch“, so Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Heizölpreis auf höchstem Stand seit November 2014

Mit einem Plus von 1,1 % im Monatsvergleich ist die Steigerung bei Heizöl gegenüber dem Vormonat zwar geringer als im Mai 2018 (+2,3 %). Die Preise für Heizöl kletterten aber damit den dritten Monat in Folge nach oben und landeten auf dem höchsten Wert seit November 2014. Für eine 3000-Liter-Tankfüllung musste man im Vergleich zum Juni 2017 rund 600 € mehr bezahlen.

Treibstoffe steigen weiter

Der Preis für Superbenzin stieg im Monatsvergleich um 2,3 %, im Jahresvergleich war er um fast 12 % höher. Damit musste man für eine 50-Liter-Tankfüllung um 6,9 € mehr als im Juni zahlen. Der Dieselpreis stieg im Monatsvergleich mit 2,5 % am stärksten von allen Energieträgern im EPI. Im Jahresvergleich lag er damit um 16,0 % über dem Vorjahreswert. Eine 50-Liter-Tankfüllung Diesel war damit im Juni 2018 um 8,7 € teurer als noch vor einem Jahr.

Treibstoffe im Urlaubsländer-Vergleich in Österreich relativ günstig

Im Vergleich mit den fünf beliebtesten Urlaubsländern der Österreicherinnen und Österreicher zeigte sich, dass Treibstoffe in Österreich relativ günstig waren. Zahlte man im Juni in Italien für 1 Liter Superbenzin bereits über 1,60 € und für Diesel über 1,50 €, lagen die Kosten in Österreich bei knapp 1,30 € für Superbenzin und 1,25 € für Diesel.

Preisanstieg bei Brennholz und Pellets deutlich geringer als bei Heizöl

Brennholz stieg im Juni gegenüber Mai 2018 um 0,6 %; im Jahresvergleich kam Brennholz auf ein Plus von 8,1 %. Die Preise für Holzpellets lagen im Monatsvergleich um 0,5 % und im Jahresvergleich um 3,3 % höher.

Gas billiger als vor einem Jahr sonst kaum Veränderungen bei Gas, Strom und Fernwärme

Bei Fernwärme, Strom und Gas zeigte die Energiepreisstatistik im Vergleich zum Vormonat April keine Änderungen.
Im Jahresvergleich lag Fernwärme mit einem Plus von 1,6 % über dem Vorjahreswert. Strom war 0,4 % und Gas sogar um 5,9 % günstiger, wobei letzteres auf die Senkung der Netztarife zurückzuführen ist. Einige Lieferanten haben allerdings Preiserhöhungen angekündigt bzw. im Juli bereits durchgeführt. „Sowohl bei Strom als auch bei Gas beobachten wir auf den Großhandelsmärkten seit einigen Monaten einen Aufwärtstrend“, so Traupmann. „Besonders für Kundinnen und Kunden mit indexierten Produkten ist dies bereits auf der Rechnung spürbar. Diese Entwicklung werden wir auch in den kommenden Monatsberichten zum Österreichischen Energiepreisindex sehen“, so Traupmann abschließend.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die drei strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie lauten: visionzero, ein Strategieprozess für eine fossilfreie Zukunft sowie die Transformation des Energiesystems mit den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Der Schwerpunkt Energieintelligenz dreht sich um das intelligente und effiziente Energiesystem der Zukunft. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: https://twitter.com/at_AEA

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