Energiepreisindex: Preisrückgang bei Erdöl kommt bei KonsumentInnen an

• Haushaltsenergie im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 3,3 % günstiger
• Heizölpreis sinkt im Monatsvergleich um 12 %, aber noch immer um 10 % teurer als vor einem Jahr


Hier finden Sie ein kurzes Video zum aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden. Gerne senden wir Ihnen das Videomaterial auch ohne Logos.

 

Wien, 04. Februar 2019Im Dezember ist der Energiepreisindex (EPI) gegenüber November um 3,3 % gefallen. „Die allgemeine Teuerung lag im Vergleichszeitraum bei 0,1 %. Damit wirkten die Energiepreise zum ersten Mal seit fünf Monaten wieder preisdämpfend“, analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, und ergänzt: „Der Preisrückgang auf den Rohölmärkten beginnt bei den Haushalten bemerkbar zu werden. Das unterstreicht einmal mehr die hohe Abhängigkeit von den internationalen Rohölmärkten.“ Die Preise von Diesel und Benzin, aber auch Heizöl, gaben im Dezember deutlich nach. Das sind auch jene Energieträger, die bei der Berechnung des EPIs besonders ins Gewicht fallen. Im Jahresvergleich lag der EPI im Dezember jedoch trotzdem um 5 % über dem Vorjahreswert.

Rohölpreise: Schwankungen sind üblich

In den vergangenen Jahren stiegen die Preise für Rohöl kontinuierlich an. Im Jänner 2016 lag der Preis für ein Barrel der Marke Brent bei ungefähr 30 $. Das war der niedrigste Wert seit 2004. Im vergangenem Oktober erreichte der Preis mit ungefähr 85 $/bbl seinen vorläufigen Höchststand. Im darauf folgenden Zeitraum Oktober 2018 – Dezember 2018 fiel er dann um ganze 30 % und pendelte sich bei rund 60 $/bbl ein. Die noch im Herbst erwartete Verknappung, getrieben durch drohende Wirtschaftssanktionen und die gute Konjunktur, blieb weitestgehend aus.
Gegenüber Dezember 2017 war damit der Preis, trotz der empfindlichen Steigerungen im Sommer 2018, um 6 % niedriger.


„In den vergangen Jahren haben wir auch schon Perioden mit deutlich höheren Rohölpreisen erlebt. Auch kurzfristige Preisstürze sind immer wieder zu beobachten. Das beweist einmal mehr, wie schwer prognostizierbar Preise für Produkte auf Basis dieses Rohstoffes sind“, sagt Traupmann. Im Juli 2008, kurz vor Ausbruch der Finanzkrise, lag der Preis mit über 130 $/bbl auf Rekordniveau. Im Dezember desselben Jahres sackte er um 70 % auf 40 $/bbl ab. Auch in der ersten Hälfte des Jahrzehnts befand sich der Rohölpreis im Mittel deutlich über der 100-$-Marke. Ab der zweiten Jahreshälfte 2014 büßte er innerhalb weniger Monate mehr als 60 % ein.

Heizöl und Treibstoffe billiger als im Vormonat

Der Preis von Heizöl sank im Monatsvergleich um 12,2 %. Superbenzin und Diesel waren im selben Zeitraum um 5,9 % bzw. um 5,5 % günstiger. Im Jahresvergleich aber blieben die flüssigen fossilen Brennstoffe, anders als der Rohölpreis, noch deutlich über dem Vorjahreswert. Heizöl legte im Jahresvergleich von Dezember 2017 auf Dezember 2018 um 9,5 % zu, während die Preise von Superbenzin und Diesel um 3,8 % bzw. 8,9 % stiegen.

Brennholz, Holzpellets, Fernwärme, Strom und Gas im Monatsvergleich stabil

Der Preis von Brennholz fiel im Dezember gegenüber November um 0,7 %. Im Jahresvergleich kam Brennholz auf ein Plus von 9,6 %. Holzpellets waren um 0,3 % teurer als im Vormonat. Im Jahresvergleich zeigte sich ein Plus von 5,3 %.
Fernwärme und Strom kosteten im Dezember 2018 gleich viel wie im Vormonat November. Der Gaspreis stieg in diesem Zeitraum um 0,2 %. Im Jahresvergleich legte Strom um 3,7 % zu, während Fernwärme um 2,2 % teurer wurde. Der Gaspreis hingegen fiel im Vergleich zum Dezember vor einem Jahr um 3 %.


Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: https://twitter.com/at_AEA

Bitte beachten Sie die datenschutzrechtlichen Informationen für die Verarbeitung Ihrer Daten. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung und Cookie-Policy