Energiepreisindex September 2019: Heizöl und Diesel teurer als im Vormonat

• Im Jahresvergleich sind Heizöl und Superbenzin jedoch um 5,3 % günstiger
• Aber: Strom um 5,5 % und Gas um 1,8 % teurer als vor einem Jahr

Video Energiepreisindex September 2019


Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.


Wien, 18. November 2019 – Im September 2019 stiegen sowohl der Energiepreisindex (EPI) als auch das allgemeine Preisniveau (VPI) gegenüber dem Vormonat August um 0,5 %. Hauptverantwortlich dafür waren Preisanstiege bei Diesel und Heizöl. Die Energiepreise stiegen aber insgesamt nicht mehr als der allgemeine Warenkorb.Im Jahresvergleich legte die allgemeine Teuerungsrate um 1,2 % zu, während der EPI im selben Zeitraum um 0,5 % fiel. Auch das ist zu großen Teilen mit der Entwicklung auf den Erdölmärkten zu erklären, denn die Preise für Erdölprodukte sind im Jahresvergleich gesunken.

„Die Preisbewegungen hielten sich auch im September weitgehend in Grenzen. Die vorübergehenden Produktionsausfälle durch den Angriff auf saudi-arabische Ölkapazitäten hatten nur sehr kurzfristige Auswirkungen. Inzwischen ist die Aufregung an den Rohölmärkten wieder verflogen und die Preise haben sich auf einem ähnlichem Niveau wie vor den Angriffen stabilisiert“, stellt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, fest und ergänzt: „Unterm Strich kann man eine Steigerung der Heizölpreise zu Beginn der Heizsaison beobachten, auch wenn die Preise unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Obwohl die Preise für Heizöl stärker schwanken als jene für Pellets oder Stückholz und trotz der signifikanten Umweltbelastung durch Ölheizungen, sind in den österreichischen Haushalten nach wie vor über 600.000 Heizölkessel im Einsatz.“ (Untenstehende Grafik verdeutlicht die Schwankungen des Preises von Heizöl. Diese Grafik zeigt die in Österreich verwendeten Heizsysteme. Weitere Informationen zum Thema Heizen bietet der aktuelle Heizkostenvergleich).



Heizöl und Diesel teurer als im Vormonat, günstiger als 2018

Im Monatsvergleich wurde Heizöl um 2,7 % und Diesel um 1,4 % teurer, die Preise für Superbenzin verringerten sich mit minus 0,1 % kaum. Im Jahresvergleich lag der Preis für Diesel um 4,9 % niedriger als im September 2018. Heizöl und Benzin wurden im selben Zeitraum um 5,3 % günstiger.

Brennholz günstiger als im September, aber teurer als vor einem Jahr

Der Preis von Brennholz fiel im Monatsvergleich um 1 %. Gegenüber September 2018 bleibt ein Plus von 3,2 %. Der Preis für Holzpellets ist im Monatsvergleich um 0,1 % gefallen, im Jahresvergleich ist er um 0,4 % höher.

Fernwärme teurer

Im Monatsvergleich stieg der Preis von Fernwärme um 0,3 %. Im Zeitraum September 2018 - September 2019 legte er um 1,5 % zu.

Strom und Gas kosten gleich viel wie im Vormonat, teurer als vor einem Jahr

Gas und Strom blieben im Monatsvergleich jeweils unverändert. Im Jahresvergleich nahm der Gaspreis um 1,8 % zu, der Strompreis zeigte ein Plus von 5,5 % (ein Schwerpunkt zum Thema Strom findet sich in diesem Energiepreisindex).

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

https://www.energyagency.at/petajouleIm Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.


Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
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