Energiepreisindex: Zum Jahresende Höchstpreise bei Diesel und Benzin

Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur klettert auf 15-Monatshoch – Heizöl im Dezember 2016 um 15 % teurer als im Vorjahr

Wien, 27.01.2017 - Der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte der Österreichischen Energieagentur stieg im Dezember um 1,2 % auf 98 Index-Punkte und beendet das Jahr 2016 somit auf dem höchsten Stand seit September 2015. Verantwortlich dafür waren steigende Treibstoff- und Heizölpreise. Gegenüber Dezember 2015 lag der EPI um 2,6 % höher, dies war gleichzeitig der stärkste Anstieg seit November 2012.    

Gegenüber November stieg der Verbraucherindex (VPI) um 0,5 % und im Jahresvergleich um 1,4 %. Damit erreicht er den höchsten Wert seit November 2014 (+1,7 %).

Treibstoffe so teuer wie zuletzt im September 2015
Für Benzin und Diesel mussten die privaten Haushalte im Dezember 3,9 % mehr zahlen als zum gleichen Zeitpunkt 2015. Das war auch die stärkste Steigerung seit Oktober 2012. Die Teuerung fiel bei Diesel (+4,1 %) stärker aus als bei Superbenzin (+3,6 %). Damit erreichten die Diesel- und Benzinpreise mit Jahresende den höchsten Stand seit August bzw. September 2015.

Gegenüber November 2016 wurde Benzin um 2,7 % und Diesel um 0,3 % teurer.

Da Diesel über die letzten Monate stärker als Benzin angestiegen ist, schrumpfte auch die Preisschere zwischen den Treibstoffen von knapp 10 Cent im Mai, auf 4,6 Cent in Dezember.      

Im Vergleich zum Durchschnitt der EU-28 bleiben beide Treibstoffe vergleichsweise günstig: Superbenzin war im Oktober um 13,3 % und Diesel um 7,2 % billiger. Zu Jahresbeginn lag der Unterschied allerdings noch bei 15% (Super) und 9,5 % (Diesel). 

Heizöl: Stärkster Preisanstieg seit Jänner 2012
Der Heizölpreis verteuerte sich am stärksten von allen Energieträgern. Haushalte zahlten für einen Liter Heizöl im Dezember satte 7,8 % mehr als im November. Im Jahresvergleich fiel der Unterschied noch deutlicher aus: hier kletterte der Preis um über 15 % - das ist der stärkste Anstieg seit Jänner 2012.

Feste Brennstoffe wurden im Dezember um 0,6 % teurer, angeführt von Brennholz (+0,7 %) und Pellets (+0,1 %). Holzbriketts gingen um 0,4 % zurück.

Mit -1,5 % waren auch feste Brennstoffe mitten in der Heizsaison noch günstiger als im Vorjahr zu haben, vor allem Pellets (-2,4 %) und Brennholz waren mit -1,5 % günstiger. Holzbriketts verteuerten sich um 0,5 %.  

Leitungsgebundene Energieträger gegenüber November 2016 unverändert
Die Preise für Strom, Gas und Fernwärme blieben gegenüber November stabil. Gas bleibt somit weiterhin so günstig wie zuletzt im Mai 2011. Im Jahresvergleich waren Strom und Fernwärme um je 1,4 % teurer, während der Gaspreis mit -2,8 % eine seit April 2015 sinkende Tendenz zeigt. 

Ölpreis zu Jahresende auf 17-Monatshoch
Mit dem Beschluss ihre Fördermengen seit 2008 erstmals zu reduzieren sowie mit einer weiteren Einigung der Förderkürzung mit sämtlichem nicht-OPEC Ländern, darunter auch Russland, hat die OPEC dem Ölpreis im Dezember einen kräftigen Schub gegeben. Die Sorte Brent stieg im Vergleich zu November um fast 9 Dollar bzw. 19 % auf 53,3 Dollar - das war der höchste Stand seit Juli 2015. Solche Preisanstiege sind bei Brent eher ungewöhnlich. Das letzte Mal kam ein so starker Anstieg innerhalb eines Monats im Februar 2015 vor.

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Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen dabei auf der visionzero einer fossilfreien Zukunft, der Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMWFW die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.


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