Energieminister Mitterlehner zieht positive Zwischenbilanz

 
Bilanz Energieeffizienzgesetz in Zahlen:

  •  10.882 Meldungen von Energieeffizienzmaßnahmen

  • Energiesparziel übererfüllt: 9,59 Petajoule (PJ) wurden durch Verpflichtete gemeldet,
    Vorgabe waren 5,51 PJ

  • Auch die Haushaltsquote der Energieeffizienzmaßnahmen wurde um das 2,5fache übertroffen:
    5,44 PJ Energieeffizienzmaßnahmen gemeldet, Vorgabe waren 2,20 PJ


Wien, 25.02.2016 – Mit Ablauf der Frist am 14.2.2016 mussten die Energielieferanten erstmals ihre Energieeffizienzmaßnahmen im Ausmaß von 0,6 Prozent ihres Vorjahresabsatzes melden. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit für Unternehmen, freiwillig Maßnahmen zu melden, die im Anschluss von verpflichteten Energielieferanten erworben werden können, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Auf Basis der EU-Vorgaben und des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) müssen die Energieversorger bei ihren Kunden und bei sich selbst darauf hinwirken, dass die Input-Output-Relation verbessert wird. Sie können trotzdem mehr Strom oder Gas verkaufen, sollen aber verstärkt Aktionen setzen, die zu einem effizienteren Einsatz von Energie führen. "Die Lieferanten haben das dafür nötige Know-how. Als Service-Dienstleister können sie eine stärkere Kundenbindung aufbauen", sagt Mitterlehner.

Durch die gesetzlich vorgesehenen Instrumente der verallgemeinerten Methoden und Möglichkeiten für die Meldung individueller Maßnahmen gab es ausreichend Anreize, damit Energielieferanten und Unternehmen ihre Möglichkeiten im Sinne des EEffG nutzen können.
 
Mit gemeldeten Maßnahmen im Umfang von 9,59 PJ für das Verpflichtungsjahr 2015 haben die Energielieferanten ihre Verpflichtung von in Summe 5,51 PJ im ersten Jahr der Meldepflicht 1,7fach erfüllt. Das entspricht einem Wert von 1,04 % statt dem gesetzlich festgelegten Zielwert von 0,6 %. Der verpflichtend vorgeschriebene Anteil von 40 % an Energieeffizienzmaßnahmen im Haushaltsbereich war im Vorfeld als hoch und herausfordernd diskutiert worden. Mit 5,44 PJ übersteigen die entsprechenden Meldungen die notwendigen 2,20 PJ um das Zweieinhalbfache.

Nach Energieabsatz 2014 insgesamt zu meldendes Ausmaß an Einsparungen durch Energieeffizienzmaßnahmen 5,51 PJ – bis zum 14.2.2016 gemeldetes Ausmaß durch Energielieferanten 9,59 PJ. Zu meldendes Ausmaß aus Haushaltsmaßnahmen 2,2 PJ, erreichte Höhe 5,44 PJ.

Zusätzlich haben Unternehmen freiwillig Maßnahmen im Ausmaß von 11,15 PJ gemeldet und damit das Potential aufgezeigt, das im Energieeffizienzbereich vorhanden ist.
 
 

10.882 Meldungen an Energieeffizienzmaßnahmen

Die Energielieferanten oberhalb der relevanten Absatzschwelle von 25 GWh im Vorjahr haben 9.814 Meldungen an Energieeffizienzmaßnahmen abgegeben. Weitere 1.068 Meldungen wurden als freiwillige Maßnahmen durch Unternehmen in die Datenbank eingetragen und können in den Folgejahren an Energielieferanten übertragen werden.

Meldungen Energieeffizienzmaßnahmen gesamt 10.882, 90 % durch verpflichtete Energielieferanten nach §10 EEffG, 10 % durch Unternehmen nach §9 EEffG. Gemäß Übergangsbestimmungen §32 EEffG waren Maßnahmen aus 2014 ebenso wie jene aus 2015 für die Meldung im Jahr 2016 anrechenbar. Gemessen an der Höhe der Energieeinsparungen wurden aus dem Jahr 2014 15 % und aus 2015 85 % gemeldet. 
 
 

Hohe Akzeptanz des Methodenkatalogs und der Möglichkeit von individuellen Bewertungen

Derzeit sind über 100 mögliche Methoden und Möglichkeiten vorgesehen, die Energielieferanten und Unternehmen nutzen können, z.B: Gerätetauschaktionen, Stromsparpakete, Heizungsoptimierung, LED-Lampen-Aktionen, Einsatz von Standby-Killern, Energieberatung etc. Zu 53 % stammen die Maßnahmen der verpflichteten Energielieferanten aus sogenannten verallgemeinerten Methoden, die in einem Katalog im Anhang des EEffG als vordefinierte Schemata zur Verfügung stehen. Mit 47 % an Maßnahmen durch individuelle Instrumente des Gesetzes zeigt sich die Breite der vorgesehenen Möglichkeiten.

Meldungen der Energieeffizienzmaßnahmen nach Hauptkategorien: Anteil, Einsparung, Anzahl der Meldungen.
 

Bei den individuellen Bewertungen sind die gemeldeten Kategorien den Schwerpunkten Gebäudesanierung, Industrieanlagen, Beleuchtung in Unternehmen, Fernwärme, Wärmerückgewinnung, Dampferzeugung und Heizkessel zugeordnet.
 

Aufteilung der individuellen Maßnahmen nach Hauptkategorien


Fazit Monitoringstelle

Die im Wege der gesetzlich vorgeschriebenen Vergabe an die Österreichische Energieagentur übertragene Wahrnehmung als Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle ist gelungen. Zahlreiche Einrichtungen des e-Governments wurden im Sinne der Synergien genutzt und die Zusammenarbeit von Behörden, Interessenvertretungen und Monitoringstelle bewährt sich.

 

Rückfragehinweis: 

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Mag. Heinrich Sigmund, MSc
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-101
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Mag. Volker Hollenstein
Pressesprecher des Vizekanzlers und Bundesministers
Tel.: +43 (0) 1 711 00-5193
E-Mail: volker.hollenstein(at)bmwfw.gv.at
Web: www.bmwfw.gv.at