Kalter Winter sorgt für 18-Monatshoch bei Gaspreis

Österreichischer Gaspreisindex auch gegenüber Februar 2017 um 11 % gestiegen – Anzahl der Heizgradtage so hoch, wie zuletzt vor 30 Jahren

Wien, 23. Februar 2017 – Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) klettert im März 2017 auf den höchsten Stand seit September 2015 und liegt bei 78,4 Punkten (Basis 2011 = 100). Damit ist der Preis so hoch, wie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur steigt der ÖGPI gegenüber Februar 2017 um fast 11 %. Das ist die größte Steigerung im Monatsvergleich  seit August 2016.

Kalter Winter wirkt sich auf Gaspreis aus
Die Großhandelspreise haben zuletzt unter anderem auch aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse und dem erhöhten Heizbedarf angezogen. Die Heizgradtage (HGT) stiegen beispielsweise  im Jänner 2017 gegenüber Jänner 2016 um fast 23 % .Somit war die Anzahl der HGT so hoch, wie zuletzt vor 30 Jahren (Statistik Austria, ZAMG).  Die Heizgradtage sind ein Indikator für den Heizbedarf, der auf Basis einer Tagesmitteltemperatur von ≤ 12°C ermittelt wird. Je höher die Heizgradtage, desto mehr Energie zum Heizen wird benötigt und desto höher fällt die Heizkostenrechnung aus.

Der ÖGPI sowie eine entsprechende Grafik können hier kostenfrei abgerufen werden.

Definition Heizgradtage
Ein Tag, an dem die Tagesmitteltemperatur ≤ 12°C beträgt, gilt als sogenannter Heiztag. Dahinter steckt die Annahme, dass man in einem durchschnittlichen Haus bei einer Außentemperatur von weniger als 12°C heizen muss. An jedem Heiztag des Jahres wird nun die Differenz von 20°C zur Tagesmitteltemperatur TØ errechnet. Handelt es sich um einen „Nicht-Heiztag“, so wird diese Tagesdifferenz auf 0 gesetzt. Diese täglichen Differenzwerte aller Heiztage werden aufsummiert und ergeben die Heizgradtage.

Haftungsausschluss
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Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
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Das Jubiläumsjahr der Österreichischen Energieagentur steht ganz im Zeichen der Energiezukunft: Wie werden wir im Jahr 2027 global und lokal Energie erzeugen, verteilen und nutzen? Der Zeitraum scheint kurz, aber angesichts der disruptiven und exponentiellen Entwicklungen ist heute nicht absehbar, wie unsere Energie-Welt in 10 Jahren tatsächlich aussieht und vor welchen Herausforderungen sie dann stehen wird.

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Rückfragehinweis
Mag. Klaus Kraigher MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: klaus.kraigher(at)energyagency.at

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