Kostenloser topprodukte.at Ratgeber: Einfach die richtige Ladestation für das E-Auto finden

E-Autos können an der Steckdose geladen werden. Doch wenn es rasch gehen soll, ist eine Ladestation für zu Hause ideal. Aber Vorsicht: Durch die höhere Leistung können auch höhere Kosten anfallen. Die Auswahl an Ladestationen ist groß. Wie findet man das richtige Modell für die eigene Garage? Die Österreichische Energieagentur hat im Rahmen des klimaaktiv-Programms topprodukte.at einen kostenlosen Ratgeber erstellt, der erstmals einen Detailüberblick über in Österreich erhältliche Ladestationen für den Privathaushalt gibt.

Wien, 30.10.2017 - E-Mobilität ist das Thema der Stunde. Auf den heimischen Straßen sind bereits 15.000 reine Elektroautos und Plug-in-Hybride unterwegs. 2017 wurden alleine bis Ende Juli 3.175 reine Elektroautos neu zugelassen, das sind um 42,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 1,78 Prozent aller neu zugelassenen Pkw sind bereits E-Autos[1]. Gemeinsam mit den Niederlanden ist das der Spitzenwert in der Europäischen Union.
Für Besitzerinnen und Besitzer von E-Autos stellt sich die Frage, wie sie ihr Fahrzeug am besten laden. Die Ladeleistung über eine Schuko-Steckdose mit 2,3 kW ist nämlich begrenzt. Dennoch kann das Laden mit dem mitgelieferten Ladekabel an der Haushaltssteckdose ein Option sein, denn der Akku muss nicht immer voll geladen sein: Immerhin sind 94% aller Autofahrten in Österreich kürzer als 50 Kilometer[2], das entspricht bei moderater Fahrweise einer Ladezeit von etwa fünf Stunden. Darüber hinaus kann natürlich auch in der Nacht geladen werden, wenn das Auto oft nicht genutzt wird.
Wer es eilig hat oder sein Auto häufig flexibel nutzt, sollte auf eine festinstallierte Ladestation setzen. Denn damit sind schnellere Ladezeiten möglich. Diese Modelle mit einer Leistung über 3,6 kW benötigen einen dafür ausgelegten Stromkreis und die Bewilligung durch den Netzbetreiber, der die elektrische Leistung zur Verfügung stellen muss. Doch Vorsicht: Hier ist es ratsam vorab mit dem Energieversorgungsunternehmen bzw. Netzbetreiber Kontakt aufzunehmen, da sich dadurch die Anschlussleistung erhöht und es zu Nachverrechnungen kommen kann.  

Die Auswahl an Ladestationen für Privatkundinnen und -kunden ist vielfältig. Grundsätzlich gilt: Die Ladestation muss für den vom Elektroauto vorgegebenen Steckertyp, die vom Elektroauto vorgegebene maximale Ladeleistung und die maximal vorhandene elektrische Leistung, die zu Hause zur Verfügung steht, ausgelegt sein. Um die Suche nach der richtigen Ladestation zu erleichtern, hat die Österreichische Energieagentur im Rahmen des klimaaktiv-Programms topprodukte.at einen Ratgeber erstellt.

toppprodukte.at Ratgeber

Auf topprodukte.at findet sich der erste Ratgeber, der einen Detailüberblick über in Österreich erhältliche Ladestationen für den Privathaushalt gibt. Dieses kostenlose Service bietet die Möglichkeit Kriterien wie Leistung, Preis, Lieferant, Steckertyp etc. in interaktiven Tabellen aufzulisten.
Siehe: http://www.topprodukte.at/de/News-Detail/Wie-lade-ich-mein-E-Auto-am-besten-auf.html

Mit sechs Fragen zur richtigen Ladestation

Für die Auswahl des richtigen Produktes sind folgende Fragen zu beantworten:

1.  Welchen Steckertyp hat mein Elektroauto?
2.  Für welche maximale elektrische Leistung ist meine Hausinstallation ausgelegt?
3.  Welche elektrische Leistung stellt mir mein Stromnetzbetreiber zu Verfügung?
4.  Möchte ich in geschlossenen Räumen oder im Freien laden?
5.  Benötige ich eine „intelligente“ Ladestation?
6.  Möchte ich ein Auto der Marke Renault oder Tesla laden? Renault-Elektroautos dürfen nur mit Z.E.–READY-zertifizierten Ladestationen geladen werden. Tesla verwendet den Typ-2-Stecker und kann sowohl über die hauseigenen Tesla-Supercharger mit Gleichstrom als auch über eine normale Typ-2-Ladestation mit Wechselstrom geladen werden.

Es gibt keinen weltweit einheitlichen Standard für die Steckverbindung zwischen Elektroauto und Ladestation. In Europa ist der Typ-2-Stecker Standard (EN 62196), wobei asiatische und amerikanische Modelle vereinzelt noch einen Typ-1-Stecker verwenden. Den in Japan üblichen CHAdeMO-Stecker oder den „Combined-Charging-System“-Stecker (CCS) gibt es bei keiner der in Österreich erhältlichen Ladestationen für den Privathaushalt.

Herstellerspezifische Lösungen: Renault und Tesla

Renault-Elektroautos dürfen nur mit Z.E.-READY-zertifizierten Ladestationen geladen werden, Tesla ermöglicht die Ladung über einen eigenen Gleichstrom-Standard. Tesla nutzt den Typ-2-Stecker als Schnittstelle für das Laden seiner europäischen Fahrzeuge. Diese Steckverbindung ermöglicht sowohl das ein- oder dreiphasige Laden an normalen Typ-2-Ladestationen als auch das Laden mit Leistungen bis zu 135 kW mit einem ausschließlich für Tesla-Fahrzeuge eingesetzten Gleichstromladeverfahren an den sogenannten Tesla-Superchargern. An diesen Stationen sind Kabel und Stecker fest mit der Ladesäule verbunden.

Intelligente Ladestationen

Eine intelligente bzw. smarte Ladestation lässt sich zum Beispiel mit einem Smart Meter vernetzen und ist mit dem Internet verbunden. Verwendet werden sie unter anderem für die Anbindung an Photovoltaikanlagen, Stromabrechnungsservices oder Lastmanagement beim Laden mehrerer Elektroautos. Einfache Ladestationen sind bereits ab ca. 500 Euro erhältlich, eine intelligente Ladestation ist ca. 100 bis 200 Euro teurer und kann Bedingung für eine öffentliche Förderung sein.

Förderungen

Die Anschaffung einer Ladestation wird in Österreich vom Bund und von einzelnen Ländern gefördert. Details dazu sowie weitere Informationen bietet der topprodukte.at Ratgeber.

Über topprodukte.at

topprodukte.at ist ein Service von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen dabei auf der visionzero einer fossilfreien Zukunft, der Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMWFW die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.


Die Österreichische Energieagentur feiert 2017 ihr 40-Jahres-Jubiläum. Das Jubiläumsjahr mit dem Thema ENERGY 2027>> steht ganz im Zeichen der Energiezukunft. Wie werden wir im Jahr 2027 global und lokal Energie erzeugen, verteilen und nutzen? Der Zeitraum scheint kurz, aber angesichts der disruptiven und exponentiellen Entwicklungen ist heute nicht absehbar, wie unsere Energiewelt in zehn Jahren tatsächlich aussieht und vor welchen Herausforderungen sie dann stehen wird. Weitere Informationen unter www.energyagency.at/energy2027


Rückfragehinweis:

Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: https://twitter.com/at_AEA

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[1] https://www.bmlfuw.gv.at/service/presse/umwelt/2017/170817E-MobilitaetFoerderantr-ge.html

[2] Klima und Energiefonds: Faktencheck E-Mobilität https://www.klimafonds.gv.at/presse/presseinformationen/faktencheck-e-mobilitaet-e-autos-schonen-umwelt-und-geldboerse/