Projekt „IEA ANNEX 33 Stationary Fuel Cell Applications“

Brennstoffzellen und Wasserstoff, als fossilfreier Energieträger im Fall der Erzeugung mit Renewables, sind bedeutende Technologien am Weg in die fossilfreie Energieversorgung.Die Wichtigkeit der und die daraus resultierenden Anstrengungen für die Entwicklung der österreichische Wasserstoffstrategie verdeutlichen dies klar.

Wie bereits im Rahmen der kombinierten Veranstaltung (Meeting/Workshop in Linz am 6. November 2018) dargestellt, war die Österreichische Energieagentur damit beauftragt, im Rahmen ihrer Tätigkeit im IEA Technology Collaboration Programme (TCP), konkreter im Annex 33 „Stationary Fuel Cell Applications“ Subtask 3, ein erweitertes Geschäftsmodell zu entwickeln.

Das derzeitige Geschäftsmodell wurde ergänzt. Der Fokus war hier im Wesentlichen auf der Vermeidung der Entgelte für die genutzte elektrische Infrastruktur, die durch die erzeugte Menge an Elektrizität durch die Brennstoffzelle eingespart werden konnte.

Im erweiterten Modell, wurden  kostenrechnerischen Grundsätzen berücksichtigt und der Sector-Coupling Zugang miteinbezogen. Damit ergäben sich potenziell signifikante, positive, Auswirkungen auf die Erdgas – und auch auf die elektrische Infrastruktur – aber auch auf die Erzeugung von Elektrizität.

Die Resultate zeigen, dass die Investition in die Installation einer stationäre Brennstoffzelle, im Vergleich zu einer erdgasbefeuerten, modulierenden Brennwerttherme ohne Puffertank um circa € 9.900 höher sein darf. Im Vergleich zu einer erdgasbefeuerten, modulierenden Brennwerttherme mit Puffertank darf die Investition um € 5.000 darüber liegen. Wenn man die derzeitige Investitionshöhe für stationäre Brennstoffzellen in Japan als Vergleich heranzieht – diese beträgt € 7.500 (in Europa beträgt die Investition für eine vergleichbare Ausführung > € 30.000) – dann wird ersichtlich, dass die stationäre Brennstoffzelle sehr wettbewerbsfähig wäre, falls man in Europa ein ähnliches Preisniveau wie in Japan erreichen würde. Diese Preisdifferenz zwischen Japan und Europa wird größtenteils auf nicht vorhandene Economies of scale, size and scope in Europa zurückgeführt. Somit sollte primär  die Senkung der europäischen Produktionskosten verfolgt werden.

Es gilt, die Ziele innerhalb der Zielgruppe zu bündeln, die politischen aber auch die Entscheidungsträger auf Unternehmensebene von der Brennstofftechnologie zu überzeugen. Ebenfalls sollten die Interessensvertretungen weiterhin über die Ergebnisse informiert werden.

Der Subtask 3 Report „Possible extension of the business modell for fuel cells“ welcher die Zustimmung des IEA Executive Committee im Rahmen des Treffens in Südkorea bekommen hat, ist nunmehr auf der Website verfügbar und steht gratis zum Downloaden bereit.


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Alfred Schuch.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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