Request2Action

Europaweit besteht hohes CO2-Einsparpotential, das auch durch forcierte Gebäudesanierung genutzt werden soll. Das EU-Projekt Request2Action entwickelt zum einen Tools, um aus den Energieausweisdaten kosteneffiziente Sanierungsempfehlungen abzuleiten; zum anderen werden fundierte Daten aus den Energieausweisen und zu Kosten, Nutzen und Chancen von Sanierungsmaßnahmen in nationalen Datenbanken gebündelt und den Marktakteuren in „One-Stop-Shops“ zentral zur Verfügung gestellt.



Projektziele

Primäre Ziele des Projektes:

  • Allgemeine Akzeptanz für die Empfehlungen aus dem Energieausweis bei den relevanten Marktakteuren (Hausbesitzer, Baugewerbe, Politik und Verwaltung).
  • Nachvollziehbarkeit der aufgrund der Empfehlungen aus Energieausweisdaten gesetzten Sanierungsmaßnahmen.
  • Energieausweise oder ähnliche Tools wirken als treibende Kraft für kosteneffiziente Sanierungsschritte.
  • 1 % der Liegenschaftseigentümer jedes teilnehmenden Landes nutzt den im Zuge des Projektes etablierten zentralen „One-Stop-Shop“; 4 % davon führen in Folge eine Sanierungsmaßnahme durch.

Projektierte Folgewirkungen des Projekts Request2Action bis zum Jahr 2020:

  • Steigende Anzahl an Ländern mit effektiven Monitoringsystemen
  • Signifikant höhere Rate kosteneffizienter Teilsanierungen
  • Entwicklung und Umsetzung langfristiger Sanierungspläne
  • Bessere Nutzung von Liegenschaftsdaten inklusive der Daten von Energieausweisen.

Chancen durch das Projekt Request2Action:

  • Zusammenführung der Marktakteure in einem „One-Stop-Shop“
  • Information der versorgungsseitigen Marktakteure (Hausbesitzer, -verwaltungen) über die jeweils besten spezifischen Sanierungsmöglichkeiten
  • Unterstützung lokaler Behörden bei ihrer zukünftigen Rolle als Initiator von Sanierungsmaßnahmen
  • Verbesserung bestehender Tools und Zusammenführung von Online-Ressourcen für effizientere Nutzung durch Liegenschaftseigentümer
  • Nutzung der „One-Stop-Shops“ als vertrauenswürdige Kommunikationsplattformen zur Zusammenführung von Angebot und Nachfrage im Markt für Produkte und Leistungen für thermische Sanierungen.

 

Momentan ist noch kein europaweites Monitoringsystem etabliert, welches die Umsetzung und Anwendung der Empfehlungen aus Energieausweisen erfasst. Request2Action ist ein wichtiger Schritt, ein solches in Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern zu entwickeln.

Eine Schnittstelle für die klimaaktiv-Gebäudedeklaration

Die Österreichische Energieagentur hat eine Schnittstelle zwischen dem Energieausweisprogramm GEQ und der klimaaktiv-Deklarationsplattform geschaffen. Damit ist die klimaaktiv-Gebäudedeklaration für planende oder ausführende Unternehmen erheblich einfacher und spart Zeit. 80% der erforderlichen Dateneingabe werden mit nur einem Klick erledigt.

Die Vorgehensweise wird im Informationsblatt genauer beschrieben und steht im Bereich Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie bei der Projektleiterin DI MSc Naghmeh Altmann-Mavaddat (naghmeh.altmann(at)energyagency.at) und auf der Projektwebsite http://building-request.eu/