Smart Heating: Das Produkt der Zukunft

Die meisten Heizsysteme arbeiten nicht so effizient wie sie könnten. Auf dem Prüfstand werden meist beste Effizienzwerte erzielt, aber die Realität sieht anders aus: Aufgrund mangelhafter oder nicht durchgeführter Wartungen und unzureichender Abstimmung auf die Erfordernisse des versorgten Objektes sowie deren Benutzer arbeiten die Systeme bei Weitem nicht so energieeffizient wie sie sollten und könnten. Diese Umstände wirken sich auf die Luftqualität (Schadstoffe), den Energieverbrauch und damit letztendlich auf die Heizkosten aus.

Recherche, Analyse und Untersuchungen bringen Antworten auf Fragen

Während der Projektlaufzeit wurde unter anderem untersucht, ob und wie durch permanente Energieverbrauchsanalysen und Fehlererkennung die Effizienz von Gas-Brennwert-Systemen und Heizungswärmepumpen gesteigert werden kann. Ferner wurde untersucht, ob aufgrund des Smart Heating-Systems das Bewusstsein für effizientes, kostensparendes und schadstoffarmes Heizen bei den KonsumentInnen geschaffen werden kann. Insgesamt wurden dazu 500 EndkundInnen in Österreich befragt. Was die ExpertInnen zu Smart Heating meinen, wurde in Diskussionsrunden und durch Online-Befragungen in Erfahrung gebracht. Aus dem Österreichischen Klimaschutzbericht 2013 geht hervor, dass der Raumwärmesektor 13 % der Treibhausgas-Emissionen verursacht. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Ziele für ein Smart Heating-System:

  1. Heizsysteme sollen einem kontinuierlichem Monitoring unterliegen, um Ineffizienz sofort aufzudecken und beheben zu können.
  2. Die KonsumentInnen sollen zu dem Thema Heizung stärker als bisher informiert sowie energieeffizientes Verhalten gefördert werden. Damit soll Fehlverhalten vermieden werden.

Intelligente Heizsysteme

Die Mess-Sensorik erfasst permanent Daten und „überwacht“ effizienz- und umweltrelevante Betriebsparameter (rasche Effizienzanalysen). Eine Interaktion mit dem Benutzer bzw. einer definierten Betreuergruppe garantiert ein rechtzeitiges Erkennen von ineffizienten Systemzuständen und erhöhtem Energieverbrauch. Außerdem erhöht sich die Transparenz der Heizkosten: Bei erhöhtem Energieverbrauch bietet eine kurzfristige Warnung die Chance unnötig hohe Heizkosten zu vermeiden. Ineffiziente Betriebszustände werden rechtzeitig erkannt und können so schnell behoben werden.

Die Anschaffungskosten für die Heizsysteme der Zukunft sollen unverändert bleiben, lautet das Ergebnis der Analyse bei KonsumentInnen. Smart Heating-Systeme sollen letztlich zu präzisen, zuverlässigen und benutzerfreundlichen Messeinrichtungen für Heizanlagen führen, die den EndverbraucherInnen mehr Effizienz garantieren und auch kostengünstiger sind als Messsysteme, die auf zusätzlich zu installierenden Messgeräten beruhen. Ein wesentliches Ziel muss daher – bei der über das Projekt hinausgehenden Entwicklung – sein,  dass es zu keinen nennenswerten Preiserhöhungen für KonsumentInnen kommt.

Das Projekt hat gezeigt, dass im Bereich Heizen das kontinuierliche Erfassen der Messwerte sowie eine intensive KundInnen-Information technisch machbar sind. Die Projektergebnisse zeigen eine Entwicklung zur Nutzung dieser Möglichkeiten in der Praxis auf.

Die technischen, wirtschaftlichen und zum Teil auch rechtlichen Hürden sind derzeit jedoch noch erheblich. In welcher Ausformung das System letztlich auf dem Markt kommen wird, kann noch nicht abgeschätzt werden – noch viel weniger, in welchem Zeitrahmen dies der Fall sein wird.

Abschließend haben sich in der Entwicklung drei Herausforderungen herausgestellt: Die Erfassung und die Verwaltung der Messwerte sowie die Vorgabe, keine zusätzlichen Kosten zu verursachen.

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