Vorzeigebetriebe in Vorarlberg setzen auf realistische Darstellung ihrer Energieperformance

Unternehmen profitieren von einem strukturierten Blick auf den Energieverbrauch. Mit aussagekräftigen Kennzahlen können sie den Erfolg von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung messen. Die Austrian Energy Agency Academy bietet am 12. und 13. März 2018 in Wien eine entsprechende Schulung an.

Wien, 24.01.2018 – Viele Unternehmen kennen das Problem: Sie bemühen sich, Energie einzusparen und setzen Energieeffizienz-Maßnahmen um. Oft ist es aber nicht nachvollziehbar, ob die erwarteten Energie­einsparungen auch im vollen Ausmaß eingetreten sind. Dazu kommt ein weiterer Aspekt: Unternehmen mit einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 müssen in Zukunft nachvollziehbar nachweisen, wie sie ihre Energieperformance verbessert haben (Details siehe hier).

Diese Thematik kennen auch 13 Vorarlberger Vorzeigebetriebe. Daher haben diese Unternehmen, die am Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg (LEEN Vorarlberg II) teilnehmen, ihr vergangenes Treffen dem Thema „Nachweis der energiebezogenen Leistung mittels Baseline“ gewidmet. In einer von der Austrian Energy Agency Academy (AEAc) durchgeführten Schulung wurden die Energiemanagerinnen und -manager der Firmen – darunter große Unternehmen wie ALPLA, Zumtobel, Blum, Wolford und einige mehr – mit dem objektiven Nachweis der energiebezogenen Leistung nach ISO 50006 vertraut gemacht.
„Es zeigt sich, dass es sich für Betriebe auf jeden Fall lohnt, einen strukturierten Blick auf den Energie­verbrauch zu werfen und Einsparungen sicher und transparent nachweisen zu können“, erläutert Lukas Eggler, Schulungsleiter der Austrian Energy Agency Academy. „Unternehmen profitieren von der neuge­wonnenen Transparenz in Sachen Energiemanagement, da sie dank objektiver Messungen ihre Effizienz­steigerung verifizieren und so entsprechende Maßnahmen setzen können. Das kann ein entscheidender Wissens- und Kostenvorsprung gegenüber dem Mitbewerb sein.“
Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulung in Vorarlberg teilen diese Meinung.
„Im Vorfeld herrschte bei den Unternehmen Unsicherheit, wie sie mit den steigenden Anforderungen aus der ISO 50001 umgehen sollen. Die Schulung hat diesen Druck genommen und auch gezeigt, welche Chancen die Erstellung aussagekräftiger Indikatoren mit sich bringt“, sagt Bertram Schedler, Moderator des Vorarlberger Effizienznetzwerkes, im Rahmen des Meetings, das bei ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG stattfand.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Energieeffizienznetzwerke in Vorarlberg schätzen den hohen Wert belastbarer und aussagekräftiger Kennzahlen. Die Schulung der österreichischen Energieagentur im Rahmen eines Treffens hat die wichtige Basis für die selbständige Kennzahlenbildung geschaffen. Bereits zum vierten Mal schließen sich nun Unternehmen zusammen und profitieren vom gemeinsamen Know-how unter der fachlichen Leitung der Vorarlberger Kraftwerke AG. Auf diese Weise werden Energieflüsse erstmals transparent und leicht nachvollziehbar dargestellt. Die ableitbaren Maßnahmen tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen bei und sind zusätzlich ein sinnvoller Beitrag zu einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt“, so Dietmar Amtmann, Projektleiter bei der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW).

Nächste Schulung am 12. und 13. März 2018 in Wien

Die nächste Schulung Energieleistungskennzahlen und Baseline ‑ Theorie und Praxis findet am 12. und 13. März 2018 in Wien statt. Dabei wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelt

  • wie sie die energetische Performance ihres Unternehmens normkonform darstellen können
  • wie sie die energetische Ausgangslage (Baseline) und die Entwicklung des Verbrauchs ermitteln und bewerten können
  • welche Arten von Einflussgrößen für Energiesysteme generell relevant sein können und wie sie diese im eigenen Unternehmen oder bei ihren Kunden identifizieren und in den Berechnungen berück­sichtigen können.

Am 26. März 2018 findet zudem die Schulung „Nachweis der Effektivität von Energieeffizienzmaßnahmen (IPMVP)“ statt.

Weitere Informationen zur Schulung bietet diese Webseite.

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

Die Österreichische Energieagentur (AEA) liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die strategischen Schwerpunkte des Kompetenzzentrums für Energie liegen dabei auf der visionzero, ein Strategieprozess für eine fossilfreie Zukunft, der Transformation des Energiesystems in Richtung Energieintelligenz und den damit verbundenen Umbrüchen in den energierelevanten Branchen. Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur ist national und international tätig. Sie entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Die Österreichische Energieagentur setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Fragen der Energiezukunft mit ExpertInnen-Know-how beantworten – dieses Ziel unterstützt die Österreichische Energieagentur mit ihrer strategischen Personalentwicklung.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher MAS
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
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