Wasserstoff Experte der Österreichischen Energieagentur gewinnt Forschungspreis der E-Wirtschaft

Der renommierte „Oesterreichs Energie-Preis“ geht an DI Dr. Werner Liemberger mit seiner an der TU Wien erstellten Dissertation zum Zukunftsthema Wasserstoff.

Wien, 23. Oktober 2019 – DI Dr. Werner Liemberger, Experte bei der Österreichischen Energieagentur, gewinnt den Forschungspreis der österreichischen E-Wirtschaft. Ausgezeichnet wird seine am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossene Dissertation „Utilisation of the natural gas grid for the hydrogen Infrastructure“. Darin befasst sich der Wissenschaftler mit dem Zukunftsthema Wasserstoff. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, wie man die bestehende Gasinfrastruktur für den Transport von Wasserstoff nutzen kann und welche technischen Verfahren dafür notwendig sind.

Wasserstoff als Speicher & effizienter Transport

Hintergrund der Dissertation von Liemberger ist die Tatsache, dass in einer nachhaltigen Energiezukunft ein hoher Bedarf an Speichern für Strom aus Sonne, Wind und Wasser besteht. In so genannten chemischen Energiespeichersystemen wird Strom eingesetzt, um mittels Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. Wasserstoff kann dann gespeichert und auch transportiert werden. Das ist am energie- und kosteneffizientesten via Pipeline. Da das vorhandene Wasserstoffnetzwerk nicht groß ist, untersucht Liemberger, nun Experte bei der Österreichischen Energieagentur, ob und wie man Wasserstoff im bestehenden Erdgasnetzwerk transportieren kann: Denn während die Einbringung einfach möglich ist, ist die Abtrennung von reinem Wasserstoff aus der Mischung Erdgas-Wasserstoff herausfordernd. In der Dissertation wird die technische Machbarkeit basierend auf Versuchsdaten gezeigt. Weiters wird in einer umfangreichen Simulation ein deutlich energieeffizienterer Prozess identifiziert.
Liemberger hat dabei Methoden aus dem „Machine Learning“ mit klassischer Prozesssimulation kombiniert. Sollten in Zukunft weitere Szenarien des Wasserstofftransportes berechnet werden, kann mit dieser Methodik die sonst sehr zeit- und ressourcenintensive Simulation der vielfältigen Prozesse einfach angewandt werden.

Der renommierte Energie-Preis wird von Oesterreichs Energie Forschung & Innovation gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Energietechnik (OGE) im Österreichischen Verband für Elektrotechnik (OVE) vergeben. Ziel des Oesterreichs Energie-Preises ist es, wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zur Energie-/Elektrizitätswirtschaft zu fördern und Studierende für die Elektrizitätsbranche zu begeistern. Nach einem Auswahlprozess unter Beteiligung einer Expertenjury werden die Arbeiten mit der höchsten Relevanz für die Elektrizitätswirtschaft bewertet. Der Preis wurde bei der 57. OVE - Energietechnik Tagung, die heuer in Innsbruck stattgefunden hat, verliehen.

Weitere Informationen:

„Utilisation of the natural gas grid for the hydrogen Infrastructure“, Dissertation von DI Dr. techn. Werner Liemberger
Betreut von Univ.Prof.  DI. Dr.techn. Anton Friedl und Ass.Prof. DI  Dr.techn. Michael Harasek, TU Wien,
Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften
Download der Dissertation als pdf.

Presseinformation:
Das bringt die Energiezukunft mit Wasserstoff: 5 Thesen
Podcast Petajoule: S01E02 | Wasserstoff: Hype oder Baustein der Energiezukunft?

 

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.


Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: www.twitter.com/at_AEA

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