Energiepreise im Oktober 2018 um 10 % höher als vor einem Jahr

• Heizöl kostete um 30 % mehr
• Auch Treibstoffpreise deutlich über dem Vorjahresniveau


Hier finden Sie ein kurzes Video zum
aktuellen Energiepreisindex.Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden. Gerne senden wir Ihnen das Videomaterial auch in höherer Auflösung oder ohne Logos.

 

Wien, 05. Dezember 2018 – „Im Oktober musste man in Österreich für Haushaltsenergie um 3 % mehr zahlen als im September. Die allgemeine Teuerungsrate betrug im selben Zeitraum nur 0,3 %. Damit trieben die Energiepreise die Inflation weiterhin an“, sagt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, zum aktuellen Energiepreisindex (EPI). Auch im Jahresvergleich zeigte der EPI im Oktober ein deutliches Plus von 10 %, die allgemeine Teuerung stand bei 2,2 %. „Diesel, Superbenzin und Heizöl blieben auch im Oktober die wesentlichen Preistreiber. Die Wirtschaft läuft gut, damit hält auch die vergleichsweise hohe Nachfrage an“, analysiert Peter Traupmann.

Heizöl nach wie vor auf Höhenflug

Im Monatsvergleich war Heizöl um 6,8 % teurer, der Preis stieg erneut stark an. Im Jahresvergleich gab es bei Heizöl im Oktober sogar ein Plus von 30 %. Heizöl blieb neben Treibstoffen der zentrale Preistreiber innerhalb des EPI. Eine Tankfüllung mit 3.000 Liter kostete im Oktober, verglichen mit September, um etwa 180 Euro mehr. Im Vergleich zum Vorjahr musste man sogar um 650 Euro mehr zahlen. „Seit April 2018 beobachten wir, dass der Preis von Heizöl deutlich steigt, während der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum nur moderat gewachsen ist“, erklärt Traupmann (Details siehe Grafik).

Auch Treibstoffpreise ziehen weiter an

Diesel und Superbenzin sind erneut teurer geworden. Im Oktober stiegen die Preise für Diesel um 3,6 % und um 1,1 % für Superbenzin. Im Jahresvergleich gab es sogar ein Plus von 17,5 % bei Diesel und 13,4 % bei Superbenzin.
„Dieses Jahr sind die Preise für Rohöl bis Ende September kontinuierlich gestiegen. Seit Anfang Oktober sinken sie wieder und befinden sich nun auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr“, analysiert Karina Knaus, Leiterin des Centers für Volkswirtschaft, Konsumenten und Preise der Österreichischen Energieagentur zusammen.

Brennholz und Holzpellets ebenfalls teurer als vor einem Jahr

Der Preis von Brennholz stieg im Oktober gegenüber September um 0,7 %, im Jahresvergleich kam Brennholz auf ein Plus von 10,2 %. Damit stieg der Preis von Brennholz zum sechsten Mal in Folge an.
Holzpellets waren um 1,5 % teurer als im Vormonat. Im Jahresvergleich zeigte sich ein Plus von 5,1 %.

Strom teurer, Erdgas günstiger als im Oktober 2017

Der Gaspreis stieg zwar im Vergleich zum September um 2,6 % an. Im Jahresvergleich liegt der Gaspreis aber um 3,3 % niedriger. Das ist auf eine Senkung der Netzgebühren Anfang 2018 zurückzuführen.

Wie bereits im Energiepreisindex September prognostiziert stiegen die Strompreise im Oktober gegenüber dem Vormonat an, das Plus betrug 3,8 %. Im Jahresvergleich war Strom um 3,7 % teurer.

„Auch bei den Strom- und Gaspreisen sind Steigerungen feststellbar. Bei Strom ist dies zum Teil auf die Trennung der österreichisch-deutschen Strompreiszone zurückzuführen. Zentral waren aber die allgemeinen Preissteigerungen an den europäischen Strom-Großhandelsmärkten“, erläutert Knaus. „Höhere Gaspreise, steigenden Preise für CO2-Emissionen aber auch die gute Konjunkturlage waren wichtige Faktoren, die sich über den Sommer und Herbst preissteigernd auf den Stromgroßhandel auswirkten. Derzeit hat sich das Preisniveau aber wieder etwas stabilisiert“, erklärt Knaus.

Hier finden Sie eine interaktive Grafik, die EPI und VPI zeigt.


Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency

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Im Vordergrund steht die Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit. Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

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Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.


Rückfragehinweis:

Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
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