Fahrlehrerinnen und -lehrer werden zu E-Mobilitätsprofis - Salzburg

Neues Projekt setzt auf Vorbildwirkung der heimischen Fahrschulen: Fahrlehrerinnen und lehrer mit Spezialausbildung für E-Mobilität vermitteln Führerscheinneulingen technische Aspekte zu E-Fahrzeugen und Ladesystemen, effiziente Fahrweise und Umwelt- und Klima-Vorteile. Erste Schulung in Werfenweng in Salzburg

Wien, 10. Mai 2019 – „Führerscheinneulinge sind die Autokäuferinnen und -käufer von morgen. Werden die Fahrschülerinnen und -schüler entsprechend informiert, steigt auch die Bereitschaft, ein Elektrofahrzeug zu kaufen“, sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. „Besonders glaubwürdig sind dabei natürlich die Fahrlehrerinnen und ‑lehrer, die im Jahr rund 90.000 zumeist junge Menschen ausbilden. Mit dem Projekt erreichen wir eine wichtige Zielgruppe , die für die Markteinführung der E-Mobilität wichtig ist“, erläutert Höbarth das Projekt weiter, das von der Österreichischen Energieagentur und dem Arbeitskreis Modern Driving im Fachverband der Fahrschulen der Wirtschaftskammer Österreich im Auftrag des Klima- und Energiefonds im Rahmen seines Programmes „E-Mobilität in der Praxis“ durchgeführt wird.
„Verkehr ist nicht nur für mehr als ein Drittel des heimischen Endenergieverbrauchs verantwortlich, er ist auch größtenteils von Erdöl abhängig. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es einen Wandel in der Mobilität – und E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Quellen wird dabei eine bedeutende Rolle spielen“, betont Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. „In dem Pilotprojekt werden rund 80 Fahrlehrerinnen und -lehrer weitergebildet. Diese sind ideale Multiplikatoren, um Führerscheinneulinge von E-Fahrzeugen, ganz gleich ob Moped oder PKW, zu begeistern.“

 
Schulungsleiter Ing. Josef Wintersteller (Fahrschule Hausherr in Bad Ischl) erklärt, was für eine effiziente Fahrweise zu beachten ist.


v.l.n.r.:  Achmed Bayraktar (Ebenfurth), Franziska Koch (Inhaberin Fahrschule Obermaier in Nürnberg) und Ronald Fellner (Fahrschule Sappl in Kufstein)

E-Fahrzeuge verursachen 70 bis 90% weniger CO2

Im Frühjahr 2019 werden die ersten vier Schulungen umgesetzt, die erste fand am 9. Mai 2019 in Werfenweg statt. Darin werden Theorie, Praxis und Workshops kombiniert und Fahrlehrerinnen und -lehrer zu geprüften Expertinnen und Experten für alle Aspekte der Elektromobilität ausgebildet. Im Fokus steht auch die Weitergabe dieses Know-hows in der Führerschein-Ausbildung. Nach bestandener Prüfung am Ende des Workshops erhalten die Fahrlehrerinnen und -lehrer das neue Zertifikat „Fahrlehrer/in Elektromobilität“.
„Die Methodik der Seminare umfasst sowohl theoretische Vorträge, praktische Übungen im nicht-öffentlichen Raum als auch praktisches Fahren auf öffentlichen Straßen“, erläutert Herbert Wiedermann, Obmann des Fachverbands der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich. Inhaltlich geht es konkret um die technologischen Aspekte von Fahrzeugen und Ladesystemen und die energieeffiziente Fahrweise von E-Fahrzeugen: „Die richtige Fahrweise eines E-Fahrzeuges, zum Beispiel der richtige Einsatz der Rekuperation oder Bremsrückgewinnung, macht einen wesentlich Unterschied. So lässt sich die Reichweite um rund 20 Prozent, in manchen Fällen sogar bis zu 40 Prozent steigern“, gibt Herbert Wiedermann ein konkretes Beispiel.
Darüber hinaus werden die umwelt- und klimarelevante Vorteile von E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energien vermittelt: Berücksichtigt man den gesamten Lebenszyklus eines Elektrofahrzeuges inklusive Batterieproduktion, verursacht es gegenüber einem fossil betriebenen Kfz um 70 bis 90 Prozent weniger CO2. Während der reine Elektroantrieb, betrieben mit 100 Prozent Ökostrom, über den Fahrzeuglebenszyklus nur ca. 20g CO2 pro Personenkilometer verantwortet, emittiert der durchschnittliche Benziner und Diesel mit rund 175 g CO2 pro Kilometer fast neun Mal so viel*.

Weitere Schulungen:

Weitere Informationen zum Schulungsprogramm „Fahrlehrer/in Elektromobilität“: https://www.wko.at/branchen/transport-verkehr/fahrschulen-allgemeiner-verkehr/neue-ausbildung-fahrlehrer-elektromobilitaet-startet.html

Über den Klima- und Energiefonds

Der Klima- und Energiefonds versteht sich als Impulsgeber und Innovationskraft für klimarelevante und nachhaltige Energie- und Mobilitätstechnologien. Er unterstützt Ideen, Konzepte und Projekte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Mobilität, Marktdurchdringung und Bewusstseinsbildung. Bereits seit seiner Gründung 2007 entwickelt er Strategien zur Forcierung der Mobilitätswende und setzt diese über seine Programme um. Zugleich spiegeln die geförderten Projekte aber auch die Vielfalt der Maßnahmen, die gesetzt werden müssen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Die technische Weiterentwicklung von E-Mobilität, bildet dabei eine wichtige Säule. Die andere, ebenso wichtige Säule besteht darin, eine Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, in der nachhaltige Mobilität gefördert wird und die Umsetzung von Projekten, die E-Mobilität im Alltag erlebbar machen.


Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des BMNT die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.

Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

 

Presseanfragen:
Österreichische Energieagentur               Klima- und Energiefonds

Mag. Klaus Kraigher, MAS                         Mag. Katja Hoyer
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174                   Tel.: +43 1 585 03 90-23
E-Mail: pr(at)energyagency.at                  E-Mail: katja.hoyer@klimafonds.gv.at  
Web: www.energyagency.at                    Web: www.klimafonds.gv.at
Twitter: twitter.com/at_AEA                      Twitter: twitter.com/klimafonds

 

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* Faktencheck E-Mobilität, Klima- und Energiefonds, https://www.klimafonds.gv.at/press/faktencheck-e-mobilitaet-e-autos-schonen-umwelt-und-geldboerse/ (18.042019)

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