Gas-Großhandelspreise fast vier Mal so hoch wie vor einem Jahr

Im Vergleich zum Juli 2020 liegt der Österreichische Gaspreisindex um 274 % höher, gegenüber dem Vormonat Juni steigt er um 16 %.

Wien, 29. Juni 2021 – Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) steigt im Juli 2021 im Vergleich zum Vormonat Juni um 16,4 %. Gegenüber Juli 2020 liegt er um 274,2 % höher.

Im August 2020 erreichet der ÖGPI in Folge der Coronakrise sein bisheriges Minimum seit seiner Erstpublikation und steigt seitdem stetig an: Im Monatsvergleich in den bisherigen 11 Monaten seit August 2020 wurden ganze sieben Mal Steigerungen von über als 10 % verzeichnet, zweimal waren es sogar mehr als 20 %. Mit dem Plus von 274 % gegenüber Juli 2020 erreicht der ÖGPI im Juli 2021 in etwa das Niveau von Jänner 2019. Gründe dafür sind unter anderem die erhöhte Gasnachfrage durch den stärkeren Einsatz von Gaskraftwerken und die Wiederbefüllung der Gasspeicher nach einem relativ kalten Winter.

Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Index steigt im Juli 2021 auf 114,49 Punkte. In den vergangen zwölf Monaten lag der ÖGPI im Schnitt bei 67,86 Punkten.

2019: Aktualisierung der Berechnungsmethode

Die Österreichische Energieagentur stellte die Berechnungsmethodik und Datenbasis des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) mit 1. Jänner 2019 um. Die Entwicklung der neuen Methode erfolgte auf der Basis einer ausführlichen Datenanalyse der Preise für die verfügbaren Terminmarktprodukte am PEGAS CEGH Gas Exchange. Damit stellt die neue Methode, mit der die Österreichische Energieagentur den ÖGPI berechnet, die optimale Grundlage für Gaslieferverträge mit flexiblen Arbeitspreisen für Haushalte dar.
Basisjahr für den Index ist das Jahr 2015. Er weist somit dasselbe Basisjahr auf wie der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria, wodurch eine bestmögliche Vergleichbarkeit gesichert ist.
Alle weiteren Informationen zur neuen Methode finden Sie hier.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indizes beteiligten Expert*innen haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

 

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die klimaneutrale Zukunft: Ziel ist es, unser Leben und Wirtschaften so auszurichten, dass kein Einfluss mehr auf unser Klima gegeben ist. Neue Technologien, Effizienz sowie die Nutzung von natürlichen Ressourcen wie Sonne, Wasser, Wind und Wald stehen im Mittelpunkt der Lösungen. Dadurch wird für uns und unsere Kinder das Leben in einer intakten Umwelt gesichert und die ökologische Vielfalt erhalten, ohne dabei von Kohle, Öl, Erdgas oder Atomkraft abhängig zu sein. Das ist die missionzero der Österreichischen Energieagentur.

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Die Österreichische Energieagentur setzt zudem im Auftrag des Bundes die Klimaschutzinitiative klimaaktiv um und nimmt die Aufgaben der Nationalen Energieeffizienz-Monitoringstelle wahr. Der Bund, alle Bundesländer, bedeutende Unternehmen der Energiewirtschaft und der Transportbranche, Interessenverbände sowie wissenschaftliche Organisationen sind Mitglieder dieser Agentur.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.

Rückfragehinweis
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
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