Haushaltsenergie legt im Jänner 2020 um 1,5 % zu

• Im Jahresvergleich liegt der Österreichische Energiepreisindex um 3,5 % höher
• Strompreise steigen zum Jahreswechsel um 4,5 %
• News-Beitrag auf YouTube: https://youtu.be/N189UGlBioI



Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) zum aktuellen Energiepreisindex. Wir freuen uns, wenn Sie dieses in die redaktionelle Berichterstattung einbinden.



Wien, 11. März 2020
– „Nach drei Monaten mit nahezu keiner Veränderung legt der Energiepreisindex im Jänner gegenüber dem Vormonat um 1,5 % zu. Im Vergleich zu Jänner 2019 zeigt sich sogar ein Plus von 3,5 %“, erläutert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die aktuelle Entwicklung der Preise für Haushaltsenergie.
Der Anstieg des Energiepreisindex (EPI) ist vor allem auf höhere Strompreise zurückzuführen. Diese zogen zum Jahreswechsel um 4,5 % an. Dazu hat auch der Anstieg der Netzentgelte beigetragen. Im Durchschnitt lag dieser bei 2,4 %, wobei deutliche regionale Unterschiede zu beobachten sind.
„Langfristig betrachtet relativiert sich diese Preissteigerung jedoch. Im Vergleich 2009–2019 sind die Preise für Strom um 7 % gestiegen und lagen damit deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung (VPI) von 20 %“, so Traupmann.

„Bei Kosten und Konditionen gibt es beachtliche Unterschiede zwischen den Anbietern und Angeboten. Der Preis ist nicht der einzige Aspekt. Um die Klimaziele zu erreichen, gilt es auch beim Strom auf unerschöpfliche Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Wald zu setzen. Wer diesen nachhaltigen Strom aus Österreich kaufen möchte, muss genau auf die entsprechenden Zertifikate achten, etwa auf das Österreichische Umweltzeichen“, sagt Traupmann. Weitere Informationen gibt der Überblick der heimischen Ökostrom-Lieferanten.

Unterschiedliche Entwicklung bei Superbenzin und Diesel

Eine Besonderheit des Jänner-EPI ist die unterschiedliche Preisentwicklung von Benzin und Diesel.
Diesel zeigte ein Plus von 0,7 %, Superbenzin sank hingegen um 0,2 %, während der Erdölpreis selbst um 6 % gefallen ist.
Im Jahresvergleich liegen allerdings beide Kraftstoffsorten höher: Super legte 4,8 % zu, Diesel 1,6 %.
Die Heizölpreise sanken im Jänner 2020 gegenüber dem Vormonat um 0,1 %, im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich ein Plus von 2,7 %.

Holzpellets und Brennholz etwas teurer

Der Preis von Brennholz stieg im Monatsvergleich um 0,8 %. Gegenüber Jänner 2019 zeigte sich ein Plus von 3,8 %. Holzpellets wurden im Monatsvergleich um 0,8 % und im Jahresvergleich um 0,7 % teurer.

Leichter Rückgang des Fernwärmepreises im Monatsvergleich

Im Monatsvergleich fiel der Preis für Fernwärme um 0,8 %, im Jahresvergleich blieb ein leichtes Plus von 0,7 %.

Gaspreise fallen

Mit einem Minus von 1,2 % im Monatsvergleich und 0,7 % im Jahresvergleich wurden die niedrigen Großhandelspreise (Details bietet der Österreichische Gaspreisindex) nun auch für die Endkunden spürbar. Der relativ niedrige Heizenergiebedarf des milden Winters reduzierte die Nachfrage, in Folge sanken die Preise auf den Großhandelsmärkten.

Großhandelspreise Gas – Österreichischer Gaspreisindex

https://www.energyagency.at/fakten-service/energiepreise/gaspreisindex.html

Grafik: Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Anteil des „Produkts“ Strom macht ein gutes Drittel des Gesamtpreises auf der Rechnung aus. Ein Viertel deckt die Netzkosten ab, der Rest entfällt auf Steuern und Abgaben (z.B. Umsatzsteuer, Ökostromförderung).
Download Grafik

Newsbeitrag zum Jänner EPI: https://youtu.be/N189UGlBioI

Über die Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency (AEA)

Die Österreichische Energieagentur liefert Antworten für die Energiezukunft. Sie berät auf wissenschaftlicher Basis Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – sowohl national als auch international. Als Kompetenzzentrum für Energie konzentriert sie sich auf drei strategische Schwerpunkte: missionzero, transformation und energieintelligenz.
Beim Schwerpunkt missionzero verfolgt die Österreichische Energieagentur das langfristige Ziel, mit Strategieentwicklung und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen die Zukunft fossilfrei zu gestalten. Beim Schwerpunkt transformation des Energiesystems setzt sie sich mit den damit verbundenen Umbrüchen und profitablen Geschäftsmöglichkeiten in den energierelevanten Branchen auseinander. Im Rahmen der energieintelligenz beschäftigt sie sich mit dem smarten und flexiblen Energiesystem der digitalen Zukunft.
Im Vordergrund steht die Steigerung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit.
Die Österreichische Energieagentur entwickelt Strategien für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung, führt Beratungen und Schulungen durch und ist die Vernetzungsplattform für die Energiebranche. Sie setzt klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative Bundes – operativ um und koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie. Zudem betreibt die Österreichische Energieagentur im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) die Nationale Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Im Podcast Petajoule beantworten die Expertinnen und Experten der Österreichischen Energieagentur mit Gästen aus der Energiebranche die Fragen der Energiezukunft.


Die Österreichische Energieagentur ist nach ÖNORM ISO 50001:2011 und ISO 29990:2010 zertifiziert.

Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Österreichische Energieagentur – Austrian Energy Agency
Tel.: +43 (0) 1-586 15 24-174
E-Mail: pr(at)energyagency.at
Web: www.energyagency.at
Twitter: www.twitter.com/at_AEA

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