Szenarien - Was wäre wenn ...

Durch die Entwicklung quantitativer Szenarien lassen sich die Auswirkungen von Änderungen in einem Teil des Energiesystems auf das Gesamtsystem bestimmen.

Was wäre wenn

              …sich das Bevölkerungswachstum verdoppelt?

              …die Energieeffizienz im Industriesektor steigt?

              …verstärkt auf hochwertige Sanierungen gesetzt würde?

Die Art der Szenarien hängt immer von der Fragestellung ab, überblicksmäßig lassen sich aber folgende Gruppen von möglichen Szenarien beschreiben:

Das Baseline-Szenario stellt das Ausgangsszenario dar. Meist, aber nicht zwingend, handelt es sich beim Baseline-Szenario, um ein „wahrscheinliches“ Szenario. [Wie werden sich Energieverbrauch und –erzeugung unter bisherigen Rahmenbedingungen bis 2030 oder 2050 entwickeln?]

In Maßnahmen-Szenarien wird die Auswirkung einzelner Maßnahmen oder Maßnahmenbündel auf den Energieverbrauch evaluiert [Welchen Einfluss hat die Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie auf den Energieverbrauch? Welchen Einfluss hat die Erhöhung der Sanierungsrate um 1%? Macht der Reboundeffekt den Einspareffekt von hochwertigen Sanierungen wirklich zunichte?]

In Technologieevaluierungs-Szenarien wird die Auswirkung der Einführung einer neuen Technologie ins Energiesystem quantifiziert.

Zielerreichungsszenarien zeigen auf, mit welchen Maßnahmenbündeln (politisch) gesetzte Ziele erreicht werden können. [Mit welchen Maßnahmenbündeln sind energiepolitische Ziele zu erreichen? Sind diese überhaupt zu erreichen?]

Extremszenarien dienen zur Absteckung eines „Trichters“: sie zeigen mögliche (extreme) Außengrenzen des Ergebnisraumes [z.B. in Richtung hohem/niedrigen Endenergieverbrauch, in Richtung Erneuerbare,…].

Sensitivitätsanalysen zeigen wie empfindlich das Gesamtsystem auf kleine Änderungen von Eingangsparametern reagiert.

Mit Dekompositionsanalysen oder Komponentenzerlegungen wird der Einfluss verschiedener Einflussfaktoren auf die Änderung des Energieverbrauchs oder der CO2-Emissionen quantifiziert.

Ausgewählte Ergebnisse zur Veranschaulichung finden sich hier.

Das Energiemodell der Österreichischen Energieagentur wurde für die Anwendung auf Gesamt-Österreich entwickelt, kam jedoch nach Anpassung der Eingangsdaten auch schon für Wien zum Einsatz. Die Anwendung auf regionaler Ebene (Städte, Bundesländer) oder auf internationaler Ebene (andere Länder) ist grundsätzlich möglich, eine eingehende Prüfung der Datenlage vorausgesetzt.

Die Struktur des Energiemodells ist nicht in Stein gemeißelt, sondern wächst mit den Anforderungen, die unsere Auftraggeber an uns stellen. Maßgeschneiderte Lösungen, der Aufbau oder die Erweiterung von Modulen für außergewöhnliche Fragestellungen gehören zu den Herausforderungen, die die Energiesystemmodellierung zu dem breit einsetzbaren Instrument machen, das Österreich auf dem Weg in eine energiesparende und erneuerbare Zukunft braucht. Wir freuen uns auf Ihre Fragestellungen!

 

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