Österreichischer Gaspreisindex - ÖGPI®

Gaspreis fällt im Großhandel im Mai um fast 9 Prozent

Im Jahresvergleich liegt der Österreichische Gaspreisindex 6 % unter dem Wert von Mai 2018

Wien, 3. Mai 2019 – Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) fällt im Mai im Vergleich zum April 2019 um 8,6 %. Im Jahresvergleich steht der ÖGPI bei einem Minus von fast 6 %.
Mit Mai 2019 fällt der ÖGPI damit auf 82,27 Punkte.
In den vergangenen 12 Monaten lag der ÖGPI im Schnitt bei 105,22 Punkten.

2019: Aktualisierung der Berechnungsmethode

Die Österreichische Energieagentur stellte die Berechnungsmethodik und Datenbasis des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) mit 1. Jänner 2019 um. Die Entwicklung der neuen Methode erfolgte auf der Basis einer ausführlichen Datenanalyse der Preise für die verfügbaren Terminmarktprodukte am PEGAS CEGH Gas Exchange. Damit stellt die neue Methode, mit der die Österreichische Energieagentur den ÖGPI berechnet, die optimale Grundlage für Gaslieferverträge mit flexiblen Arbeitspreisen für Haushalte dar.
Basisjahr für den Index ist das Jahr 2015. Er weist somit dasselbe Basisjahr auf wie der Verbraucherpreisindex der Statistik Austria, wodurch eine bestmögliche Vergleichbarkeit gesichert ist.
Alle weiteren Informationen zur neuen Methode finden Sie hier.

Methodik

Der ÖGPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Handelsplattform PEGAS CEGH Gas Exchange (https://www.cegh.at/en/exchange-market/ bzw. https://www.powernext.com/pegas-trading) berechnet. Grundlage des ÖGPI sind die Marktpreise für Month Ahead Futures für den Markt „CEGH VTP“ der vergangenen drei Handelsmonate. Der ÖGPI zeigt an, wie stark sich der Einkaufspreis für Erdgas im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode und den Vormonaten auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Gaspreise aus dem Jahr 2015 ist die Ausgangsbasis für den Gaspreisindex. Der ÖGPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Netzkosten und Steuern bzw. Abgaben finden keine Berücksichtigung. Weitere Faktoren, die den Gaspreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖGPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖGPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Gaspreises erwarten. Mit dem ÖGPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Österreichischer Gaspreisindex: Aktualisierung der Berechnungsmethode

ÖGPI neu startet mit Jänner 2019

Die Österreichische Energieagentur stellt die Berechnungsmethodik und Datenbasis des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) ab 1. Jänner 2019 um. „Damit schaffen wir maximale Transparenz und machen unsere Preisservices noch nachvollziehbarer. Der neue ÖGPI ist so gestaltet, dass sowohl die Methodik als auch die Datengrundlage der Öffentlichkeit zugänglich sind. Der ÖGPI bleibt marktnah und robust bei kurzfristig positiven oder negativen Preisschwankungen“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Die Entwicklung der neuen Methode erfolgte auf der Basis einer ausführlichen Datenanalyse der Preise für die verfügbaren Terminmarktprodukte am PEGAS CEGH Gas Exchange. Damit stellt die neue Methode, mit der die Österreichische Energieagentur den ÖGPI berechnet, die optimale Grundlage für Gaslieferverträge mit flexiblen Arbeitspreisen für Haushalte dar.

Start Anfang 2019

Die Erstveröffentlichung des neuen ÖGPI startet mit Jänner 2019. Basisjahr für den Index ist das Jahr 2015.
Er läuft somit, im Sinne einer bestmöglichen Vergleichbarkeit, parallel zum allgemeinen Verbraucherpreisindex der Statistik Austria.

Die Österreichische Energieagentur hat sowohl mit der neuen als auch mit der alten Berechnungsmethode jeweils eine Zeitreihe ins Jahr 2015 zurückgerechnet. Der Vergleich der beiden

Methoden wird in der entsprechenden Grafik dargestellt. Es zeigt sich, dass beide Methoden eine ähnliche Kontinuität aufweisen, die neue Methodik jedoch über eine etwas geringere Volatilität verfügt. Der Unterschied in der absoluten Höhe der beiden Indizes (siehe Abbildung) ist lediglich dem unterschiedlichen Basisjahr geschuldet.

Die Ergebnisse der Rückrechnung in tabellarischer Form finden Sie hier.
Eine Ausführliche Beschreibung der Methodik finden Sie hier.

Der ÖGPI ist ein Großhandelspreisindex und bildet den reinen Energiepreis ab. Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben, die ebenfalls in der Gasrechnung von Endkunden beinhaltet sind, werden nicht berücksichtigt.

Haftungsauschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indizes beteiligten Expert/innen haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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