Österreichischer Gaspreisindex - ÖGPI©

Gaspreis im Großhandel fällt im Jänner um zwei Prozent

Im Jahresvergleich liegt der Österreichische Gaspreisindex mit einem Plus von 27 % deutlich über dem Wert von Jänner 2018

Wien, 4. Jänner 2019 – Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) fällt im Jänner im Vergleich zum Dezember 2017 um 2,1 %. Im Jahresvergleich kommt der ÖGPI aufgrund der deutlichen Preissteigerungen im Sommer 2018 auf ein Plus von 27,3 %. Dieser Preisabstand schrumpft jedoch, im Dezember 2018 lag der ÖGPI noch 38,7 % über dem Vorjahresmonat.
Mit Jänner 2019 steht der ÖGPI damit bei 116,3 Punkten.


2019: Aktualisierung der Berechnungsmethode

Die Österreichische Energieagentur stellt die Berechnungsmethodik und Datenbasis des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) ab 1. Jänner 2019 um. Die Entwicklung der neuen Methode erfolgte auf der Basis einer ausführlichen Datenanalyse der Preise für die verfügbaren Terminmarktprodukte am PEGAS CEGH Gas Exchange. Damit stellt die neue Methode, mit der die Österreichische Energieagentur den ÖGPI berechnet, die optimale Grundlage für Gaslieferverträge mit flexiblen Arbeitspreisen für Haushalte dar.
Basisjahr für den Index ist das Jahr 2015. Er läuft somit, im Sinne einer bestmöglichen Vergleichbarkeit, parallel zum allgemeinen Verbraucherpreisindex der Statistik Austria.
Alle weiteren Informationen zur neuen Methode finden Sie weiter unten zum Nachlesen.

Eine grafische Darstellung des ÖGPI finden Sie unter anderem hier.

Methodik

Der ÖGPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Handelsplattform CEGH (https://www.cegh.at) in Wien berechnet. Grundlage des ÖGPI sind die Marktpreise für Month Ahead Futures für Erdgas der vergangenen drei Handelsmonate. Der ÖGPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Erdgas im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Gaspreise aus dem Jahr 2015 ist die Ausgangsbasis für den Gaspreisindex. Der ÖGPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Gas teilt sich beim Endkonsumenten mit ca. 40 % Energiekomponente und 60 % für Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Gaspreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖGPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖGPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Gaspreises erwarten. Mit dem ÖGPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Österreichischer Gaspreisindex: Aktualisierung der Berechnungsmethode

ÖGPI neu startet mit Jänner 2019

Die Österreichische Energieagentur stellt die Berechnungsmethodik und Datenbasis des Österreichischen Gaspreisindex (ÖGPI) ab 1. Jänner 2019 um. „Damit schaffen wir maximale Transparenz und machen unsere Preisservices noch nachvollziehbarer. Der neue ÖGPI ist so gestaltet, dass sowohl die Methodik als auch die Datengrundlage der Öffentlichkeit zugänglich sind. Der ÖGPI bleibt marktnah und robust bei kurzfristig positiven oder negativen Preisschwankungen“, erklärt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.

Die Entwicklung der neuen Methode erfolgte auf der Basis einer ausführlichen Datenanalyse der Preise für die verfügbaren Terminmarktprodukte am PEGAS CEGH Gas Exchange. Damit stellt die neue Methode, mit der die Österreichische Energieagentur den ÖGPI berechnet, die optimale Grundlage für Gaslieferverträge mit flexiblen Arbeitspreisen für Haushalte dar.

Start Anfang 2019

Die Erstveröffentlichung des neuen ÖGPI startet mit Jänner 2019. Basisjahr für den Index ist das Jahr 2015.
Er läuft somit, im Sinne einer bestmöglichen Vergleichbarkeit, parallel zum allgemeinen Verbraucherpreisindex der Statistik Austria.

Die Österreichische Energieagentur hat sowohl mit der neuen als auch mit der alten Berechnungsmethode jeweils eine Zeitreihe ins Jahr 2015 zurückgerechnet. Der Vergleich der beiden

Methoden wird in der entsprechenden Grafik dargestellt. Es zeigt sich, dass beide Methoden eine ähnliche Kontinuität aufweisen, die neue Methodik jedoch über eine etwas geringere Volatilität verfügt. Der Unterschied in der absoluten Höhe der beiden Indizes (siehe Abbildung) ist lediglich dem unterschiedlichen Basisjahr geschuldet.

Die Ergebnisse der Rückrechnung in tabellarischer Form finden Sie hier.
Eine Ausführliche Beschreibung der Methodik finden Sie hier.

Der ÖGPI ist ein Großhandelspreisindex und bildet den reinen Energiepreis ab. Netzgebühren sowie Steuern und Abgaben, die ebenfalls in der Gasrechnung von Endkunden beinhaltet sind, werden nicht berücksichtigt.

Aktuelle Entwicklung des ÖGPI

Entwicklung des Österreichischen Gaspreisindex [Berechnungen: Österreichische Energieagentur]

Haftungsauschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der Indizes beteiligten Expert/innen haben deren Berechnung sowie inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt. Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

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